FUßBALL

Bei der Vogt-Elf ist noch Sand im Getriebe

Bommerns Ideengeber Michael Kraus

Bommerns Ideengeber Michael Kraus

Foto: osi

Witten.   Die A-Kreisligisten vor dem Saisonstart: DJK TuS Ruhrtal kämpft mit Personalproblemen. SV Bommern zählt zu den Aufstiegsfavoriten.

In neun Tagen stehen für die A-Kreisligisten aus der Ruhrstadt die ersten Ligapartien der neuen Spielzeit an. Wie stehen die Chancen für die sechs Wittener Vertreter? Wir blicken im ersten Teil unserer Saisonvorschau darauf, wie es für die Clubs in der Sommervorbereitung bisher lief und wagen eine Prognose für das Spieljahr 2018/19. Diesmal im Fokus: der SV Bommern 05 und die DJK TuS Ruhrtal.

SV Bommern 05

Eigentlich müsste man Bezirksliga-Absteiger SV Bommern 05 automatisch zu den Aufstiegsfavoriten rechnen. Doch so richtig schlau wird man aus den Eindrücken, die die Goltenbusch-Kicker in den letzten Wochen hinterließen, nicht. Beim Stadtwerke-Industriecup am Stausee ging ein junges SVB-Team in der Vorrunde unter, während die Stammbesetzung eine Woche später Ausrichter SV Herbede vom Kunstrasen fegte. Bei der Stadtmeisterschaft vor Wochenfrist erreichte man nach allenfalls durchwachsener Gruppenphase das Viertelfinale, wo man ganz knapp am ambitionierten Bezirksligisten TuS Heven scheiterte, aber durchaus zu überzeugen wusste.

Die Schlüsselspieler sind Trainer Martin Freitas treu geblieben. Nur der Abgang vom quirligen Julian Jakobs zu Lokalrivale DJK TuS Ruhrtal könnte schmerzen. Zumal man keinen adäquaten Ersatz verpflichten konnte. Ansonsten haben die Grün-Schwarzen um Kreativkopf Michael Kraus definitiv das spielerische Potenzial, eine sehr gute Rolle in der A-Kreisliga zu übernehmen.

Trainer Martin Freitas, der die Truppe in der Winterpause der abgelaufenen Saison übernahm, hatte nun erstmals Zeit, sich ausgiebig mit seinen Spielern vorzubereiten. Alles andere als ein Platz unter den besten drei Teams wäre wohl eine Enttäuschung.

DJK TuS Ruhrtal

Die Ergebnisse der Sommervorbereitung können sich aus Ruhrtaler Sicht sehen lassen: Dritter beim Stadtwerke-Industriecup, Zweiter bei der Stadtmeisterschaft um den „Lueg-Cup“. „Das war schon okay, ansonsten verliefen die letzten Wochen aber hundsmiserabel“, ist Trainer Jens Vogt dennoch nicht zum Lachen zumute. Es ist vor allem die personelle Situation, die dem TuS-Coach Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Mit Florian Schwarz und Philipp Busch fallen zwei Akteure noch länger aus, die „aus der Hüfte“ nicht zu ersetzen seien.

Dazu fehlten andere wichtige Spieler immer wieder urlaubsbedingt. „Die kommen jetzt zwar alle eingeflattert. Aber auf vollen Zylindern laufen die Jungs dann natürlich nicht“, so Vogt. Für den schwierigen Saisonstart beim VfB Annen wagt er daher eine zurückhaltende Prognose: „Ich habe den VfB und auch TuRa Rüdinghausen gesehen. Die sind uns definitiv voraus.“

Dabei würde man die Vogt-Elf nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr diesmal zu den ersten Aufstiegsfavoriten rechnen. Doch von der oberen Tabellenregion redet am Husemannplatz derzeit niemand, versichert der Trainer. Aufgrund der angespannten Personallage benötige man in den ersten Wochen ein wenig Glück, um den Anschluss nicht direkt zu verpassen. Gelingt das, wird der TuS aufgrund seiner Qualität aber sicher wieder ein Kandidat für oben sein.

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