Fußball

FSV droht mit Rückzug von der Stadtmeisterschaft

Der FSV Witten (weißes Trikot) trat am Samstag schon mit dem Team der neuen Saison an. Ein Spieler soll nicht spielberechtigt gewesen sein.

Der FSV Witten (weißes Trikot) trat am Samstag schon mit dem Team der neuen Saison an. Ein Spieler soll nicht spielberechtigt gewesen sein.

Foto: Jürgen Theobald (theo)

Witten.   Wittener Vorstand hält offenen Vorwurf des Betrugs für „nicht hinnehmbar“. Der Spieler, um den es geht, habe eine Spielberechtigung gehabt.

Groß war die Aufregung bei der Stadtmeisterschaft der A-Junioren: Weil der FSV Witten 07/32 einen Spieler ohne Berechtigung eingesetzt haben soll und die Überprüfung dieses Vorwurfs noch aussteht, gab es am Samstag keine Siegerehrung. Der FSV Witten, dessen Jugendabteilung nicht zum ersten Mal am Pranger steht, fordert von den Verantwortlichen mehr Feingefühl und droht mit dem Rückzug.

„Das ist jetzt das vierte Mal in fünf Jahren, dass eine unserer Mannschaften disqualifiziert wurde und ganz oft lief das für uns völlig intransparent ab“, sagt Johannes Gabriel, sportlicher Leiter der FSV-Jugend. Er verweist etwa auf die Stadtmeisterschaft der D-Junioren vor zwei Jahren, als dem FSV zunächst der Titel aberkannt wurde, um ihn dann am grünen Tisch wiederzubekommen. „Deshalb sind wir nicht damit einverstanden, dass jetzt wieder eine Siegerehrung abgesagt wird und der FSV Witten als Betrüger dargestellt wird. Das ist auch für die Spieler nicht schön und deshalb hätte ich mir da mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, so Gabriel.

Zumal man aus FSV-Sicht offenbar nichts falsch gemacht hat. Konkret geht es um einen Spieler, der vom TuS Heven an die Westfalenstraße gewechselt ist. Die Sache kam am Samstag deshalb ins Rollen, weil Hevener Verantwortliche behauptet hatten, der Spieler hätte sich nie dort abgemeldet. Jugendfußball-Fachschaftsleiter Peter Kreuger sagte am Montag, es sei noch nicht abschließend festgestellt, ob ein Fehlverhalten des FSV Witten vorliegt. „Wenn es sich ausschließlich um den Spieler von Heven handelt, dann können wir uns nichts vorwerfen“, sagt Gabriel, der von dem Vorwurf nur über Dritte erfuhr. Die Passstelle habe bestätigt, dass der Spieler spielberechtigt gewesen ist. „Da hätte man mal lieber den Einspruch des TuS Heven überprüfen sollen“, so Gabriel.

„Dass wir trotzdem zum wiederholten Male auf Verdacht disqualifiziert wurden, ohne dass die Dinge überprüft werden, ist für uns nicht hinnehmbar. Wir empfinden das als diskriminierend“, sagt Gabriel. „Wir haben ohnehin nie das Gefühl, dass wir auf der Stadtmeisterschaft erwünscht sind und überlegen ernsthaft, in Zukunft nicht mehr anzutreten. So macht uns das keinen Spaß mehr“, so der FSV-Funktionär.

Immerhin so viel konnte Fachschaftsleiter Kreuger zwei Tage nach dem Turnier dann doch noch ganz sicher sagen: Egal wie die Posse um den möglichen FSV-Verstoß ausgeht – ungekrönter Stadtmeister ist in jedem Fall der TuS Stockum.

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