Damenhandball

Dritte Liga als große Chance

Für Mareike Mindt, Sophie Hugger und Annika Albus (vorne, von li.) geht es künftig ohne Handball beim Verbandsligisten ETSV Witten weiter.

Für Mareike Mindt, Sophie Hugger und Annika Albus (vorne, von li.) geht es künftig ohne Handball beim Verbandsligisten ETSV Witten weiter.

Foto: Oliver Schinkewitz

Witten.   Einen tränenreichen Abschied feierte man beim ETSV Witten von drei Spielerinnen, die den Verein nach der Saison nun verlassen werden.

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Sportlich endete die Saison für die Verbandsliga-Handballerinnen des ETSV Witten einigermaßen versöhnlich. Die Mannschaft von Trainer Stephan Hellwig schaffte vorzeitig bereits den Klassenerhalt, kann nun für eine weitere Spielzeit in der fünften Liga planen. Dennoch flossen zuletzt ein paar Tränen bei den „Eisenbahnerinnen“, denn gleich drei Spielerinnen verabschiedeten sich von ihrem Verein.

Sichtlich gerührt war auch Abteilungsleiterin Brigitte Pesch-Schabacker, als sie den drei jungen Frauen, die in der kommenden Saison nicht mehr für den ETSV am Ball sein werden, Blumensträuße zum Abschied überreichte. Zudem gab’s für Torhüterin Mareike Mindt sowie für Annika Albus (geht zu ihrem Stammverein Teutonia Riemke zurück) und Sophie Hugger (wechselt in die 3. Liga zur PSV Recklinghausen) Präsente von ihren Teamkolleginnen.

Keine Frage, dass dies auch das sportliche Trio nicht kalt ließ. Als Sophie Hugger ein paar Worte an ihre bisherigen Mitspielerinnen richtete, kullerten auch bei ihr die Tränen. „Ihr habt es mir hier wirklich leicht gemacht, mich einzuleben“, sagte die 21-Jährige, die zu den wichtigsten Stützen des Verbandsliga-Teams zählte. Dabei war die Rückraum-Allrounderin nur eine Saison lang für den ETSV Witten aktiv. Die gebürtige Hessin, die in ihrer Heimat in der Bezirksoberliga gespielt hatte, fand sich in der neuen Umgebung schnell zurecht und avancierte dank ihrer glänzenden Technik und ihrer Schnelligkeit zu den wichtigsten Akteurinnen im Aufgebot von Trainer Stephan Hellwig. Dass es die Medizin-Studentin (drittes Semester an der Uni Witten/Herdecke) nun zum Drittligisten in die Festspielstadt nach Recklinghausen zieht, sieht Hugger als große sportliche Chance. „Ich wollte immer schon in der Bundesliga spielen. Das möchte ich jetzt einfach mal versuchen“, so die Rechtshänderin.

Hugger hatte sich nach geeigneten Vereinen „in der ganzen Region umgeschaut - von der Oberliga bis zur 3. Bundesliga“. Und bei der PSV Recklinghausen hinterließ sie gleich einen guten Eindruck. „Natürlich wird das neu für mich, dort mit Harz zu spielen. Aber die Mannschaft hat einen sehr netten Eindruck auf mich gemacht“, erklärte die Studentin. Als Schiedsrichterin wird Sophie Hugger weiterhin für den ETSV aktiv bleiben - „ich versuche, immer auch etwas zurückzugeben“, erklärte sie.

Neben ihr muss Stephan Hellwig künftig auch auf Kreisläuferin Annika Albus verzichten, zudem wird Linkshänderin Eva Schmidtmann deutlich kürzer treten, will quasi nur noch im Notfall einspringen. Mit Jessica Krawinkel (Teut. Riemke II), Rabea Lichte (Menden), Katharina Scheibelhut und Paulina Jasinska (eigene „Zweite“) hat der ETSV bislang schon vier Neue für die nächste Serie im Kader.

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