Witten. . VfB Annen II feiert einen 2:1-Erfolg über den BV Langendreer 07 II. Siege für Bommern II und den Portugiesischen SV.

Welch ein gelungener Wiederauftakt für die B-Kreisliga-Vertretung des VfB Annen: Daheim präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Gräber in starker Form, schlug den Bis-dato-Tabellenführer BV Langendreer 07 II mit 2:1 (2:1). Nach einem Rückstand trafen Celal Yigit Bozdurgut und Florian Runtschka für den Liga-Sechsten.

Etwas schwerer tat sich da der SV Bommern II, dem in Bochum-Kaltehardt überraschend viel abverlangt wurde. Am Ende setzten sich die hoch gehandelten Wittener aber mit 4:3 (2:2) durch. Deutlich gewann indes der Portugiesische SV gegen die Sportfreunde Schnee (6:2), während sich der Türkische SV mit einem 1:1 (1:1)-Unentschieden beim SC Werne abfinden musste.

Die Spiele im Überblick:

Portugal SV - SF Schnee 6:2 (2:1) Torfolge: 1:0 Braga Madeira (7.), 1:1 Volkmann (22.), 2:1 Braga Madeira (44.), 3:1 Bensaid (53.), 4:1 Saletovic (57.), 5:1 Braga Madeira (70.), 5:2 Suttmann (83.), 6:2 Bensaid (89.).

„So langsam klappt bei uns das, was wir im Training erarbeiten“, freute sich PSV-Coach Ertan Ilce über den torreichen Heimerfolg. Denn die „Portugiesen“ ließen den Ball gut durch ihre eigenen Reihen laufen und tauchten immer wieder dank schöner Kombinationen im Schneer Strafraum auf. Die Gäste hatten offensiv dagegen nur wenige Höhepunkte, nutzten ihre beiden Chancen immerhin eiskalt aus. Nach dem 1:0 des PSV durch Julio Filipe Braga Madeira (7.) war es Mats Volkmann, der sich in der 22. Minute drehte und von der Sechszehnerkante gekonnt zum 1:1 lupfte. Vor dem Pausepfiff gelang Braga allerdings noch Treffer Nummer zwei - und in der Folge wurde es deutlich. Obwohl Schnees Schlussmann einige Male stark reagierte, erhöhten Zakaria Bensaid (53.), Neuzugang Elvis Saletovic (57.) und Braga (70.) auf 5:1 für den PSV, ehe Christopher Suttmann auf 2:5 verkürzte (83.). Das 6:2 besorgte am Ende PSV-Goalgetter Bensaid.

TuS Kaltehardt II - SV Bommern 05 II 3:4 (2:2) Torfolge: 1:0 (24.), 1:1, 1:2 Köhn (28., 30.), 2:2 (38.), 2:3 Schröder (55.), 2:4 Müller (78.), 3:4 (81.).

Ganz anders als noch im Hinspiel hatte es Bommern II mit einer aggressiven Kaltehardter Reserve zu tun. „Die waren bissig und haben uns wirklich alles abverlangt“, wunderte sich SVB-Coach Rafael Ostrowski. So lagen die Wittener zu Beginn sogar erst mit 0:1 zurück (24.), ehe der starke Linksverteidiger Christian Köhn per Doppelschlag (28., 30.) zum 2:1 drehte. „Wir haben es dann vermissen lassen, das 3:1 zu schießen. So konnte Kaltehardt natürlich wieder zurückkommen“, monierte Ostrowski. In der 38. Minute fiel tatsächlich der Ausgleich, aber Benjamin Schröder (55.) und Daniel Müller (78.) brachten Bommern im zweiten Abschnitt erneut auf Kurs - 4:2. Dann das gleich Bild: Ein weiteres Mal verpassten es die Gäste, nachzulegen. Doch diesmal blieb es beim 3:4 für Kaltehardt, zum Ausgleich kamen die Bochumer nicht mehr.

VfB La’holz - SV Herbede III 4:1 (1:0) Torfolge: 1:0 (24., FE), 2:0 (64.), 2:1 Schwarz (67., FE), 3:1 (80.), 4:1 (88.).

Auf dem schweren Geläuf in Langendreerholz ging es für Herbedes Drittvertretung einzig über den Kampf, fußballerisch sei die Partie am Sonntag nun wirklich kein Leckerbissen gewesen, berichtete SVH-Trainer Björn Brose. Dessen Elf hatte die Partie 20 Minuten lang gut unter Kontrolle und erarbeitete sich auch die entsprechenden Abschlüsse. Als die Wittener dann etwas nachließen und nicht mehr nah genug bei ihren Gegenspielern standen, folgte sogleich der Rückstand vom Elfmeterpunkt (24.). „Das hat uns leider einen Knacks gegeben“, ärgerte sich Brose. Auch im zweiten Durchgang fing sich der SVH wieder so einen „Treffer zum falschen Zeitpunkt“: Als man die Begegnung eigentlich dominierte, schlug es nämlich zum 0:2 ein (64.). Lukas Schwarz besorgte über einen Strafstoß zwar den 1:2-Anschluss (67.), aber ein Kopfball hatte in der 80. Minute dann das 3:1 für Langendreerholz zur Folge. Obwohl Herbede auch zu diesem Zeitpunkt nicht locker ließ, fiel kurz vor Schluss noch das 1:4 (88.).

