RINGEN

Adam Juretzko landet zehnten DM-Coup

Nicht nur 2014 bei der DM in Witten jubelte Adam Juretzko (re.), auch in Plauen war der inzwischen 45-Jährige wieder nicht zu bezwingen. Ein herausragender Abschied von der großen Bühne.

Foto: Klaus Pollkläsener

Nicht nur 2014 bei der DM in Witten jubelte Adam Juretzko (re.), auch in Plauen war der inzwischen 45-Jährige wieder nicht zu bezwingen. Ein herausragender Abschied von der großen Bühne. Foto: Klaus Pollkläsener

Plauen.   Dieser Mann ist und bleibt ein Phänomen: Adam Juretzko (45) gewann im Dress des KSV Witten in Plauen schon seinen zehnten DM-Titel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Publikum in Sachsen erhob sich anerkennend von seinen Plätzen, spendete der Ringer-Legende verdienten Beifall: Adam Juretzko erfüllte sich bei der Greco-DM in Plauen am Sonntag seinen großen persönlichen Traum und feierte zum zehnten Mal einen Titelgewinn bei einer Deutschen Meisterschaft. Und das im Dress des KSV Witten 07.

„Das muss man mit 45 Jahren erst einmal hinbekommen. Was Adam macht, ist schon beeindruckend - davor kann man nur seinen Hut ziehen“, so KSV-Trainer Sevket Karapinar, der bei den Titelkämpfen die Wittener Ringer unterstützte. Dabei war die Ausbeute nahezu optimal für die Ruhrstädter, denn nicht nur Juretzko fand sich am Ende auf dem Siegerpodest wieder, auch KSV-Neuzugang Mateusz Wolny, der in der 80-kg-Klasse die Bronze-Medaille holte, durfte zufrieden sein.

Für Adam Juretzko sollte es noch einmal ein großes Turnier werden, um würdig abtreten zu können von der ganz großen Bühne. Im ersten Kampf musste er gegen Felix Pflauger (TSV Burgebrach) auf die Zähne beißen, seine Zehenverletzung verursachte arge Schmerzen. Juretzko war davon aber nicht zu bremsen, siegte mit 5:1. Im Viertelfinale gegen Anthony Sanders (ESV München-Ost) gab der Altmeister zwar gleich eine Vierer-Wertung nach einem Konter ab, kämpfte sich dann aber souverän zurück - 8:4.

Eine ganz eindeutige Angelegenheit war das Halbfinale gegen Benedikt Rebholz (Rheinfelden). Leicht und locker siegte Juretzko technisch überlegen mit 9:0. „Als es in die Bodenlage ging, hat Adam ihn sicher beherrscht“, so Karapinar. Zudem konnte der 45-Jährige Kräfte fürs Finale am Sonntag gegen Jan Rotter (SV Triberg) schonen. Einen 0:2-Rückstand egalisierte der KSV-Routinier schnell, ging nach einer Verwarnung des erst 26-jährigen Rotter mit 4:2 in Front und legte noch einen weiteren Zähler nach, ehe sich der „Commander“ feiern lassen konnte.

Im 80-kg-Limit unterlag der Neu-Wittener Mateusz Wolny (27) zwar zu Beginn gegen den späteren Vizemeister Marius Braun (Riegelsberg) mit 1:6, doch dann folgte ein überlegenes 10:0 gegen Simon Öllinger (SC Anger) und im Bronze-Duell ein ähnlich sicheres 5:0 über Roman Berko (KG Baienfurt).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik