Marathon

Die Serie von Uli Sauer hält

Den London-Marathon bezeichnet Uli Sauer (re.) als seine Lieblingsveranstaltung. Zum 18. Mal war er am Sonntag dabei.

Foto: Oliver Schinkewitz

Den London-Marathon bezeichnet Uli Sauer (re.) als seine Lieblingsveranstaltung. Zum 18. Mal war er am Sonntag dabei. Foto: Oliver Schinkewitz

Witten.   Wittener Läufer lief in London schon zum 18. Mal über die Ziellinie. Über seine Endzeit hüllt er aber lieber den Mantel des Schweigens.

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Der London-Marathon ist die absolute Lieblingsveranstaltung des Wittener Läufers Uli Sauer. Am Sonntag war er bereits zum 18. Mal dabei. Er benötigte allerdings deutlich länger ins Ziel als der Kenianer Daniel Wanjiru, der in 2:05:48 zum Sieg lief.

Wie schnell Uli Sauer genau war, das vermag er nicht zu sagen. „Meine Zeit ist so schlecht, dass ich sie nicht verraten möchte. Ich war noch nie so langsam, tröste mich aber damit, dass ich auch noch nie so alt war“, so der Wittener Athlet. Er war einer von rund 40 000 Menschen, welche den London-Marathon zu einer der größten Sportveranstaltungen der Welt machen.

Bei so vielen Teilnehmern liegt der Gedanke nahe, dass man in der Masse unter geht. „Dieses Gefühl hatte ich überhaupt nicht“, sagt Sauer, der sich am Montagabend auf den Heimweg machte. „Nirgendwo sonst stehen so viele Zuschauer am Straßenrand und feuern jeden einzelnen Läufer an – egal wie schnell oder langsam er ist.“ Für die Sportler auf der Strecke ist das ein besonderer Ansporn. Insbesondere dann, wenn die Luft allmählich weniger wird und die Beine schwer werden.

Sauer selbst benötigte diesmal auch etwas mehr Motivation als sonst. Die Vorbereitung verlief eher durchwachsen, weil er zwischenzeitlich krank war. Dass es deshalb nicht seine allerbeste Marathonzeit werden würde, hatte der Wittener erwartet. „Aber die Serie hat gehalten. Ich bin zum 18. Mal ins Ziel gekommen.“

Weltrekord im Frauenrennen

Die Bedingungen waren offenbar gut. Immerhin war das Frauen-Rennen das schnellste aller Zeiten. Die Kenianerin Mary Keitany lief in 2:17:01 Stunden zum Weltrekord und auch die Zweitplatzierte Äthiopierin Tirunesh Dibaba (2:17:56) blieb noch unter 2:18 Stunden. „Das war ein sensationelles Rennen“, befand Sauer.

Für den Großteil der Läufer ist die Zeit jedoch zweitrangig. Der London-Marathon ist vor allem auch ein Charity-Lauf, in dessen Rahmen Spenden gesammelt werden. 60 Millionen Pfund sind in diesem Jahr für den guten Zweck zusammengekommen, berichtet Sauer. Trotz der wenig zufriedenstellenden Zeit genoss er auch seinen 18. Auftritt in der Metropole im Vereinigten Königreich.

Nicht zuletzt die Strecke hat es ihm angetan, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. „Höhepunkt ist der Weg über die Tower Bridge. Da stehen die meisten Zuschauer und machen Stimmung“, so Sauer. Zudem sei es gut angekommen, dass die Königsfamilie in diesem Jahr sehr präsent war. Sie gaben nicht nur den Startschuss, sondern empfingen auch einige Läufer im Ziel.

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