Handball Frauen Oberliga

ETSV Ruhrtal Witten feiert Klassenerhalt in der Oberliga

Nach dem Spiel feierte die SG ETSV Ruhrtal Witten mit den Fans.

Nach dem Spiel feierte die SG ETSV Ruhrtal Witten mit den Fans.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.   Im Heimspiel gegen die SG Menden Sauerland Wölfe gelingt dem Team von Daniel Buff ein Arbeitssieg, der zum Klassenerhalt reicht.

SG ETSV Ruhrtal Witten -
Menden Sauerland Wölfe 18:13 (7:7)

ETSV: Mühlhaus, Schabacker – Eckardt (4), Behler (2/2), Lewe, Böhmer (3), Lohrmann (1), Löffler (2), Herrmann (2/2), Schmidt, Ammon (1), Prior (1), Lünemann, Hackerts (2), Jasinska, Karabatic, Ascherfeld.

In den letzten Minuten standen die Ersatzspielerinnen auf der Reservebank, die Zuschauer erhoben sich von ihren Plätzen und stimmten den Klassiker „Oh, wie ist das schön an“. Als Sekunden später die Schlusssirene in der Kreissporthalle ertönte, stürmten die Spielerinnen der SG ETSV Ruhrtal Witten auf Torsteherin Teresa Mühlhaus zu. Sie wussten, bei wem sie sich nach dem 18:13-Erfolg zu bedanken hatten. Durch den doppelten Punktgewinn gegen Schlusslicht SG Menden Sauerland Wölfe ist klar, dass die Wittener auch in der Saison 2019/20 in der Oberliga spielen werden.

Schwerfällige erste Halbzeit

„Wir waren uns sicher, dass wir das Spiel gewinnen würden“, sagte Teresa Mühlhaus im Anschluss an den Erfolg im letzten Heimspiel der Saison. Und fügte an: „Die Siege in den beiden letzten Spielen haben uns das Selbstvertrauen gegeben, so dass wir auch bei einem Rückstand immer an uns geglaubt haben.“ Auf dem Feld sah es zunächst aber überhaupt nicht selbstbewusst aus. Zumindest in der Offensive. Denn so gut und stabil die Abwehr auch stand, so nervös zeigten sich die Ruhrtaler im Angriff.

So führten die Gastgeber nach 16 Minuten zwar mit 5:4, trafen dann aber bis zur 28. Minute das gegnerische Tor nicht mehr und lagen mit 5:7 zurück. Immerhin: Die Wölfe taten sich im Angriff ebenfalls schwer, warfen oft zu hoch – oder scheiterten an Teresa Mühlhaus. Mit der Pausensirene gelang den Gastgebern dann immerhin noch der Ausgleich zum 7:7.

In Überzahl geriet Witten aber zu Beginn des zweiten Durchgangs in Rückstand und tat sich auch in der Folge im Angriff weiter schwer. Die Zuschauer sahen auf beiden Seiten viele Abspielfehler vor dem Torabschluss, immer wenn es hätte gefährlich werden können, stockten die Offensivreihen.

Abwehr bleibt weiter stabil

Bei den Gastgebern führte das aber dazu, dass die Abwehr weiter an Stabilität gewann, dazu überzeugte Mühlhaus mit entscheidenden Paraden. Diese nutzte sie in der Schlussphase mit langen Pässen auf Julia Eckardt, die ihre Farben nun deutlich auf Siegkurs brachte. „Julia kam vor der Saison aus der Landesliga und hat das mit ihren jungen Jahren heute hervorragend gemacht“, lobte Trainer Daniel Buff. Es waren die Schlüsselszenen der Partie – den Wölfen waren die Zähne gezogen, der Klassenerhalt in trockenen Tüchern.

Was folgte war Party pur. Zunächst gemeinsam mit der zweiten Mannschaft, dann auch mit dem Publikum, das die Mannschaft über 60 Minuten nach vorne gepeitscht hatte. „Natürlich war die Nervosität heute da, aber wir wussten, dass es auf eine gute Abwehrleistung ankommen würde und das haben die Mädels super umgesetzt. 13 Gegentore sind da eine starke Bilanz“, freute sich Daniel Buff. Er betonte: „Das Ziel, die Oberliga zu halten, haben wir erreicht.“ Entsprechend gelöst war die Stimmung in der Halle nach dem mühsamen, aber durchaus verdiente Sieg. Auf den Arbeitssieg folgte eine rauschende Party.

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