Segelfliegen

Dorstener gleiten zum Sieg

Asperden  Johannes Lüning, Sebastian Hater und Hendrik Berkel sind Niederrheinmeister im Segelflug. Nachwuchsarbeit ist beim LSV erfolgreichJohannes Lüning, Sebastian Hater und Hendrik Berkel sind Niederrheinmeister im Segelflug. Die Nachwuchsarbeit ist beim LSV Dorsten erfolgreich

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. Trotz des widrigen Wetters konnten die Dorstener Segelflieger im niederrheinischen Asperden bei Goch einen bemerkenswerten Erfolg erfliegen.

Die Niederrheinmeisterschaften sind das Ergebnis der Zusammenlegung zweier sehr beliebter Wettbewerbe der Segelflieger, die bislang von den Vereinen Grefrath und Asperden durchgeführt wurden. Ziel der Vereinigung dieser Wettbewerbe war es, eine größere Gruppe von Fliegern anzusprechen und so das Fliegen attraktiver zu gestalten. „Man kann die Kunst des Überland-Segelfluges am besten bei einem Wettbewerb vertiefen. Neben dem Wettkampfgedanken ist man oft mit unterschiedlichen Wetterlagen und mit täglich wechselnden Aufgaben konfrontiert“, sagt Johannes Lüning, der als Fluglehrer so einen Wettbewerb nutzt, um seine Kenntnisse zu vertiefen. So bescherte der erste Wertungstag bei starkem Wind eine kaum lösbare Aufgabe für das Feld von mehr al 40 Flugzeugen.

Thermik reichte nicht aus

Kein Teilnehmer hat die Aufgabe, die von Grefrath nach Reken und zurück führte, geschafft. Der Dorstener Duo Discus landete in Dorsten, Nico Raß musste mit der LS 8 kurz vor Dinslaken auf einem Acker landen, weil die Thermik nicht mehr ausreichte. An den folgenden zwei Wertungstagen standen dann recht anspruchsvolle Aufgaben auf dem Programm. Von Asperden aus ging es nach Stadtlohn und nach Borken Hoxfeld. Zielflugplatz war dann wieder Asperden. Auf dieser Strecke konnten sich die Dorstener durchsetzen und erflogen den Tagessieg, der das Fundament für den Gewinn der Meisterschaft lieferte. „Es war bei diesem starken Wind immer ein wenig Roulettespiel, aber wir sind rumgekommen“, so Lüning. Am Finaltag standen dann 300 Kilometer auf dem Flugplan, die den Dorstener ein Luftrennen in Form eines Dreiecks über Zwolle , Lüdinghausen und zurück nach Goch bescherte. Mit einem Platz auf dem Treppchen heimsten sich die Dorstener nach diesem Flug den Meistertitel ein.

Streckensegelflug ist die Krönung des stillen Abenteuers. Mit modernster GPS-Technik muss der Flug exakt dokumentiert werden. Per Computer werden die Daten aus dieser Blackbox, die im Segelflugzeug montiert ist, ausgewertet und mit Punkten bewertet. Wer die meisten Punkte gesammelt hat, ist der Sieger.

Mit einer Art Handicap-Formel, die von den Fliegern Index genannt wird, werden die Vor-und Nachteile der verwendeten Flugzeuge eingerechnet. Anders als in der Formel 1 gilt so die Regel, dass der Pilot, der das beste Flugzeug fliegt, besonders schnell fliegen muss um zu gewinnen, weil sein Vorteil durch Index relativiert wird. „Wir bilden unseren Nachwuchs intensiv aus, um ihm die Faszination solcher Wettbewerbsflüge zu ermöglichen“, sagt Johannes Lüning.

Mitglieder und ehemalige Mitglieder des LSV Dorsten waren schon bei Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreich. „Damit wir diese Nachwuchsarbeit finanzieren können, veranstalten wir alle zwei Jahre unseren Flugtag. In diesem Jahr ist es wieder so weit“, freut sich Lüning, der auch Mitglied im Vorstand des LSV ist. Der Termin: 31. August/1.September.

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