Handball

Die besten Talente wirbeln im Wittener Sportzentrum

Die weibliche C-Jugend vom TuS Bommern (grüne Trikots) – hier im Spiel gegen den späteren Turniersieger Teutonia Riemke – verkaufte sich als Kreisligist teuer und belegte Rang vier.

Die weibliche C-Jugend vom TuS Bommern (grüne Trikots) – hier im Spiel gegen den späteren Turniersieger Teutonia Riemke – verkaufte sich als Kreisligist teuer und belegte Rang vier.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

800 Zuschauer sehen beim TuS Bommern an zwei Tagen vier hochklassige Turniere. Müller-Sieben spielt gegen Bundesliga-Nachwuchs stark.

Witten. Die Teilnehmerfelder hatten im Vorfeld hochkarätigen Handball versprochen – und die rund 800 Zuschauer sollten an zwei Tagen im Sportzentrum des TuS Bommern nicht enttäuscht werden. Die 1. Wittener Handballtage gerieten zu einem vollen Erfolg, zumal sich die Teams des Ausrichters gegen starke Konkurrenz achtbar aus der Affäre zogen und keineswegs nur Kanonenfutter waren.

„Keine unserer Mannschaften ist auf dem letzten Platz gelandet und ich glaube, alle Bommeraner Trainer waren mit den Leistungen ihrer Teams zufrieden“, resümierte Bommerns Jugendleiter Stefan Westphal. Er hatte die Veranstaltung ins Leben gerufen und freute sich nach zwei anstrengenden Tagen über viel positive Resonanz: „Wir haben von allen Seiten Komplimente bekommen und es ist alles perfekt gelaufen“, so Westphal.

Minden dreht im Endspurt auf

Besonders gespannt sein durfte man auf das Turnier der männlichen C-Jugendlichen. Der von Uli Müller trainierte frisch gebackene Oberligist war ausnahmsweise mal nicht Favorit, wollte aber unbedingt zeigen, dass man auch gegen so Mannschaften wie GWD Minden, JSG HLZ Ahlen oder TUSEM Essen durchaus mithalten kann. Und das gelang den TuS-Talenten schließlich auch, wenngleich man in der Endabrechnung nicht über Rang fünf hinaus kam.

Gegen Minden führte die Müller-Sieben bereits mit 9:7, ehe der Bundesliga-Nachwuchs die Partie im Endspurt noch drehte – 7:12 hieß es am Ende. Auch gegen Ahlen setzte es eine Niederlage, gegen TUSEM Essen und Teutonia Riemke holte man jeweils ein Unentschieden. Den einzigen Sieg gab es gegen ETB SW Essen. Alle Spielen verliefen eng und hätten auch zu Gunsten der Bommeraner ausfallen können. „Wir haben gegen die besten Mannschaften aus der Region gespielt und waren auf Augenhöhe. Das ist eine positive Erkenntnis“, resümierte Uli Müller. „Die Art und Weise zeigt uns, dass wir in der Oberliga mithalten können“, so der TuS-Coach. Am Ende gewann Minden das Turnier vor Ahlen und Riemke.

Kreisligist verkauft sich stark

Der erfahrene Müller hatte großen Spaß an den Turnieren, die sein Verein organisierte: „Wir haben da schon richtig guten Handballsport geboten bekommen. Ich kann mir vorstellen, dass die Veranstaltung Zukunft hat.“ Zukunft dürfte auch die von Stefan Westphal trainierte weibliche C-Jugend vom TuS Bommern haben, die beim Sieg des starken Oberligisten Teutonia Riemke immerhin Vierter wurde. „Wir haben uns als Kreisligist sehr gut verkauft“, so Westphal. Die männliche D-Jugend wurde Dritter und die weibliche D-Jugend Vierter. Die Siege gingen hier an den TuS Opladen sowie an Borussia Dortmund. „Das Turnier wird definitiv wiederholt“, resümierte Westphal.

Am kommenden Wochenende geht es für acht Bommeraner Jugendteams aber zunächst bei den Lübecker Handball-Days weiter. Mehr als 5000 Jugendliche aus 380 Teams und zwölf Nationen spielen beim zweitgrößten Handballturnier der Welt um den Sieg.

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