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ETSV-Express rauscht ab in Liga vier

Sekt statt Selters: Die Handballerinnen des ETSV Witten lassen nach dem Titelgewinn in der Verbandsliga die Korken knallen. Gegen den ASV Hamm gibt’s ein klares 30:22.

Foto: Manfred Sander

Sekt statt Selters: Die Handballerinnen des ETSV Witten lassen nach dem Titelgewinn in der Verbandsliga die Korken knallen. Gegen den ASV Hamm gibt’s ein klares 30:22. Foto: Manfred Sander

Witten.   „Nächster Halt: Oberliga“ - die ETSV-Handballerinnen feiern nach dem überzeugenden 30:22 über den ASV Hamm-Westfalen den Titelgewinn.

ETSV Witten -
ASC Hamm-Westfalen 30:22

ETSV: Mühlhaus, Schabacker; Krawinkel (3), Karabatic (3), Richter (4), Behler (5/4), Prior (1), Rüwald (1), Böhmer (3), Denda (5), Ascherfeld, Goetjes (1), A. Löffler (1), Herrmann (3).

Am Ende dieser 22. und letzten Verbandsliga-Partie für die Handballerinnen des ETSV Witten war sogar die Spannung zeitig ‘raus, von Zittern keine Spur - weder auf der Reservebank noch auf den prall gefüllten Rängen der Kreissporthalle. Mit dem 30:22 (16:9) über den ASV Hamm-Westfalen machten die „Eisenbahnerinnen“ den letzten, entscheidenden Schritt auf dem Weg in die Oberliga.

Gespannte Erwartung vor dem großen Saisonfinale: Tags zuvor hatte Rivale Westfalia Kinderhaus mit einem klaren Sieg gegen Schwerte/Westhofen vorgelegt. Der ETSV musste also gewinnen gegen die starken Hammerinnen. Neben dem Feld bangten die drei derzeit verletzten Akteurinnen Julia Lewe, Paulina Jasinska und Janika Ammon, erhielten vom Team und den rund 350 Zuschauern vor dem Anpfiff sogar noch einen Extra-Applaus.

„Wir benötigen noch mal die gleiche gute Leistung wie im Hinspiel gegen diesen Gegner“, hatte Trainer Michael Lohrmann gesagt. Und über weite Strecken übertrafen die Wittenerinnen diese Vorstellung sogar noch, waren hochkonzentriert und ließen lediglich beim 0:1 eine Hammer Führung zu. Tor für Tor bejubelten die ETSV-Frauen, lagen nach dem 7:3 durch Jessica Krawinkel erstmals mit vier Toren vorn und zogen wie berauscht sogar bis auf 15:6 davon. Torfrau Daniela Schabacker erwischte wieder einen Sahnetag, fing ein Rückraum-Schüsschen - und servierte es perfekt mit einem langen Pass für Larissa Herrmann. Ganz ehrlich: Wer hätte da noch am Sieg der Gastgeberinnen zweifeln wollen?

Die ließen nämlich auch nach dem Wechsel nicht locker, machten aus dem 16:9 in Windeseile ein sehr komfortables 23:11 (43.), als Maike Behler per Strafwurf erhöhte. „Jaaaaaa“, johlten Julia Lewe und ihre Sitznachbarinnen - die Oberliga war dem ETSV kaum mehr zu nehmen. Hamm mühte sich, warf bis zum 27:20 (55.) vier Treffer in Serie - doch Ana Karabatic wuchtete sich postwendend in die Nahtstelle der Gästeabwehr, da waren es wieder acht Treffer Vorsprung, wenige Minuten später konnte die Party starten. Das letzte Saisontor war Maike Behler per Strafwurf vorbehalten - 30:22, der Meister kommt aus der Ruhrstadt.

„Ich bin einfach nur unglaublich stolz auf diese Mannschaft“, sagte Trainer Michael Lohrmann. „Ich wusste, dass Hamm unsere konditionellen Vorteile nicht würde aufwiegen können. Wir haben als Mannschaft 20 bis 30 Prozent besser gespielt als die Summe der einzelnen Akteurinnen“, lobte der 65-Jährige sein grandioses Kollektiv.

„Das war heute einfach eine grandiose Stimmung. Dass wir Meister werden, damit hatte doch vorher niemand gerechnet“, so Andrea Rüwald, die eigens noch einmal in diesem wichtigen Spiel in die Bresche sprang. Staffelleiter Friedhelm Krietemeyer überreichte Teamkapitänin Daniela Schabacker die Meister-Urkunde und sagte launig: „Glückwunsch zum Aufstieg - kommt bloß nicht so bald wieder zurück.“

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