Fußball

TVD Velbert tut sich im Test gegen den 1. FC Wülfrath schwer

Julien Rybacki (am Ball) erzielte beide Treffer für den TVD zum ziemlich mühsamen Erfolg gegen den Nachbarn 1. FC Wülfrath

Julien Rybacki (am Ball) erzielte beide Treffer für den TVD zum ziemlich mühsamen Erfolg gegen den Nachbarn 1. FC Wülfrath

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.  Oberligist TVD Velbert gewinnt das Testspiel gegen den wackeren Landesliga-Aufsteiger glanzlos mit 2:1. Jonas Haub schwer verletzt.

„Die Höhe der Ergebnisse sind in der Testspielphase zweitrangig, die Trainer achten eher darauf, wo noch Anpassungen möglich oder nötig sind“, kommentierte Michael Kirschner, Sportlicher Leiter des TVD Velbert, den 2:1 Sieg gegen den 1. FC Wülfrath.

„Das Spiel war sicherlich kein Leckerbissen“, stellte der Funktionär fest, verwies aber gleichzeitig darauf, dass einige Stammkräfte nicht dem Aufgebot angehörten.

Billardtor führt zum Ausgleich für die Dalbecksbäumer

Zwar hatten die Dalbecksbäumer deutlich mehr Spielanteile, doch zwingende Torchancen konnten sie sich nicht erspielen. Einmal kam Florian Schikowski an der Strafraumgrenze zum Schuss, doch der FCW-Torhüter wehrte den Ball mit einer Flugeinlage ab.

So gelang den tief stehenden, kompakt verteidigenden, aber immer auf Kontermöglichkeiten lauernden Kalkstädtern noch in der Anfangsphase der Führungstreffer. Jannik Weber, der in vergangenen Hinrunde selbst noch das TVD-Trikot trug, wurde auf der rechten Seite angespielt, dribbelte Richtung Tor und traf aus 18 Metern ins lange Eck. Kurz darauf hätte Christos Karakitsos, ebenfalls ein ehemaliger Bäumer, das 2:0 erzielen können, doch er scheiterte im Duell 1:1, als er alleine auf Torhüter Max Nawrath zulief an diesem.

Nachdem Fabio Di Gaetano mit seinem Schuss und Robin Fechner per Kopf das Tor nur knapp verfehlten, war dann Julien Rybacki auf kuriose Art erfolgreich. Einen Schuss von Jonas Haub wehrte der Gästekeeper nach vorne ab. Der Ball sprang auf den Fuß von Rybacki und von dort unter die Latte und dann hinter die Linie zum 1:1. „Ein Billardtor“, meinte Kirschner.

Am Strafraum ist zumeist Endstation

Nach dem Seitenwechsel drückte der Oberligist, bei dem TVD-Trainer Marc Bach nach einer Stunde drei weitere Offensivkräfte brachte, auf den Führungstreffer, doch trotz aller Dominanz endeten die Bemühungen meist am gegnerischen Strafraum. „Da fehlten uns immer wieder die Lösungen, weil wir nicht konsequent genug waren, immer wieder einen Haken zu viel machten, den Ball zu lange hielten und daher nicht zum Abschluss kamen“, berichtete Kirschner. Und immer wieder liefen die Platzherren nach Ballverlusten in Konter und konnten sich am Ende bei ihrem Schlussmann bedanken, der drei Großchancen des Landesligaaufsteigers entschärfte und einen möglichen Rückstand verhinderte.

Den einzigen Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte Rybacki, der aus einem Gewühl heraus die Lücke fand und aus zwölf Metern für den Siegtreffer sorgte. „Letztlich haben wir sicherlich verdient gewonnen, da wir mehr Spielanteile hatten, aber diese Leistung reicht nicht für die Oberliga“, stellte Kirschner kritisch fest.

Jonas Haub schwer verletzt

Der sportliche Aspekt verlor für alle Beteiligten aber an Bedeutung, denn Jonas Haub musste mit einer schweren Kieferverletzung nach einem unglücklichen Zusammenprall im Luftkampf, an dem mehrere Akteure beteiligt waren, ins Krankenhaus eingeliefert werden.

„Das ist ganz bitter für ihn und auch für uns ein herber Verlust, nachdem er in der Vorbereitung einen ganz starken Eindruck hinterlassen hatte“, betonte der Sportliche Leiter.

TVD Velbert: Nawrath, Hollstein (60. Winterfeld), Fechner (60. Zamkiewicz), Meier, Rybacki, Yildiz, Di Gaetano (60. Heck), Anadol, Schikowski, Oberlies, Haub (44. Bleckmann). - Tore: 0:1 (13.), 1:1 Rybacki (29.), 2:1 Rybacki (66.)

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