Fußball Oberliga

Stimmen zum Velbert-Derby: Siegtorschütze Ülker bleibt cool

Einlauf zum Derby: 297 Zuschauer sahen das 2:1 der SSVg gegen TVD Velbert.

Einlauf zum Derby: 297 Zuschauer sahen das 2:1 der SSVg gegen TVD Velbert.

Foto: Ulrich Bangert / FUNKE Foto Services

Zwei unterschiedliche Halbzeiten, eine neue Philosophie und ein froher Trainer: Für Marcus John kam es zunächst nämlich genau wie befürchtet.

Hasan Ülker war der Mann des Tages für die SSVg Velbert – er blieb nach einer guten Stunde eiskalt vorm Tor, nutzte eine der ganz wenigen Chancen im Derby gegen TVD zum 2:1-Siegtreffer. Der zweite Sieg in Serie für das Team von Marcus John, das jetzt plötzlich auf Rang sieben steht und sich auf ein Pokalspiel gegen den MSV Duisburg vorbereiten darf. Überschwängliche Euphorie herrschte bei den Blauen aber nicht.

Auch nicht bei Ülker. „Wir sind wieder gut drauf jetzt und hoffen, dass wir das mitnehmen können. Wir gucken aber nur von Training zu Training. Wenn wir so weitermachen, dann wird es auf jeden Fall gut“, so der Siegtorschütze, der ein Lob für Trainer John hatte: „Er hat eine etwas andere Philosophie mitgebracht, und wir glauben daran.“

John warnte vor den Standards der Bäumer

John selbst war natürlich auch glücklich – vor allem, weil seine Befürchtungen zunächst wahr wurden: „Das Spiel ist erst in die falsche Richtung gelaufen, wir hatten erhebliche Probleme, sind durch einen Standard in Rückstand geraten. Ich hatte eindringlich davor gewarnt, es ist aber auch schwierig zu verteidigen mit kopfballstarken, mit den kopfballstarken Spielern, die TVD hat.“

Seine Mannschaft behielt aber die Ruhe und gewann das Spiel. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit viel besser gemacht, die Bälle aus dem Halbfeld besser verteidigt und auch mehr zweite Bälle geholt. Von einer Spitzenmannschaft würde ich erwarten, das Spiel eher zu entscheiden – aber das wäre vielleicht auch zu viel des Guten.“

Beide haben ein Pokalspiel vor sich – der MSV kommt

Der Sieg wäre tatsächlich zu hoch ausgefallen, hätten Ülker oder Hashimoto einen der SSVg-Konter genutzt. Hüzeyfe Dogan war natürlich trotzdem enttäuscht, dass die beiden Halbzeiten so unterschiedlich waren: „Wir haben es in der ersten Halbzeit gut gemacht. Dass die SSVg individuelle Klasse hat, haben wir gesehen – nichtsdestotrotz verlieren wir vor dem 1:2 unnötig den Ball. Dadurch geht das Spiel verloren und wir sind jetzt im Pokal gefordert und in Niederwenigern.“

Das gleiche Programm hat die SSVg: Während der TVD aber im Verbandspokal unter der Woche nach Rath muss und dann zum Kellerduell nach Niederwenigern, freut sich die SSVg auf das Duell mit dem MSV Duisburg am Samstag.

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