Fußball-Landesliga

Stückwerk reicht PSV Lackhausen zum Heimsieg

PSV-Freude über den Siegtreffer von Christopher Abel .

PSV-Freude über den Siegtreffer von Christopher Abel .

Foto: Markus Weissenfels

Wesel.   Der PSV Lackhausen bleibt in der Fußball-Landesliga in Heimspielen eine Macht. Gegen das Schlusslicht Königshardt gab es aber ein mageres 1:0.

Aus der Überlegenheit zog der PSV Lackhausen nur einmal Kapital: Als Christopher Abel eine Ecke trocken von der rechten Strafraumecke aus abschloss und für die Führung des Fußball-Landesligisten sorgte (13.). Doch dies sollte beim 1:0 (1:0) des Tabellenfünften gegen das Schlusslicht SF 1930 Königshardt auch der einzige Treffer bleiben, am Ende war es nicht mehr als ein Arbeitssieg.

„Das war nicht gut von uns“, befand dann auch PSV-Trainer Björn Assfelder nach der Partie. „Aber manchmal muss man auch nicht gut spielen, sondern gewinnen und das haben wir heute getan“, fügte der 36-Jährige noch hinzu. Auf dem nicht gerade besonders ebenen Rasen des Trainingsplatzes, auf dem die Akteure spielen mussten, da es nur dort eine Flutlichtanlage gibt, waren die Weseler wie erwartet das aktivere Team. Allerdings ohne zwingende Chancen zu kreieren.

Zwei Aluminiumtreffer der Gäste aus Königshardt

Eine Ausnahme stellte die elfte Minute dar: Nach einer Flanke von Eray Tuncel kam Nico Giese im Strafraum artistisch noch an den Ball, konnte das Leder aber nicht richtig kontrollieren. So endete die beste Möglichkeit in der ersten Hälfte, abgesehen vom Tor, neben dem rechten Pfosten. Es folgte der Treffer, bei dem die Hausherren ihre Qualität bei Standartsituationen unter Beweis stellten und Kapitän Christopher Abel auch schulbuchmäßig zu vollenden wusste. Danach stellten die Weseler ihr Bemühen nach vorne zwar nicht ein, aber aus dem Spiel heraus gelang dem PSV gerade im letzten Drittel sehr wenig. Die Passgenauigkeit fehlte und Königshardt lief auch clever an, um die spielerischen Fähigkeiten des Gastgebers zu begrenzen.

Nach der Halbzeitpause wurde Wesel passiv, schaffte es auch nicht mehr, aus der Abwehr klare Bälle in das Mittelfeld zu bringen. Immer wieder wurden Angriffe abgebrochen und der Ball nach hinten gespielt. Dies nahm solche Ausmaße an, dass Torwart Canberk Cevirgen von den schnellen Königshardtern vermehrt unter Druck gesetzt werden konnte und er den Ball teilweise in großer Not nach vorne drosch (60.). Wesel machte den Gast stark, der immer besser in die Partie fand. Besonders den schnellen Linksaußen Joel Bayram bekam der PSV selten in den Griff, allerdings entwickelte er auch kaum Gefahr.

Die beste Chance auf den Ausgleich hatten die Gäste nach einem verlängerten Kopfball. Nico Schmelt kam zum Abschluss, wobei er den linken Pfosten traf, das Spielgerät kam ihm noch mal vor die Füße und wieder war es das Aluminium, das Wesel rettete. Beim dritten Abschlussversuch von Schmelt konnte sich Cevirgen dazwischen werfen (85.). Die Schlussminuten gehörten dann nochmal den Weselern, die durch einen Freistoß von Viktor Klejonkin fast noch das schmeichelhafte 2:0 erzielt hätten, doch diesmal kam das Aluminium den Gästen entgegen (87.). „Das war heute viel Stückwerk und auch wenn wir lieber bei Tageslicht am Sonntag auf dem Hauptplatz spielen, müssen wir auch bei solchen Partien einfach mehr auf den Rasen bringen“, meinte Assfelder.

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