BILLARD

BCC Witten peilt in neuer Saison eine Bundesliga-Medaille an

Darf nun doch die DM im November spielen: Ronny Lindemann vom Bundesligisten BCC Witten.

Darf nun doch die DM im November spielen: Ronny Lindemann vom Bundesligisten BCC Witten.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Mit zwei Auswärtspartien startet der BCC Witten in die neue Bundesliga-Saison. Ronny Lindemann erhält Startberechtigung für die DM.

Witten. Nach einem eher mittelprächtigen Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse heben die Billard-Asse des BCC Witten die Messlatte für den eigenen Erfolg nun wieder deutlich höher. „Wir wollen eine Medaille holen“, sagt Teamsprecher Ronny Lindemann, zugleich Sportlicher Leiter der Crengeldanzer. Am kommenden Wochenende (14./15. September) geht’s gleich in die Vollen mit Auswärtspartien beim BC International Berlin und beim Titelverteidiger 1. BC Magdeburg.

„Das wird eine schwierige Aufgabe für uns - aber ich denke, dass wir zumindest gegen Berlin einen Sieg einfahren können“, so die Einschätzung Lindemanns vor dem Auftakt. Die Wittener gehen allerdings nicht in optimaler Besetzung auf Reisen. „Wir haben leider keinen unserer ausländischen Spieler dabei“, so der ehemalige Deutsche Meister. Die Nummer eins der Ruhrstädter, der dänische Internationale Jacob Haack-Sörensen, ist in seiner heimischen Liga gefordert, Neuzugang Dave Christiani muss in den Niederlanden ‘ran. „Das haben wir jetzt schon mehrere Jahre so erlebt, dass wir unsere Spieler aus dem Ausland zu Beginn nicht im Team haben. Wenn du Pech hast, rennst du diesen Punkten dann ein ganzes Jahr lang hinterher“, sagt Lindemann.

Neuzugang Dave Christiani und Däne Jacob Haack-Sörensen fehlen zum Auftakt

Allerdings: Für den weiteren Saisonverlauf habe man die Planung so weit abstimmen können, dass immer entweder Christiani oder Haack-Sörensen an Bord sind. Vom Niederländer Dave Christiani, der zuletzt für Bergisch-Gladbach in der Eliteliga spielte, ehe sich der Club zurückzog, hält der Sportliche Leiter der Crengeldanzer eine Menge. „Dave kenne ich seit Jahren, wir sind gut befreundet. Seine jüngsten Ergebnisse waren beeindruckend. Ich hoffe, er kann das auch bei uns in Witten abrufen.“

Christiani kam gewissermaßen als Ersatz für den Belgier Eddy Leppens zum BCC Witten, der sich vermehrt auf der internationalen Turnierszene tummeln will - u. a. in Südkorea, wo bei Billard-Turnieren auch im Dreiband gutes Geld zu verdienen ist. „Noch ist er offiziell sogar vom Billard-Weltverband gesperrt. Dennoch haben wir ihn zumindest gemeldet. Sollte sich auf juristischen Wege etwas tun und er wieder spielen dürfen, steht die Tür für ihn bei uns immer offen“, sagt Lindemann.

Deutscher Meister 1. BC Magdeburg in Top-Besetzung

Die Partien in Berlin und Magdeburg wird der BCC Witten nun mit Ronny Lindemann, Murat Gökmen, Volker Baten und Simon Blondeel bestreiten. Gegen die Hauptstädter sind die Aussichten auf einen Sieg gar nicht mal so schlecht, denn der BC International muss noch einige Zeit auf Deutschlands Nummer eins, Martin Horn, verzichten, der sich bei einem Unfall einen Schlüsselbeinbruch zugezogen hat. „Gegen Magdeburg wird es für uns dann schon ungleich schwieriger“, weiß Lindemann. Denn die Gastgeber aus Sachsen-Anhalt fahren u. a. Weltmeister Dick Jaspers (Niederlande) und den Dänen Dion Nelin auf, sind für den BCC-Sprecher einmal mehr neben dem BC Elversberg der große Favorit auf den Titelgewinn. „Ich habe allerdings schon zweimal gegen Dick Jaspers gewonnen - warum soll mir das nicht noch ein drittes Mal gelingen“, fragt Lindemann keck.

Im Übrigen gab’s am Mittwoch gute Kunde für den Wittener: Ronny Lindemann wurde von der Deutschen Billard-Union (DBU) mitgeteilt, dass er als Nachrücker nun doch an der Deutschen Meisterschaft in Bad Wildungen (2. bis 10. November) teilnehmen darf. „Darüber freue ich mich natürlich sehr, da ich das Turnier schon voriges Jahr verpasst habe aus beruflichen Gründen“, so der 38-Jährige.

Ein stattliches Programm hat Lindemann im Herbst ohnehin vor sich. Einige Termine in der Bundesliga, dann im Oktober ein Weltcup in den Niederlanden, im Anschluss geht’s zur Deutschen Meisterschaft, dann nach Südkorea und Ägypten zu weiteren Weltcup-Turnieren. Langeweile kommt da gewiss nicht auf.

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