JUDO

DM-Silber für Sarah Mäkelburg

Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft: Sarah Mäkelburg (li.).

Foto: Tanja Schneider

Silbermedaille bei der Deutschen Meisterschaft: Sarah Mäkelburg (li.). Foto: Tanja Schneider

Stuttgart.   Mit dem zweiten Platz kehrt Sarah Mäkelburg (SU Annen) von der Judo-DM zurück. Andreas Altergott und Jens Malewany werden jeweils Fünfte.

Ein erfolgreiches Wochenende haben die Judoka der Sport-Union Annen hinter sich. Bei der Deutschen Meisterschaft in Stuttgart ragte vor allem Nationalkader-Kämpferin Sarah Mäkelburg heraus, die ihre erste Medaille bei nationalen Titelkämpfen der Damen gewann. In der Klasse bis 70 Kilogramm erreichte sie das Finale, verlor erst dort gegen Giovanna Scoccimarro (Vorsfelde).

„Mit unserer Bilanz können wir mehr als zufrieden sein“, erklärte SUA-Trainer Stefan Oldenburg. Silber für Sarah Mäkelburg, dazu Bronze für Annens Liga-Starter Leon Philipp (-66 kg) sowie fünfte Plätze für Neuzugang Martin Garic (+100 kg), Jens Malewany (-60 kg) und Andreas Altergott (-81 kg) - diese Ausbeute konnte sich sehen lassen. Auch ein siebter Platz für Teamstarter Maurice Püchel (-73 kg) sowie Rang neun für Youngster Jonas Schreiber im Schwergewicht (+100 kg) waren beachtliche Resultate.

In eindrucksvoller Form präsentierte sich am Sonntag Annens Eigengewächs Sarah Mäkelburg. Die 20-Jährige, die sich vor kurzem noch im österreichischen Trainingslager in Mittersill auf die DM vorbereitet hatte, marschierte mühelos durch die ersten Runden, gewann nach einem Freilos zu Beginn dreimal ohne Probleme. Dann ging es im Halbfinale der 70-kg-Konkurrenz gegen die Potsdamerin Marlene Galandi, gegen die Mäkelburg kurz vor Ablauf der vierminütigen Kampfzeit eine große Wertung (Waza-ari) erzielte, damit das Duell gewann. Auch im Finale gegen U 21-Weltmeisterin Giovanna Scoccimarro war die Wittenerin „vom Gefühl her 90 Sekunden lang überlegen“, so Oldenburg, dann allerdings erlaubte sie sich eine Unachtsamkeit, die die Vize-Europameisterin gleich zur entscheidenden Wertung nutzte.

Knapp vorbeigerauscht an einer Medaille war am Samstag Jens Malewany, der in der 60-kg-Klasse gleich in seinem zweiten Kampf trotz starker Leistung gegen den späteren DM-Titelträger Lukas Klemm (Sindelfingen) unterlag. In der Trostrunde aber räumte der 21-jährige Herner so richtig auf, gewann dreimal in Folge und musste dann gegen seinen Ex-Teamkollegen Moritz Plafky ‘ran. „Ärgerlich, dieses Los, aber Moritz war nicht zu schlagen“, so Stefan Oldenburg. Dennoch: Rang fünf war das bislang beste DM-Resultat für Malewany, dessen Zwillingsbruder Tim in der 66-kg-Klasse gleich zu Beginn ausschied. Clubkollege Nicki Graczyk gewann zwei Kämpfe, verlor aber auch deren zwei und verabschiedete sich vorzeitig.

Anders Andreas Altergott (-81 kg), der drei Kämpfe für sich entschied, dann im Halbfinale gegen den späteren Sieger Dominic Ressel unterlag. Im Kampf um Rang drei verlor er zudem im „Golden Score“ gegen Finn Seger (Heidelberg), überraschte dennoch als sehr guter Fünfter. Eine ebenso eindrucksvolle Leistung zeigte der erst 17-jährige Jonas Schreiber (+100 kg), der unglücklich sein Viertelfinale gegen Benny Bouizgarne verlor und schließlich auf dem neunten Platz landete.

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