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„Casil“ erlaubt sich keine Fehler

Mit ihrem fünfjährigen Wallach „Casil“ belegte Carina Baudach beim Turnier in der Wiener Neustadt einen sehr guten dritten Platz im Finale.

Mit ihrem fünfjährigen Wallach „Casil“ belegte Carina Baudach beim Turnier in der Wiener Neustadt einen sehr guten dritten Platz im Finale.

Foto: Mariann Marko

Witten.   Springreiterin Carina Baudach sammelt auf ihren jungen Pferden bei internationalem Turnier hervorragende Platzierungen.

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden - auch im Reitsport eine durchaus willkommene Option. Zum ersten Mal nahm Carina Baudach mit ihren jungen Pferden an der „Youngster League“ in der Wiener Neustadt teil. Und das durchaus erfolgreich: Mit einem ihrer hochveranlagten Vierbeiner belegte sie in Österreich einen Treppchenplatz.

Eine Reiterkollegin hatte vor geraumer Zeit ein wenig Werbung gemacht für diesen mehrwöchigen internationalen Wettbewerb unweit der Hauptstadt der Alpenrepublik. Ein starkes Teilnehmerfeld ging in der schmucken „Lake Arena“ an den Start - darunter auch Aktive aus der Ukraine, der Slowakei, Italien, Russland oder sogar aus dem Iran. Immerhin: Das Gesamt-Preisgeld belief sich auf stattliche 216.800 Euro.

Für Carina Baudach ging es in erster Linie darum, ihrem Pferde-Nachwuchs Startmöglichkeiten auf gehobenem Niveau zu verschaffen. „Die Pferde haben dort eine ganze Menge gelernt. Immerhin ist der Parcours dort deutlich länger als bei unseren üblichen Wettbewerben. In Wien waren es jeweils bis zu fünf Sprünge pro Umlauf mehr“, so die Wittenerin. Mit ihrem fünfjährigen Wallach „Casil“ blieb sie in allen Wettbewerben ohne Fehler, belegte in der Finalprüfung einen sehr guten dritten Platz. Die Prüfung hatte M-Niveau, die Hindernisse waren bis zu 120 Zentimeter hoch. Am Ende lagen nur Amelie Ottens (Deutschland) und die Österreicherin Lisa Maria Rudigier wenige Zehntelsekunden vor Baudach und „Casil“.

„Nijinsky“ patzt erst im Stechen

Die Wettbewerbe für bis zu sechsjährige Springpferde bestritt die für den RV Waltrop startende Amazone mit ihrem Wallach „Nijinsky“, der im Finale einen guten sechsten Rang belegte, und mit der Stute „Nascari“, die auf Platz zwölf landete. Hier waren Hindernisse von maximal 130 Zentimeter Höhe zu bewältigen, „Nijinsky“ erlaubte sich im Stechen seinen einzigen Fehler, zeigte ansonsten eine rundum gute Leistung. „Ohne den Fehler wäre auch da ein dritter Platz machbar gewesen“, so Carina Baudach. Nach dem ersten Teil dieser Sommer-Wettbewerbe in der Wiener Neustadt liegt die Wittenerin sogar auf Rang eins des Zwischenklassements der „Youngster League“. Würde sie vom 14. bis zum 26. August auch den zweiten Teil der Wettbewerbe bestreiten, hätte sie sogar die Chance, das als Hauptpreis ausgelobte Auto zu gewinnen. „Leider passt das aber zeitlich nicht in meine Planung.“

Dennoch: Im kommenden Jahr möchte Carina Baudach erneut an dieser Großveranstaltung teilnehmen. „Ich habe das ja mit meinem Freund zusammen auch als Urlaub genutzt. Wir haben uns ein wenig was in Wien angeschaut, waren öfter schwimmen“, so die Reitsportlerin. Übernachtet wurde teils im Pferdetransporter - „der hat auch eine ganz nette Wohnkabine.“

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