Fußball Kreisliga A

Freitas: „Oben bleiben ist noch schwieriger“

Stolz auf sein Tabellenführer-Team: SVB-Trainer Martin Freitas.

Stolz auf sein Tabellenführer-Team: SVB-Trainer Martin Freitas.

Foto: Barbara Zabka

Bommern.   SV-Bommern-Trainer Martin Freitas ist zwar stolz auf seine Mannschaft. Er legt aber auf andere Dinge mehr Wert als auf die Tabellenführung.

Das war noch einmal ein Ausrufezeichen zum Jahresabschluss: 6:0 siegte der SV Bommern am Sonntag in der Kreisliga A gegen den TuS Querenburg, nimmt damit sechs Punkte Vorsprung mit in die Winterpause. Für Trainer Martin Freitas war das Ergebnis aber zweitrangig.

„Das passt natürlich zur Gesamtlage. Aber es ging vor allem darum, mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen, auch wenn die Jungs auf dem Zahnfleisch gehen. Mit einer Niederlage wäre das schwierig gewesen. Auch auch wenn wir auf dem Zahnfleisch gingen, haben die Jungs ein Zeichen gesetzt.“

Den Abstieg noch im Hinterkopf

Natürlich gilt Bommern als Topfavorit auf den Aufstieg, doch so weit ist Freitas nicht. „Das war nicht unser Saisonziel. Unser Ziel war, wieder Spaß zu haben, die Leute wieder für uns zu gewinnen und uns selbst zu beweisen, dass wir es doch können.“

Zur Erinnerung: Vor einem halben Jahr lag der SVB am Boden, stieg aus der Bezirksliga ab. „Wir haben richtig Senge bekommen, die Gegner haben uns ausgelacht“, so Freitas.

Schwächephase nach gutem Lauf

Umso wichtiger sei es jetzt, nicht zu sehr auf die Tabelle zu gucken – „sechs Punkte sind nichts, wenn es noch dreizehn Spiele und massig Punkte zu gewinnen gibt.“ Sowohl Blankenstein als auch Rüdinghausen sehe er noch im Rennen. „Wenn wir zwei Spieltage vor Schluss immer noch da stehen, sage ich: Jetzt will ich es wissen.“ Wozu Platz eins führt, hat sein Team in der Hinrunde gespürt.

Nach sechs Siegen zum Auftakt folgte eine Schwächephase. „Wir waren da etwas verkrampft. Wenn man oben steht, dann hat man Druck, macht ihn sich auch selber.“

Credo: „Mit Spaß zum Sportplatz kommen“

Deshalb gibt Freitas für die Rückserie aus: „Unser Credo ist, dass wir zum Sportplatz kommen, um Spaß zu haben. Das haben wir in den vergangenen Spielen schon wieder besser verinnerlicht“, so der Trainer, der deshalb sagt: „Ich bin stolz, dass wir so lange da oben stehen. Nach oben kommen, ist manchmal gar nicht so schwer. Oben bleiben dagegen schon.“ Und deshalb werde die Rückrunde noch viel schwieriger für seine Mannschaft.

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