SuS Wilhelmshöhe - TuS Heven III 2:0 (2:0) Torfolge: 1:0 (27.), 2:0 (40.).

Obwohl sich Frank Röbers Hevener und der neue Spitzenreiter SuS Wilhelsmhöhe lange Zeit auf Augenhöhe duelliert hatten, stand es nach 90 Minuten 0:2 aus Sicht des Tabellenneunten. Die Hausherren schienen mit dem tiefen Aschenplatz anfangs besser zurechtzukommen, trotzdem wurde auf beiden Seiten meist nur mit langen Bällen agiert. Ärgerlich dann für Hevens „Dritte“, dass zwei Unachtsamkeiten noch in der ersten Halbzeit eine Bochumer 2:0-Führung ermöglichten. Obendrein sah Rafik Ghazouani in der 44. Minute „Gelb-Rot“. Nach einem Platzverweis gegen Wilhelsmhöhe (50.) war es um die Unterzahl immerhin wieder geschehen, aber der TuS erspielte sich bis zum Schlusspfiff schlicht zu wenige Torchancen. Da half es auch nicht, dass die Röber-Elf defensiv kaum etwas zuließ.

VfB Annen II - BV L’dreer 07 II 2:1 (2:1) Torfolge: 0:1 (6.), 1:1 Bozdurgut (15.), 2:1 Runtschka (27.).

Das lässt sich doch gut an: Gleich im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause gelang es der Reserve des VfB Annen, den Bis-dato-Tabellenführer aus Langendreer zu stürzen. „Schon aufgrund der ersten Halbzeit war das unter dem Strich verdient“, befand Trainer Andreas Gräber. Und das, obwohl die Vorbereitung des Liga-Sechsten eher durchwachsen verlaufen sei. Am Sonntag arbeitete der VfB jedenfalls gut gegen den Ball, hatte schon früh aussichtsreiche Torchancen. Nach einem „Sonntagsschuss“ der Gäste stand es zwar gleich 0:1 (6.), doch Celal Yigit Bozdurgut (15.) und Florian Runtschka (27.) machten daraus noch vor der Pause eine Wittener 2:1-Führung. „Wir hätten noch Tore nachlegen müssen, das hätte uns später mehr Ruhe gegeben“, sagte Gräber. Denn nach dem Wiederanpfiff kamen beide Mannschaften einige Male gefährlich vor die gegnerischen Tore, wobei es letztlich beim 2:1 für Annen blieb.

SC Werne 2002 - Türkischer SV 1:1 (1:1) Torfolge: 1:0 (25.), 1:1 Kirdar (30., FE).

Der Türkische SV erlebte in Werne einen kuriosen Jahresauftakt, musste sich trotz drei Platzverweisen gegen die Gastgeber mit einem 1:1-Remis abfinden. Schon nach zwei Minuten hätten die Wittener wohl in Führung gehen können, doch Celil Kirdar und Ahmet Kücük verpassten. Durch einen Kontertreffer aus abseitsverdächtiger Position geriet der TSV daraufhin in Rückstand (25.), allerdings glückte Kirdar fünf Minuten später das 1:1 „vom Punkt“. Bis zur Pause blieb es bei vielen uninspirierten Versuchen und vor allem lauten Kommentaren von der gegnerischen Seitenlinie. „Wernes Trainer hat 90 Minuten lang seine Spieler angestachelt und auf den Schiedsrichter eingeredet“, erzählte TSV-Coach David Ebner. So sei die Partie unnötig hektisch geworden. Das spiegelte sich nach dem Seitenwechsel gleich in drei Platzverweisen wider, auf Seiten der Wittener Gäste traf es Orhan Cifci (50.). Bis zum Ende der Begegnung kam dann kaum noch ein wirklicher Spielfluss auf, wobei für den TSV noch Serkan Gülsever, Fatih Cifci und Ahmet Kücük erfolgversprechende Chancen vergaben. Den Schlusspunkt markierte schließlich eine weitere Rote Karte gegen einen Werner Spieler (90.+5).

Raspo Weitmar - TuS Heven II 4:1 (1:0) Torfolge: 1:0 (27.), 2:0 (50.), 3:0 (68.), 3:1 Kluth (73.), 4:1 (82.).

Auch Hevens zweiter Mannschaft fehlte am 18. Spieltag offenbar das nötige Glück. „Ich habe mich wahnsinnig geärgert, weil wir den Gegner eigentlich im Griff hatten und ihn immer wieder durch Fehler stark gemacht haben“, haderte Trainer Manfred Knapp. Denn seinen Mannen gehörte zweifellos die Anfangsphase, in der Peter Kluth die beste Chance der Wittener liegengelassen hatte. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau fiel dann das 0:1 (27.), woraufhin Heven erst einmal konsterniert wirkte. Zu Beginn der zweiten Hälfte machte die TuS-Reserve wieder Druck, aber individuelle Fehler führten zu weiteren Gegentreffern - 0:3 (68.). Peter Kluth schoss die Hevener noch einmal auf 1:3 heran (73), danach vertändelte Seyhan Korkmaz jedoch in guter Position. Im unmittelbaren Gegenzug erhöhte Weitmar auf 1:4.