FUSSBALL

Ex-Bundesliga-Torfrau Anna Sarholz spielt für den guten Zweck

Einer ihrer bisher größten Erfolge war der Gewinn der „Goldenen Henne“ in der Kategorie Sport als „Aufsteigerin des Jahres“ 2010. Für den guten Zweck wird sie ihr Können beim Benefizturnier am Samstag in Rüdinghausen unter Beweis stellen.

Einer ihrer bisher größten Erfolge war der Gewinn der „Goldenen Henne“ in der Kategorie Sport als „Aufsteigerin des Jahres“ 2010. Für den guten Zweck wird sie ihr Können beim Benefizturnier am Samstag in Rüdinghausen unter Beweis stellen.

Foto: THOMAS PETER

Köln/Witten.   Beim Benefizturnier zugunsten der „Ruhrtal Engel“ wird Champions League-Siegerin Anna Sarholz am Samstag in Witten ihre Fußballschuhe schnüren.

Schaut man in die Vita von Fußball-Torhüterin Anna-Felicitas Sarholz (24), die am Samstag beim Benefizturnier in Rüdinghausen mitwirken wird, erkennt man schnell, dass sie trotz ihrer jungen Jahre auf Vereinsebene schon fast alles gewonnen hat. Mit dem 1. FFC Turbine Potsdam startete die gebürtige Kölnerin von 2009 bis 2011 richtig durch. Dreimal gewann sie die Bundesliga und holte 2010 die Champions League mit einem 7:6-Erfolg über Olympique Lyon nach Elfmeterschießen. Dabei avancierte sie zur Heldin, als sie zwei Elfmeter hielt und einen selbst verwandelte. Auch in der Junioren-Nationalmannschaft war Sarholz erfolgreich, gewann zweimal die U17-EM. Vor dem Turnier am Samstag sprach die 24-Jährige mit WAZ-Mitarbeiter Kevin Gensch über ihre Laufbahn und ihren Auftritt in Witten.

Nach Ihrem Vertragsende 2015 beim 1. FFC Turbine Potsdam sind Sie von der Frauen-Bundesliga in die Landesliga gewechselt. Was waren Ihre Beweggründe?

Mein Vertrag wurde damals nicht verlängert, und weil ich mich in Potsdam richtig wohl fühle, kam dann der Kontakt mit dem SV Babelsberg 03 zustande. Ich empfand den Verein schon immer als sympathisch. Zudem wollte ich nach zehn Jahren leistungsorientiertem Fußball etwas kürzer treten und sah die Chance, in Babelsberg etwas aufzubauen. Ich wollte zurück zum ehrlichen Fußball.

Sie spielen am 24. Juni beim großen Benefizturnier auf der Sportanlage von TuRa Rüdinghausen zugunsten der Ruhrtal Engel mit. Wie konnte Sie Organisator Sascha Brandt für seine Idee gewinnen?

Der erste Kontakt zu Sascha kam über meinen Handschuhlieferanten Mario Turloff zustande, dem Inhaber von „keepersarena.de“. Er hatte Sascha bei einer Torwarttrainerfortbildung kennengelernt und mich gefragt, ob ich bei dem Turnier dabei sein wolle. Für soziale Projekte stehe ich immer parat und musste gar nicht lange überlegen.

In welchem Team werden Sie antreten, und wer sind Ihre Teammitglieder?

Ich werde im Team „keepersarena.de“ mit Mario Turloff und weiteren Torhütern spielen. Ob es im Tor oder im Feld sein wird, das müssen wir danach entscheiden, wer die meiste Puste hat. Ein Faktor dafür wird sicherlich das Wetter sein.

Was erwarten Sie von der Veranstaltung?

Für mich ist klar, dass der Spaß im Vordergrund steht. Zudem hoffe ich, dass wir viele Spenden für den guten Zweck sammeln und das Turnier ein voller Erfolg für die Ruhrtal Engel wird. Dennoch will ich mit meiner Mannschaft das Turnier natürlich gewinnen.

Auch bei anderen sozialen Projekten sind Sie aktiv. Welche sind das genau?

Mit Mario organisieren wir Torwart-Camps, um jungen Talenten mein Wissen weiterzugeben. Des Weiteren sammele ich Spenden über Auktionen. Zuletzt habe ich eine Familie aus Magdeburg unterstützt, bei der der Vater an Leukämie erkrankt war. Ich war damals auch als Helfer vor Ort, als es eine große Registrierungsaktion gab. Dem Vater geht es mittlerweile besser, und er hat den Krebs besiegt.

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