Fußball-Kreisliga A

Ein Wittener Derby und Spitzenspiel, das begeistert

Bommerns Holger Schumacher (rechts), dem der Treffer zur 4:2-Führung gelang, gegen TuRa-Kapitän Fabian Deppe, der die Rüdinghauser Tore zum 3:4 und 4:4 vorbereitete.

Bommerns Holger Schumacher (rechts), dem der Treffer zur 4:2-Führung gelang, gegen TuRa-Kapitän Fabian Deppe, der die Rüdinghauser Tore zum 3:4 und 4:4 vorbereitete.

Foto: Jürgen Theobald

Bommern.   Spitzenreiter SV Bommern 05 und der Tabellendritte TuRa Rüdinghausen trennen sich mit 4:4. Das Freitas-Team führt schon mit 3:0 und 4:2.

Herrlicher Februar-Sonnenschein und ein herrlicher Fußball-Nachmittag: Vielleicht begeisterte das Spitzenspiel und Derby in der Kreisliga A nicht unbedingt alle Beteiligten, aber wer einfach nur zuschauen wollte, war mehr als begeistert. Mit 4:4 (3:1) trennten sich der SV Bommern 05 und TuRa Rüdinghausen in der Gaslock-Arena.

Dass am Ende ein Unentschieden stand, war jedoch eine Überraschung. Zumindest eine kleine. Obwohl Jan Kastel, der mit Marcel Kling das TuRa-Trainerduo bildet, nicht zu Unrecht sagte, dass „wir das Spiel hinten raus sogar gewinnen müssen“. Da fehlte den Rüdinghausern jedoch etwas die Cleverness. „Unterm Strich aber ist das Ergebnis vollkommen gerechtfertigt“, sagte Jan Kastel, der sicherlich noch das eine oder andere Mal darüber nachdenken wird, dass seine Mannschaft eine doch gute Chance verpasst hat, den Rückstand auf den Spitzenreiter auf drei Punkte zu verkürzen.

Patrick Bräuer und Tim Herbrechter sorgen für das 3:0

Etwas mehr Freude am Ergebnis hatte offensichtlich Martin Freitas. Obwohl sein Team eine 3:0- und 4:2-Führung aus der Hand gegeben hatte? „Ich kann mit diesem 4:4 wunderbar leben“, sagte der Bommeraner Trainer, ehe er zu den TuS-Handballern ging, die ihre Stadtteil-Fußballkollegen angefeuert hatten. „Es war ein tolles Spiel, und es ist nichts passiert. Wir sind weiter Tabellenführer, und ich bin mit den Jungs vollkommen zufrieden.“

Den Spitzenspiel-Modus erreichte zunächst nur ein Team, das der Gastgeber. „In der ersten halben Stunde waren wir richtig gut“, sagte Martin Freitas, während Jan Kastel festgestellt hatte, dass „wir gar keinen Zugriff zum Spiel hatten“. Fast mühelos kamen Patrick Bräuer per Kopf sowie zweimal Tim Herbrechter zu ihren Toren zur 3:0-Führung der Bommeraner, bei denen sich Sebastian Queißer nicht über eine Gelb-Rote Karte hätte beschweren können. „Wir haben die erste Halbzeit komplett aus der Hand gegeben“, sagte Jan Kastel. „Total unkonzentriert, keine Spannung. Und im Zentrum haben wir mit dem Fernglas gedeckt.“

Brian Sieweke trifft vom Elfmeterpunkt

Optimale Sichtstärke hatte dann aber Rüdinghausens Innenverteidiger Lennart Johannsen, als er ein Solo startete, das erst bei Bommerns Keeper Kevin Gensch endete. Schiedsrichter Michael Tylinski, der kleinste und wohl schwerste Mann auf dem Platz, zeigte auf den Punkt, und Brian Sieweke verkürzte für das TuRa-Team auf 1:3.

Die Rüdinghauser waren nun wacher, kamen dank Fabian Kordel nach der Pause auch schnell zum 2:3, schienen dann allerdings nach dem Bommeraner 4:2 durch Holger Schumacher schon wie die Verlierer auszusehen. Jan Kastel und Marcel Kling glaubten aber an ihr Team, feuerten es ständig an.

Julian Mangerich gleicht für TuRa zum 4:4 aus

Und es ging tatsächlich noch was: Patrik Pogledic köpfte in der 80. Minute das 3:4, und nur zwei Minuten später schoss Julian Mangerich das 4:4 – jeweils nach Vorarbeit von Kapitän Fabian Deppe. „Auch bei so einer geringen Trainingsbeteiligung ist die Truppe fit“, sagte Jan Kastel und schmunzelte.

SV Bommern 05 -
TuRa Rüdinghausen 4:4 (3:1)

Torfolge: 1:0 Patrick Bräuer (12.), 2:0, 3:0 Tim Herbrechter (16., 24.), 3:1 Brian Sieweke (36., Foulelfmeter), 3:2 Fabian Kordel (47.), 4:2 Holger Schumacher (64.), 4:3 Patrik Pogledic (80.), 4:4 Julian Mangerich (82.).

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