RINGEN

EM-Zweiter wechselt nach Witten

Mit der Verpflichtung des Rumänen Florin Tita (unten; hier im Bundesliga-Finalkampf gegen Burghausens Fabian Schmitt) hofft der KSV Witten 07 einen Volltreffer gelandet zu haben. 

Mit der Verpflichtung des Rumänen Florin Tita (unten; hier im Bundesliga-Finalkampf gegen Burghausens Fabian Schmitt) hofft der KSV Witten 07 einen Volltreffer gelandet zu haben. 

Foto: (c) Marion Stein

Witten.   Der KSV Witten 07 hat den erst 20-jährigen Rumänen Florin Tita unter Vertrag genommen. Bei der EM in seiner Heimat holte er die Silbermedaille.

Bei den Europameisterschafts-Wettkämpfen in der 55-Kilo-Klasse im griechisch-römischen Stil schauten die Verantwortlichen des KSV Witten 07 ganz genau hin. Und sie verfolgten sogar noch mit Freude die Siegerehrung in Bukarest, denn der rumänische Silbermedaillen-Gewinner Florin Tita wird ab der kommenden Saison das Wittener Trikot tragen.

„Er hat bei der EM ein hervorragendes Turnier bestritten. Man sieht sein enormes Potenzial“, sagt Thomas Altstadt, Vorsitzender des KSV Witten 07. Der erst 20-jährige Tita bestätigte vor heimischem Publikum die großen Erwartungen, die seine Landsleute in ihn gesteckt hatten. Immerhin war der Greco-Ringer im vorigen Jahr Dritter bei der U 23-EM geworden, schaffte es diesmal bei den Junioren sogar auf den Silberrang. „Dass er nun auch bei den Männern durchgestartet ist, spricht für sich“, so Thomas Altstadt. Sieht ganz danach aus, dass der siebenmalige deutsche Mannschaftsmeister nun auch in der untersten Gewichtsklasse einen Top-Ringer aufbieten kann, der regelmäßig für eine volle Punktausbeute sorgt.

Cojocari knüpft den Kontakt

„Uns war ja bei der Zusammenstellung des neuen Kaders in erster Linie daran gelegen, die bisherigen Lücken zu schließen“, sagt Altstadt. Also musste er im Verbund mit dem Sportlichen Leiter Adam Juretzko vor allem in der untersten sowie in der obersten Gewichtsklasse auf dem Transfermarkt aktiv werden. „Den Kontakt zu Florin Tita haben wir natürlich über Ilie Cojocari geknüpft“, sagt der KSV-Chef. Der Rumäne, der bei den Europameisterschaften im eigenen Land immerhin den fünften Platz im 72-kg-Limit belegt hatte, legte den Wittenern seinen Landsmann wärmstens ans Herz. In der vergangenen Bundesliga-Saison stand Tita bei den Red Devils in Heilbronn unter Vertrag, kam gegen die Wittener allerdings nicht zum Einsatz. Vier Duelle bestritt er insgesamt, verließ jedes Mal die Matte als Sieger - u. a. im Finalrückkampf gegen Burghausens Fabian Schmitt, den er mit 6:5 knapp gewann.

Auch bei der EM traf er wieder auf Schmitt, fertigte ihn im Viertelfinale mit 12:4 ab. Im Endkampf gegen den Russen Vitalij Kabaloev (0:11) war er allerdings chancenlos. „Er passt sicherlich sehr gut in unsere Mannschaft, wird in seiner Gewichtsklasse eine enorme Bereicherung sein“, hofft Thomas Altstadt auf viele Erfolge des 20-jährigen Rumänen, der nur für die Greco-Stilart vorgesehen ist. Zuvor hatte der KSV mit Robin Pelzer (24) vom TV Aachen-Walheim, der sein Team aus der Bundesliga zurückgezogen hatte, schon einen Neuzugang vorgestellt.

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