Fussball

Vorletzter Akt einer Club- Ära

Zum letzten Mal in der BLF-Arena im Dienst an der Trainerbank: Der zum Saisonende scheidende Coach Ralf vom Dorp.

Zum letzten Mal in der BLF-Arena im Dienst an der Trainerbank: Der zum Saisonende scheidende Coach Ralf vom Dorp.

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Oberligist SC Velbert erwartet zum Heimausklang den Meister VfB Homberg.

Velbert. Es ist alles angerichtet für einen perfekten Saisonausklang auf heimischer Anlage für den SC Velbert. Neben einer Reihe von Abschieden, unter anderem denen von Macher und Trainer Ralf vom Dorp oder Tormaschine Robin Hilger, gastiert im letzten Oberliga-Heimspiel der Saison auch noch der bereits in die Regionalliga aufgestiegene Überflieger vom VfB Homberg in der BLF-Arena (So. 15.30 Uhr).

„Der Rahmen für das letzte Heimspiel ist natürlich mehr als angemessen, da hat sich der Verein mit Sicherheit etwas überlegt. Ich bin ja nicht der Einzige, der verabschiedet wird. An meinen Abschied denke ich aber noch nicht, ich gehe mit Vorfreude in dieses Spiel, wie in jedes andere Oberliga-Spiel auch“, blickt Coach vom Dorp voraus.

Der zweimalige Aufstiegstrainer rückt zudem lieber das Sportliche in den Fokus: „Respekt an Homberg, dass sie trotz des bereits sicheren Aufstiegs die Saison zu 100 Prozent zu Ende spielen. Das wollen wir auch. Wir wollen der besten Mannschaft der Liga mit allen verfügbaren Mitteln einen Kampf liefern, damit hier auch die Zuschauer auf ihre Kosten kommen.“

Allein der Blick auf die nackten Zahlen lässt keinerlei Zweifel, dass der VfB mehr als verdient in die höchste Amateur-Spielklasse marschieren wird. 32 Spiele, 79 Punkte, 13 Vorsprung auf den Zweiten Sportfreunde Baumberg, nur eine Niederlage, 98 zu 33 Tore und damit eine Differenz von 65 – die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Homberg ist verdienter Meister
„Es macht Spaß, ihnen zuzusehen. Da ist es schon beruhigend, dass wir ohne Druck in die letzten beiden Spiele gehen können, wir spielen ja auch noch gegen Baumberg. Gegen Homberg halte ich auch einen Punkt bereits für eine Sensation und dafür muss zudem alles passen. Aber wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Jede Unkonzentriertheit dürfte bitterböse bestraft werden“, ist vom Dorp erleichtert, den Klassenerhalt vor den zwei verbleibenden Brocken schon in der Tasche zu haben. Nach dem Traumstart folgte eine schier endlose Serie ohne Erfolgserlebnisse und dann eine, von großen Personalproblemen geprägte, überragende Rückrunde, ist aber ja auch die viertbeste Mannschaft 2019 selbstbewusst geworden.

Der sensationelle Klassenerhalt ist geschafft, jetzt geht es darum, den einstelligen Tabellenplatz zu festigen – die Kirsche auf der Torte. Nun geht am Böttinger eine Ära zu Ende, das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft ist aber von vom Dorp und seinem Stab um den ebenfalls abtretenden Co-Trainer Andreas Berkenkamp bereits gelegt. Nun wartet das letzte Fußballfest auf dem Platz, der über zehn Jahre vom Dorps Zuhause war und das sich nicht nur der Trainer redlich verdient hat.

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