Fussball

SSVg Velbert zieht Spiel gegen Hiesfeld auf Freitag vor

Die Fußballer des TV Jahn Hiesfeld (graue Trikots) spielten am 10.11.2018 in Dinslaken Hiesfeld gegen das Team des SSVg Velbert (weiße Trikots) um Punkte in der Fußball Oberliga. Tim Falkenreck (TV Jahn Hiesfeld) stand in der Startelf.

Die Fußballer des TV Jahn Hiesfeld (graue Trikots) spielten am 10.11.2018 in Dinslaken Hiesfeld gegen das Team des SSVg Velbert (weiße Trikots) um Punkte in der Fußball Oberliga. Tim Falkenreck (TV Jahn Hiesfeld) stand in der Startelf.

Foto: Jochen Emde/Funke Foto Services

Velbert.   Oberligist SSVg Velbert empfangen den gebeutelten Abstiegskandidaten Jahn Hiesfeld bereits am heutigen Freitag in der Christopeit Sport-Arena

Sozusagen eine abendliche Frühschicht fahren die Fußballer der SSVg Velbert am heutigen Freitag. Denn das für Sonntag angesetzte Heimspiel der Oberliga gegen den TV Jahn Hiesfeld fängt zwei Tage früher an: Nach einer kurzfristigen Vorverlegung wird die Partie bereits heute Abend um 18.45 Uhr in der Christopeit-Sport-Arena angepfiffen.

In einer Hinsicht ist es allerdings schon ziemlich spät: Wollen die Velberter ihren Anhängern vor Saisonschluss doch noch den ersten Heimsieg in der Rückrunde präsentieren, dann müssen sie sich beeilen. Die Partie gegen Hiesfeld ist die vorletzte im eigenen Stadion — und hier ist die SSVg im Jahre 2019 immer noch ohne jeden Sieg.

Enttäuschende Heimbilanz

Es gab zwar einige Lichtblicke, so das 2:2 gegen Meister VfB Homberg, aber bislang überwogen die Enttäuschungen. Zuletzt setzte es zwei Heimpleiten in Folge, Nutznießer waren jeweils Teams die gegen den Abstieg kämpften – und am heutigen Freitag kommt Abstiegskandidat TV Jahn Hiesfeld.

Die Chancen auf Rettung sind beim Team aus Dinslaken allerdings nach der 1:2-Niederlage am Sonntag auf eigenem Platz gegen den SC Velbert nur noch minimal – daraufhin knallte es in Hiesfeld.

Rauswurf per WhatsApp angekündigt

Der Vereinsvorsitzende Dietrich Hülsemann fällte ein vernichtendes Urteil über Einsatzwillen und Leistung des Teams und charakterisierte die sportlich Verantwortlichen so: „Unsere Trainer sitzen regungslos auf ihren Campingstühlen. Ich wollte denen schon eine Angel in die Hand drücken.“

Teammanager Thomas Drotboom und Trainer Markus Kay sollen zum Saisonende ihre Kündigung erhalten. Diesen Entschluss vermittelte der Vereinsvorsteher den Betroffenen per WhatsApp.

Wie Mannschaft und Trainerteam darauf reagieren, wird sich heute in Velbert zeigen. Hiesfelds Noch-Team-Manager Thomas Drotboom verspricht, dass es sportlich zugehen soll: „Wir ziehen die letzten drei Spiele gemeinsam durch, wollen uns dabei nichts zu schulden kommen lassen, und danach kann man mich in Hiesfeld von mir aus auch mit einem Blumenstraußbild per WhatsApp verabschieden.“

In gewisser Hinsicht liegt er damit auf einer Welle mit den Velbertern: Oberstes Ziel ist inzwischen, sich vernünftig aus einer Saison, in der es nicht nach Wunsch lief, zu verabschieden.

„Für uns geht es jetzt nur noch darum, dass wir die letzten drei Spiele einigermaßen rum kriegen“, sagte SSVg-Trainer Alexander Voigt am vergangenen Sonntag nach der 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Kleve.

Nun bietet sich die schnelle Chance der Wiedergutmachung. Zwar muss Voigt wieder auf einen erheblichen Teil des Kaders verzichten (Sperren, Verletzungen, Abstellungen zur U 23), doch er fordert: „Alle müssen den Willen und die Einstellung mitbringen.“

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