Fussball

TVD Velbert hat gegen Baumberg einiges gutzumachen

Einige schwache Auftritte hatten die Bäumer zuletzt hingelegt. In Niederwenigern – Szene mit Youssif El Boudihi (li.) und Kapitän Jan-Steffen Meier –  holten sie ein glückliches Remis, gegen den Stadtrivalen SC Velbert verloren sie gar mit 0:3

Einige schwache Auftritte hatten die Bäumer zuletzt hingelegt. In Niederwenigern – Szene mit Youssif El Boudihi (li.) und Kapitän Jan-Steffen Meier – holten sie ein glückliches Remis, gegen den Stadtrivalen SC Velbert verloren sie gar mit 0:3

Foto: Walter Fischer / FUNKE Foto Services

Velbert.  Oberligist TVD Velbert empfängt am Sonntag die Sportfreunde Baumberg: Ein Derbyverlierer trifft auf einen Derbygewinner.

Einiges gutzumachen hat Oberligist TVD Velbert, wenn er am Sonntag um 15 Uhr in der Grimmert-Arena die starken Sportfreunde Baumberg empfängt.

Nach der Niederlage im Ortsduell gegen den SC Velbert ist TVD-Trainer Marc Bach auch noch Tage später angefressen. „Mein Ärger ist immer noch nicht verraucht“, gibt er zu. „Die Leistung, zumal in einem Derby, war völlig indiskutabel und das haben die Jungs in der Trainingswoche verbal und auf dem Platz auch zu spüren bekommen“, berichtete er.

„Im Fußball gibt es Lob und Kritik, dem müssen die Spieler sich stellen. Wir haben schonungslos offengelegt, was passiert ist und jetzt erwarten wir eine Reaktion“, stellt der Coach der Bäumer klar.

Trainer Marc Bach übt Kritik: Haben zu viele Punkte liegen gelassen

Vier Tage vor der Derbypleite hatten seine Schützlinge beim 4:1 Sieg gegen den FSV Duisburg noch absolut überzeugt.

„Innerhalb von vier Tagen können die Jungs ja nicht das Fußballspielen verlernt haben. Also hat das mit der Einstellung zu tun und die ist Kopfsache. Wir haben gegen eine Mannschaft verloren, die von der Individualqualität her sicherlich nicht so gut besetzt ist wie wir. Einstellung schlägt Aufstellung, das hat sich hier wieder bewiesen“, erläutert der 42-Jährige noch einmal die Gründe für die nicht einkalkulierte Niederlage.

Auch sein erstes Fazit nach sechs Spielen fällt nicht positiv aus. „Wir haben gegen zwei Aufsteiger und gegen vier Mannschaften gespielt, die im letzten Jahr abgestiegen wären, wäre die Saison nicht abgebrochen worden. Da haben wir sieben Punkte liegen lassen, das ist einfach zu viel“, findet der Trainer. Und nun empfangen die Derbyverlierer in Birth einen Derbysieger der Vorwoche, denn die Sportfreunde Baumberg bezwangen am letzten Sonntag den Ortsrivalen FC Monheim mit 1:0. „Das wird eine richtig sportliche Aufgabe“, prophezeit Bach.

„Denn der Gegner hat eine sehr, sehr gute Fußballmannschaft, die individuell unfassbar gut besetzt ist“, weiß der TVD-Coach. Den erfolgreichen Torjäger Robin Hömig, der in acht Spielen schon wieder neun Treffer erzielte, bezeichnet er gar als besten Spieler der Liga.

Sportfreunde Baumberg bieten eine erstklassige Besetzung auf

Darüber hinaus muss die TVD-Defensive aber auch Oguz Ayhan im Auge behalten, der in der vergangenen Saison dem 1. FC Mönchengladbach durch 36 Tore in 22 Spielen zum Oberligaaufstieg verhalf. Mit Kosi Saka (6 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund) und Alon Abelski (kam für MSV Duisburg und Arminia Bielefeld in der Zweiten Liga zum Einsatz) haben die Baumberger erfahrene Ex-Profis in ihren Reihen.

„Bei ihnen spielen viele weitere Akteure, die schon in der Regionalliga unterwegs waren. Das ist eine sehr spielstarke Truppe. Wenn man denen die Räume und sie zocken lässt, kann das ein ganz bitterer Nachmittag werden“, weiß Bach. Dass es nach der jüngsten Enttäuschung personelle Konsequenzen geben wird, daran lässt er keine Zweifel offen. „Ich habe der Startelf aus dem Spiel gegen Duisburg auch gegen den SC wieder die Möglichkeit gegeben, sich zu beweisen, diese Chance haben sie nicht genutzt. Daher galt es nun, die Ärmel hochzukrempeln und wer am besten trainiert hat, wird auch spielen“, kündigt der Coach an.

Am Aufgebot wird sich allerdings nicht ändern, niemand hat sich neu verletzt, aber noch kommt auch niemand zurück. Justin Härtel und Jonas Haub trainieren zwar schon wieder, allerdings noch mit Einschränkungen, an einen Einsatz der beiden ist aber wohl erst nach der anstehenden „Englischen Woche“ zu denken.

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