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An Pfingsten fliegen in Witten die Fäuste

Wittens Aramais Tsoryan (re.) steigt am Sonntag zwar nicht selbst in den Ring, wird seinen Vereinskameraden aber sicherlich die Daumen drücken.

Foto: Jürgen Theobald

Wittens Aramais Tsoryan (re.) steigt am Sonntag zwar nicht selbst in den Ring, wird seinen Vereinskameraden aber sicherlich die Daumen drücken. Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Wittener Boxsport 23 richtet am Sonntag Turnier in der Husemannhalle aus. Trainer Michael Dieker rechnet mit guten Ergebnissen seiner Schützlinge.

In der Fritz-Husemann-Sporthalle fliegen am Sonntag die Fäuste. Aber natürlich nur streng nach Regeln. 64 Athleten verschiedener Alters- und Gewichtsklassen steigen beim großen Pfingstboxen des Wittener Boxsport 23 in den Ring (ab 15 Uhr). Im Interview spricht Trainer Michael Dieker (53) mit WAZ-Mitarbeiter Maximilian Pleger über die Chancen seiner Schützlinge und verrät, was das Boxjahr 2018 aus Sicht der Ruhrstädter noch so alles bereithält.

Ganz schön viele Boxer geben sich in der Husemannhalle am Wochenende die Ehre. Wie genau sieht das Turnierformat aus?

Dieker: Jeder Boxer kämpft einmal. Dementsprechend gibt’s 32 Kämpfe mit 32 Siegern. Vorausgesetzt kein Duell geht Unentschieden aus. Die Schüler dürfen zuerst ‘ran, dann die Kadetten, Junioren, die Jugendlichen und schließlich die Frauen und Männer. Insgesamt habe ich über 200 Meldungen erhalten, doch mehr Kämpfe sind an einem Tag einfach nicht durchführbar.

Sie schicken als Trainer insgesamt sieben Faustkämpfer in den Ring. Wie viele Wittener Siege dürfen die Zuschauer bejubeln?

Das ist natürlich schwer zu sagen. Aber es sieht eigentlich ganz gut aus. Die Paarungen lassen zwar ausgeglichene Duelle erwarten, aber ich rechne meinen Schützlingen schon gute Chancen aus.

An wen denken Sie da speziell?

Vor allem an Tabea Frank. Sie ist zurzeit wirklich sehr gut drauf und hat die drei Boxkämpfe, die sie bis jetzt bestritten hat, alle gewonnen. Tabea macht schon länger Kampfsport und kommt aus dem Kickboxen. Dort war sie schon erfolgreich und hat sieben offizielle Kämpfe im Amateurbereich bestritten. Seit einem guten Dreivierteljahr ist sie jetzt bei uns.

Wie sieht’s bei ihrem Sohn Kevin aus? Er absolviert gegen den Münsteraner Elah Al Magahmse den Schlusskampf.

Kevins Gegner ist natürlich sehr stark. Ela Al Magahmse ist mehrfacher Westfalenmeister, Westdeutscher Meister und hat schon an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Trotzdem glaube ich, dass mein Sohn gewinnt. Er ist einfach richtig gut in Form. Auch, weil er sich gerade auf den Sporteignungstest der Deutschen Sporthochschule Köln vorbereitet. Dort will er bald studieren.

Und in sportlicher Hinsicht? Welche Veranstaltungen stehen da für Kevin in nächster Zeit an?

Natürlich die NRW-Meisterschaft. Neben Kevin haben sich dafür auch Tabea Frank und Giorgi Glunchadze qualifiziert. Momentan warten wir auf die Auslosung der Kämpfe. Die Viertelfinal-Duelle steigen am 19. Juni in Köln, die Halbfinals am 23. Juni in Gelsenkirchen Erle und am 7. Juli wird dann das Finale in Hilden ausgetragen.

Und wann wird wieder hier in Witten geboxt?

Schon im Oktober. Dann richtet der Wittener Boxsport 23 wieder das Erich-Schöppner-Gedächtnisturnier in der Husemannhalle aus. Im letzten Jahr hatten wir 19 hochkarätige Kämpfe, davon fünf mit Wittener Beteiligung. Außerdem war die Halle richtig voll und die Stimmung wirklich großartig. Ich hoffe auch diesmal kommen wieder 200 bis 250 Zuschauer.

Auftritte vor großer Kulisse sind Sie mit ihrem Club schon gewohnt. Richtig gut besucht ist ja nämlich auch immer der Drachenboot-Cup des Kanu-Clubs Witten, an dem Sie mit dem WBS 23 geschlossen teilnehmen. Auch in diesem Jahr?

Selbstverständlich. Ende Juni tauschen wir unsere Boxhandschuhe wieder gegen die Paddel ein und gehen als Vereinsboot des Wittener Boxsport 23 aufs Wasser. Das ist immer ein großer Spaß und eine willkommene Abwechslung zum Training in der Halle.

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