Springreiten Weltmeisterschaft

Carina Baudachs Höhenflug auf Nascari

Mit Nascari hat sich die Wittenerin Carina Baudach beim Bundeschampionat in Warendorf  für die Weltmeisterschaft in Belgien qualifiziert. Foto:Nadine Nehm

Mit Nascari hat sich die Wittenerin Carina Baudach beim Bundeschampionat in Warendorf für die Weltmeisterschaft in Belgien qualifiziert. Foto:Nadine Nehm

Witten.   Die Wittenerin Carina Baudach startet am Donnerstag und Freitag mit der sechsjährigen Stute Nascari bei der Weltmeisterschaft im Springreiten.

Dienstagnachmittag waren die Vorbereitungen vor der Abfahrt nach Lanaken so gut wie abgeschlossen. Nur noch Kleinigkeiten musste Carina Baudach erledigen: das Sattelzeug putzen, Futter einladen, den Lkw betanken. Am Mittwochmorgen dann hat sich Carina Baudach auf den Weg gemacht Richtung Belgien. Dort startet die Wittenerin ab Donnerstag mit ihrem Pferd Nascari bei den Weltmeisterschaften im Springreiten für junge Pferde.

48 Nationen mit 436 Reitern und 704 Pferden haben sich für die WM in Lanaken qualifiziert. Baudach und Nascari messen sich dort mit etwa 200 anderen Pferden, weniger als ein Viertel davon schaffen aber nur den Sprung ins Finale am kommenden Sonntag. „In beiden Prüfungen müssen wir schnell und gut sein. Wir geben alles, das ist das Ziel. Aber Fehler passieren leider schnell“, sagt Baudach.

Nascari leistet sich im Finale einen Abwurf

Die Wittenerin geht dennoch zuversichtlich am Donnerstag und Freitag in Belgien an den Start. Die 27-Jährige und ihre sechsjährige Holsteiner Stute scheinen nämlich in guter Form zu sein. Baudach und Nascari starteten in der vergangenen Woche beim Bundeschampionat in Warendorf – am Ende stand für das Duo des RV Waltrop die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Im 118 starken Teilnehmerfeld schaffte es Baudach auf Nascari bis ins Finale. Zuvor belegte sie in den beiden Wertungsprüfungen die Plätze zwölf und fünf. „Das war schon ganz gut. Mit den Leistungen bin ich zufrieden“, bilanzierte Baudach. Im Finale allerdings leistete sich Nascari einen Abwurf – zuviel in einem stark besetzten Finale, um ganz vorne zu landen. „Eine Medaille wäre schöner gewesen. Aber Pferde sind halt keine Maschinen“, sagt Baudach. „Es war ein anspruchsvolles Finale mit guten Reitern. Mit einem Fehler landet man schon ziemlich weit hinten.“ Für Baudach und Nascari beudetete das Rang 28, aber eben auch die WM-Teilnahme.

Aber nicht nur mit Nascari ist Baudach in Warendorf angetreten. Auch mit Nijinsky und Casil ging Baudach an den Start. Mit unterschiedlichen Ergebnissen. Mit Nijinsky, einem sechsjährigen Holsteiner Wallach, landete die Wittenerin auf Platz 22 – allerdings im kleinen Finale, einer Zwei-Phasen-Springprüfung.

Casil-Verkauf nach guten Vorstellungen

Besser lief es allerdings mit Casil. Der fünfjährige Hannoveraner Wallach platzierte sich in den beiden Qualifikationen der Springpferdeprüfung Klasse L für fünfjährige Pferde auf den Rängen 8 und 6 – und hat sich souverän für das Finale qualifiziert. Doch im Finale ist er nicht gestartet. „Casil ist kurzfristig verkauft worden“, erklärt Carina Baudach. Denn ein Bundeschampionat ist immer auch eine Art Pferdemarkt. „Dort schauen sich viele pferdebegeisterte Menschen um und suchen junge, gute Pferde“, sagt Baudach. Als Fohlen hat die Wittenerin Casil gekauft und ausgebildet. Mit Erfolg.

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