FUSSBALL

Beim Türkischen SV knallen die Korken

Aufstieg perfekt: Der Türkische SV spielt in der kommenden Saison in der A-Kreisliga.

Foto: Jürgen Theobald

Aufstieg perfekt: Der Türkische SV spielt in der kommenden Saison in der A-Kreisliga. Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Der Türkische SV hat den Aufstieg in die A-Kreisliga geschafft. Mit 6:2 gewann das Team von Trainer Kerem Kalan gegen RW Stiepel III.

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Türkischer SV -
RW Stiepel III 2:6 (1:3)

TSV: Yasar; Berndl, Cifci, Kirdar, Bagcik, Kalan, Kücük, Gülsever, Ünlü, Karagöz, Kurt.
Schiedsrichter: Frank Drexelius (Witten).
Zuschauer: 400.
Torfolge: 1:0 Kalan (13.), 2:0 Gülsever (16.), 3:0 Kurt (25.), 3:1 Hagen (38., Foulelfmeter), 4:1 Gülsever (59.), 5:1 Tekin (65.), 5:2 Shahpasand (77., Foulelfmeter), 6:2 Gülsever (81.).
Rote Karte: Bagcik (42., TSV) wegen Notbremse.

Die ganz große Spannung zum Schluss war weg - dafür hatte die beste Mannschaft in dieser Vierer-Aufstiegsrunde schon zu früh die Weichen gestellt. Als Schiedsrichter Frank Drexelius gegen 17.52 Uhr in seine Pfeife blies, gab’s beim Türkischen SV kein Halten mehr. Längst hatten sich die Ersatzspieler ihre rot-weißen Aufsteiger-T-Shirts übergestreift, feierten ausgelassen mit ihren Kollegen. 90 Minuten lang war das Team von Spielertrainer Kerem Kalan gegen RW Stiepel III klar überlegen, gewann hochverdient mit 6:2 (3:1) und spielt künftig wieder in der A-Kreisliga.

„Der TSV ist wieder da“, lautete der Schriftzug auf den in optimistischer Voraussicht organisierten Leibchen - und wenn es nach den Verantwortlichen des Vereins geht, dann soll der jetzige Triumph noch längst nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Wir haben uns vorgenommen, hier richtig was aufzubauen - auch langfristig“, so Spielertrainer Kerem Kalan nach dem Schlusspfiff. Seinen eiligsten Sprint legte er dann aufs künstliche Grün des Husemannplatzes, denn seine Spieler waren natürlich scharf darauf, ihrem Coach eine gebührende Sektdusche zu verpassen. „Ein Mix aus Bier, Wasser und Sekt - egal“, meinte der 26-Jährige launig, als er beim Gespräch dann mal kurz an seinen triefend nassen Sachen schnupperte.

„Unser Plan ist heute gegen Stiepel voll aufgegangen“, so Kalan. Sein Team war bestens eingestellt auf die Bochumer, hatte auf den Flügen blitzschnelle Leute, die der Spielertrainer selbst aus der Zentrale immer wieder mit weiten Pässen hinter die Gäste-Abwehr fütterte. „Mit diesen Bällen wollten wir sie treffen“, so der Ex-Profi. Schon nach sechs Minuten traf Muhammad Kurt aus der Distanz das Lattenkreuz, kurz darauf verfehlte Serkan Gülsever das Ziel (10.). Drei Minuten später war es dann aber soweit: Kalan selbst traf mit einem herrlichen Schuss aus der Drehung - 1:0 (13.). Das wirkte wie eine Befreiung für den TSV, der fleißig nachlegte: Gülsever mit einem herrlichen Schlenzer (16.) und Kurt nach Pass von Celil Kirdar besorgten das 3:0 (25.). Beinahe schon die Vorentscheidung, doch ein Foul von Fatih Cifci schenkte Stiepel einen Strafstoß, den die Bochumer zum ersten Treffer nutzten (38.). Wenig später stand der TSV sogar nur noch zu zehnt da - Kaan Bagcik griff etwas unbeholfen zur Notbremse (42.).

Doch trotz der Unterzahl blieben die Wittener nahezu jederzeit Herr der Lage. Serkan Gülsevers zweites Tor (59.) sowie ein von Kalan eingeleiteter schulmäßiger Konter, den Joker Sezer Tekin locker verwandelte, sorgten für das 5:1 (65.). Vorsitzender Murat Sariboga hatte längst freudestrahlend das Handy gezückt, filmte beinahe seinen Akku leer. Stiepel traf noch ein zweites Mal per Strafstoß (77.), doch den Schlusspunkt setzte Serkan Gülsever mit seinem dritten Treffer zum 6:2-Endstand (81.). „Jetzt sind wir da, wo wir hingehören“, freut sich Kerem Kalan auf die A-Liga. „Die letzten sechs Monate waren einfach nur genial mit diesen Jungs.“

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