LAUFSPORT

Denkwürdiger Lauf zwischen den Meeren

Eindrücke, die unvergesslich bleiben: Vor der famosen Kulisse des Tafelberges ging es für die rund 10.000 Läufer von einem Ozean zum nächsten.

Eindrücke, die unvergesslich bleiben: Vor der famosen Kulisse des Tafelberges ging es für die rund 10.000 Läufer von einem Ozean zum nächsten.

Foto: Conny Dauben

Kapstadt (SAF).   An der 50. Auflage des „Two-Oceans-Marathon“ in Südafrika nimmt auch Extremsportlerin Conny Dauben (PV-Triathlon) in bemerkenswerter Zeit teil.

Mit 08/15-Laufveranstaltungen muss Conny Dauben niemand kommen. Es sind die eindrucksvollen Großveranstaltungen weltweit, die auf die Extremsportlerin des PV-Triathlon seit geraumer Zeit einen solchen Reiz ausüben. Vor wenigen Wochen brachte sie erst den 90 Kilometer langen Wasa-Lauf in Schweden auf Skiern hinter sich, jetzt stellte sie sich dem sportlichen Abenteuer beim legendären „Two-Oceans-Marathon“ in Südafrika. Gegensätzlicher konnten die Wettbewerbe wohl kaum sein.

Der Höhepunkt des 56 Kilometer langen Ultralaufes war der Abschnitt an der Küstenstraße am Chapman’s Peak mit teils spektakulären Ausblicken. Das Ziel lag auf dem Campus der Universität von Kapstadt am Fuße des Tafelberges. Zum 50. Mal schon wurde dieser Ultralauf angeboten - Conny Dauben (43) hatte sich für ihren Start also sogar eine Jubiläumsveranstaltung ausgesucht.

Fantastische Ausblicke auf den Atlantik

Schon der Start sprach die PV-Starterin besonders an: Nachdem Südafrikas Nationalhymne verklungen war, folgte der traditionelle Ruf des Fischers auf einer Muschel – Gänsehautfeeling pur. Danach entlud sich zwar der Himmel mit einem heftigen Regenguss, der guten Stimmung unter den Läufern aber konnte er nichts anhaben. Beim ersten Morgenlicht ging es zunächst an den Indischen Ozean, um schließlich auf der weltberühmten Küstenstraße - belohnt durch fantastische Ausblicke auf den Atlantik - wieder der Hauptstadt Südafrikas entgegenzustreben.

„Ich hatte mir für diesen Lauf kein Zeitlimit gesetzt, ich wollte ihn genießen und so viele Fotos wie möglich machen. Kapstadt und der Tafelberg, das Kap der Guten Hoffnung, der Chapman’s Peak Drive und die schönsten Weingüter waren die Traumziele, die ich in mich hineinsaugte“, berichtet die Hattingerin begeistert. Bei so viel Adrenalinausschüttung lief Conny Dauben die 56 km (samt 850 Höhenmetern) nahezu wie im Rausch, bis sie schließlich wie alle anderen, rund 10.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt von vielen Zuschauern ins Ziel geklatscht wurde. „Mit 5:14 Stunden lief ich eine Zeit, die mich doch überraschte, denn so schnell wollte ich gar nicht laufen. So konnte ich eine Bronze-Medaille entgegennehmen, die für Läufer gedacht ist, die unter sechs Stunden bleiben.“ Die meisten Teilnehmer bekommen in Südafrika übrigens eine blaue Medaille, wenn sie sieben Stunden und länger brauchen.

Nach einem kräftigen Abendessen freute sich PVT-Läuferin Conny Dauben dann darauf, sich an den noch verbleibenden Tagen bis zum Heimflug noch einige Sehenswürdigkeiten, vor allen Dingen auch den Tafelberg, anzusehen.

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