Fussball

TVD Velbert gibt vor Spiel gegen St. Tönis Rätsel auf

Auf und ab: Vergangenen Sonntag zeigte der TVD ein tolles Spiel gegen Baumberg (hier gratuliert Alex Fagasinski dem Torschützen Ishmael Schubert-Abubakari, um am Mittwoch 0:3 in Kleve zu verlieren

Auf und ab: Vergangenen Sonntag zeigte der TVD ein tolles Spiel gegen Baumberg (hier gratuliert Alex Fagasinski dem Torschützen Ishmael Schubert-Abubakari, um am Mittwoch 0:3 in Kleve zu verlieren

Foto: Alexandra Roth / FUNKE Foto Services

Velbert.  Oberligist TVD bietet in dieser Saison höchst wechselhafte Leistungen. Im Heimspiel gegen St. Tönis fordert Trainer Bach eine klare Steigerung

„Das lässt sich nicht erklären und ist für uns als Trainerteam ein Rätsel. Wir verstehen einfach nicht, wie auf so eine starke Leistung wie gegen Baumberg nur drei Tage später eine solche Vorstellung der gleichen Mannschaft in Kleve folgen kann“, ist TVD-Chefcoach Marc Bach vor der Heimpartie in Birth am Sonntag (15 Uhr) gegen Teutonia St. Tönis irritiert.

„Und das ist ja nun schon das dritte Mal, dass das in der Form passiert“, betont er und stellt fest: „Das ist wohl tatsächlich ein Kopf- bzw. ein Mentalitätsproblem. Aber das kann man nicht trainieren. Entweder man hat es oder man hat es nicht. Wenn wir elf Leute auf dem Platz haben, sind wir schwer zu schlagen. Aber wenn fünf oder sechs Spieler meinen, dass sie nach einer guten Partie einen Schritt weniger machen können, dann sieht das eben so aus wie in Kleve.

Trainer Marc Bach setzt den Hebel bei der Psycholgie an

Den Ausfall einiger Stammkräfte aufgrund von Verletzungen oder Erkrankungen will er als Grund nicht gelten lassen. „Wir haben einen großen Kader und alle haben den Anspruch, in der Liga zu spielen. Es kommt eher darauf an, ob die Jungs Bock haben oder nicht“, glaubt der 42-Jährige. “ So hat er sich entschlossen, den Hebel im psychologischen Bereich anzusetzen. „Wir müssen unseren Anspruch wohl etwas herunterschrauben. Für ganz oben reicht es wohl dann eben doch nicht. Dann müssen wir sehen, dass es am Ende ein Tabellenplatz zwischen fünf und acht wird“, so Bach.

„Zunächst einmal müssen wir wieder Spaß und Freude im Training, aber auch Rhythmus und Kontinuität reinbringen“, fordert er. Dabei muss er aber wohl für einen längeren Zeitraum, möglicherweise für vier Wochen, auf Björn Kluft verzichten, der wegen der Beleidigung eines Schiedsrichterassisten die Rote Karte gesehen hat. „Vor jedem Spiel predige ich, lasst die Schieds- und Linienrichter und auch die gegnerische Bank in Ruhe und konzentriert euch nur auf euer Spiel“, verrät Bach, der gegen den Aufsteiger aus dem Vorort von Tönisvorst eine schwere Aufgabe erwartet.

„Ich habe sie beim Spiel gegen die SSVg Velbert beobachtet, da waren sie klar die bessere Mannschaft. Mit Kevin Breuer haben sie einen überragenden Mann auf der Sechs, der alle Situationen spielerisch löst. Die haben eine Mannschaft, in der alle zusammenhalten und sich auch nicht von Rückständen beeindrucken lassen. Aber das interessiert mich eigentlich wenig, wir müssen aktuell eher auf uns gucken und unsere Qualität auf die Platte bringen“, stellt der TVD-Trainer klar.

Große personelle Veränderungen sind nicht geplant

Große personelle Veränderungen will er nicht unbedingt vornehmen. Ich glaube nicht, dass ein großer Umbruch jetzt hilfreich ist, vielleicht müssen wir jetzt auch mal zwei, drei Spiele da durch. Die Jungs müssen jetzt einfach Gas geben, letztlich zählen aber auch die Trainingseindrücke“, konstatiert Marc Bach.

Möglicherweise könnte Kapitän Jan-Steffen Meier wieder eine Option für die Startelf werden, da er seine Verletzung wohl überwunden hat. Und wenn Umut Yildiz seine Erkältung auskuriert hat, könnte auch er wieder ins Aufgebot rutschen. Kevin Zamkewicz, dem ein Gegenspieler auf die Ferse gefallen ist, musste in Kleve in der Halbzeit ausgewechselt werden, daher steht hinter seinem Einsatz noch ein Fragezeichen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben