Fußball Oberliga

TVD Velbert: Mit Schonnebeck wartet „ganz anderes Kaliber“

Das erste Heimspiel gewannen Florian Schikowski (mi.) und der TVD gegen Düsseldorf-West mit 3:1. Nun dürfte es schwerer werden.

Das erste Heimspiel gewannen Florian Schikowski (mi.) und der TVD gegen Düsseldorf-West mit 3:1. Nun dürfte es schwerer werden.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Velbert.  Die bislang schwierigste Oberliga-Aufgabe für TVD: Seit Jahren gehört Schonnebeck zu den Top-Teams der Liga, im Sommer gab es aber einen Umbruch.

Besser hätte der Start in die Saison für Fußball-Oberligist TVD Velbert kaum laufen können, denn die beiden ersten Spiele endeten jeweils mit einem 3:1-Erfolg. „Ein weiteres 3:1 würde ich natürlich gerne nehmen, aber die Null auf der Defensivseite finde ich auch nicht ganz unsexy“, sagte Trainer Marc Bach vor der Partie gegen die Spvg Schonnebeck am Sonntag um 15 Uhr in Birth.

„Zwar sind Mannschaften, die eher den unteren Tabellenregionen zugeordnet werden, zu Beginn einer Saison sehr schwer zu spielen, aber das hat die Mannschaft zweimal souverän gelöst – jetzt wartet ein ganz anderes Kaliber“, glaubt der Coach, obwohl Schonnebeck in der Sommerpause einen personellen Umbruch vollzogen hat.

TVD Velberts Gegner Schonnebeck: Essener haben ihr Team verjüngt

„Einige ältere Spieler, die vielleicht über den Zenit hinaus waren, wie die Ergebnisse der letzten beiden Jahre gezeigt haben, sind nicht mehr dabei, dafür haben sie jetzt auf jung und hungrig umgestellt“, erläutert der TVD-Coach, der die Essener bei ihrer knappen 0:1 Niederlage bei der SSVg beobachten konnte.

„Eine sehr aggressive und kompakte Truppe. Sie haben eine sehr gute Individualqualität, funktionieren aber auch schon gut als Mannschaft“, schilderte er seine Eindrücke. „Sie verfolgen nun eine ähnliche Philosophie wie wir. Ich sehe das ja bei uns, die jungen Spieler sind hoch motiviert, gut zu führen und nehmen eine gute Entwicklung“, hat Bach festgestellt.

Schonnebeck ist flexibel – TVD Velbert will die Aufstellung aber anpassen

In jedem Fall erwartet er eine äußerst schwierige Aufgabe. „Schonnebeck kann sehr flexibel mit drei oder vier Spielern in der letzten Kette agieren. Sie können mal sehr hoch verteidigen und kommen dann auch über die Lautstärke, um Unruhe reinzubringen, oder aber sie stehen sehr kompakt in der Defensive und versuchen mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen, da müssen wir auf alles vorbereitet sein“, weiß der ehemalige Profi, worauf er seine Schützlinge einstellen muss.

Hinsichtlich der Aufstellung will er sich nicht in die Karten gucken lassen. „Wir wollen es dem Gegner und dessen Trainer nicht so einfach machen“, betont er.

„Wenn wir in der Vorwoche gewonnen haben, bedeutet das noch lange nicht, dass wir wieder mit der gleichen Startelf auflaufen werden. Wir überlegen uns auch, welche Ideen der Gegner haben könnte. Brauchen wir Tempo oder Robustheit? Zudem bewerten wir auch die Trainingsleistungen der letzten Woche und lassen die einfließen“, beschreibt der TVD-Coach die Vorgehensweise des Trainerteams, das diesmal aus einem bestens gefüllten Kader auswählen kann.

Trainer Bach froh über großen Kader – und mit Lob fürs Team

Eine Alternative für die Startelf ist sicherlich Ex-Profi Björn Kluft, der schon in Cronenberg eine halbe Stunde zum Einsatz kam und direkt ein Tor erzielte.

Dass er große Auswahl hat, weiß Trainer Bach zu schätzen: „Mit 44 Spielen wird es eine brutal lange Saison. Ich habe den Eindruck, die Jungs haben das auch verstanden. Natürlich sind einige traurig, weil sie nicht zum Einsatz gekommen sind, aber auf jeder Position kann nun mal nur einer spielen. Sie zeigen dann aber die richtige Reaktion im Training, geben da Vollgas und bieten sich an. Die Truppe arbeitet als Einheit wirklich super zusammen“, lobt der 42-Jährige.

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