Fußball

Dank Üstündag: „Junglöwen“ gelingt Revanche

Die Kicker vom FSV Witten 07/32 ragen die Fäuste in die Luft. Durch den 1:0-Sieg im Finale gegen den Rivalen TuS Stockum sicherte sich die Mannschaft von Trainer Sascha Gerland (hinten links) den Stadtmeistertitel.

Die Kicker vom FSV Witten 07/32 ragen die Fäuste in die Luft. Durch den 1:0-Sieg im Finale gegen den Rivalen TuS Stockum sicherte sich die Mannschaft von Trainer Sascha Gerland (hinten links) den Stadtmeistertitel.

Foto: Manfred Sander

Witten.   D-Jugend vom FSV Witten besiegt uS Stockum im Finale mit 1:0 und wird Stadtmeister. TuS Heven wird nach Sieg gegen die FSV-Reserve Dritter.

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Montagabend, 19.20 Uhr – das ist eigentlich nicht die Zeit, zu der Wittens Stadtmeister im Jugendfußball gekürt werden. Die D-Junioren machten da in diesem Jahr eine Ausnahme, weil am Wochenende fleißig für das Drachenbootrennen der Schüler trainiert wurde. Für den FSV Witten 07/32 hat sich das lange Warten gelohnt. Die „Junglöwen“ setzten sich im Finale mit 1:0 gegen den Ligarivalen TuS Stockum durch. Den goldenen Treffer erzielte Emin-Talha Üstündag.

„Das war die Revanche für die 0:3-Niederlage am letzten Spieltag. Die war nämlich schon unverdient“, freute sich FSV-Trainer Sascha Gerland. In der Kreisliga A behielten die Stockumer in der vergangenen Saison zumindest vom Ergebnis her zweimal klar die Oberhand, siegten mit 3:0 und 6:1. Als Dritter in der Endabrechnung landete Stockum obendrein in der Tabelle klar vor dem FSV (9.). Und: Der Titel in der Halle ging ebenfalls an den TuS. „Wir können uns deshalb trotzdem darüber freuen, eine sehr gute Saison gespielt zu haben“, resümierte Stockums Trainer Christian Demtröder. Bloß: Dieses letzte Spiel gegen den FSV hätte man gerne auch noch gewonnen. Dann wäre es wohl die perfekte Saison für die Demtröder-Elf gewesen.

Allerdings befand der Stockumer Coach, dass seine Mannschaft in diesem Turnier nicht die beste Leistung gezeigt habe. An den Ergebnissen konnte man das nicht ablesen. Ohne Gegentor und als Gruppensieger qualifizierten sich der Hallenstadtmeister für die Zwischenrunde. Auch da ließ man hinten nichts anbrennen: Ein torloses Remis gegen den TuS Heven und ein 1:0-Erfolg gegen den SV Bommern 05 II bedeuteten den Einzug ins Halbfinale. Der FSV Witten gewann den Zweikampf in der Vorrunde gegen den TuS Heven aufgrund des besseren Torverhältnisses und zog ebenfalls als Gruppensieger in die Zwischenrunde ein. Hier ließ man – genau wie die eigene Reserve – dem VfB Annen 19 das Nachsehen. Heven folgte dem TuS Stockum ins Halbfinale.

Hier waren die Haldenweg-Kicker gegen den späteren Titelträger ohne Chance. Mit 4:1 fegte der FSV die Hevener vom Feld und sorgte dabei früh für klare Verhältnisse. Der TuS Stockum indes wäre beinahe über die FSV-Reserve gestolpert. Nach 15 torlosen Minuten musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen – und hier hatte die zweite Garde der Wittener das Nachsehen. Somit kam es zum erwarteten Finale zwischen dem TuS Stockum und dem FSV Witten. Bevor es um den Titel ging, sicherte sich der TuS Heven im Spiel um Platz drei gegen den FSV Witten II mit einem verdienten 1:0-Erfolg die Bronzemedaille.

Dann ging es um den Titel, was beiden Mannschaften von Beginn an anzusehen war. Sowohl Stockum als auch der FSV gingen intensiv in die Zweikämpfe. Zwar blieb das spielerische Element zum Teil auf der Strecke. Der Spannung tat das aber keinen Abbruch. Nur vier Minuten waren gespielt, da brachte Emin-Talha Üstündag die „Junglöwen“ in Führung. Er schloss eine sehenswerte Kombination erfolgreich ab. „Die kurze Spielzeit sorgt für viel Hektik und wenn du auch noch in Rückstand gerätst, wird es schwer“, meinte TuS-Trainer Demtröder zum einzigen Turniergegentreffer.

Sein Team versuchte es in der Folge fast ausschließlich mit langen Mitteln und wurde nur durch einen direkten Freistoß von Max Demtröder noch einmal gefährlich. Der FSV Witten rettete somit den Vorsprung verdient über die Zeit. „Das war eine starke Leistung von uns. Mich macht vor allem stolz, wie gut wir verteidigt haben“, meinte FSV-Coach Sascha Gerland.

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