Fussball

SSVg Velbert will die Saison anständig beenden

Nicht noch einmal von einem abstiegsbedrohten Team  im eigenen Stadion abdrängen lassen möchte sich die SSVg, hier Sebastian Spinrath (re.).

Nicht noch einmal von einem abstiegsbedrohten Team im eigenen Stadion abdrängen lassen möchte sich die SSVg, hier Sebastian Spinrath (re.).

Foto: Alexandra Roth

Velbert.   Für Oberligist SSVg Velbert geht es in den verbleibenden Partien nur noch ums Prestige. Gegen Kleve soll die Bilanz weiter aufpoliert werden.

„Wir wollen die Saison auf jeden Fall anständig zu Ende bringen“, hatte der 1. Vorsitzende Oliver Kuhn zur Mitte der Rückrunde betont – zu jenem Zeitpunkt, als schon klar war, dass die Oberliga-Spielzeit 2018/19 eigentlich schon für die SSVg Velbert gelaufen war. Sie konnte nicht mehr absteigen, sie konnte aber auch nicht mehr in die Spitzengruppe vordringen.

Auf fremden Plätzen ging es dann tatsächlich sehr anständig weiter: Aus den vergangenen beiden Auswärtsspielen holte die SSVg sechs Punkte und brachte es dabei auf 9:1 Tore.

Zuletzt setzte es eine ziemlich peinliche Heimpleite

Daheim ging jedoch weiter viel anständig schief – so lag zum Beispiel zwischen dem 4:1 bei Germania Ratingen und dem 5:0 beim Absteiger FSV Duisburg die 0:1-Heimpleite gegen den Abstiegskandidaten SC Düsseldorf-West.

Nun hat die SSVg allerdings reichlich Gelegenheit, auch die Heimbilanz aufzupolieren, denn es stehen zwei Heimpartien hintereinander an. Die erste steigt am Sonntag (15 Uhr, Christopeit-Sport-Arena) gegen den Neuling 1. FC Kleve – wie Düsseldorf-West ein Team, dass noch Punkte im Kampf gegen den Abstieg benötigt.

Denn bei den Niederlagen gegen die unmittelbaren Konkurrenten SC Velbert und Jahn Hiesfeld haben es die Klever verpasst, sich vorzeitig abzusetzen. So dürfen sich die Niederrheinischen trotz des aktuellen elften Platzes noch nicht sicher sein, der Vorsprung vor Abstiegsrang 15 beträgt lediglich vier Punkte.

SSVg-Trainer Alexander Voigt hofft, dass seine Elf diesen Umstand diesmal zu ihrem Vorteil ausnutzt. Denn sie kann viel unbeschwerter aufspielen als der Gast. „Wir müssen einfach wieder den Spaß am Fußball auf den Platz bringen“, fordert der Ex-Profi. So wie es ja bei den jüngsten Auswärtspartien gelungen ist.

Dass Voigt dabei einen erheblichen Teil des Teams wegen Sperren (Torwart Sprenger, Torjäger Leroy-Jacques Mickels, Kapitän Massimo Mondello) und Verletzung (u.a Abwehrchef Felix Haas) ersetzen muss, macht es da nicht leichter. Das entbinde die Spieler aber nicht davon, Leistung zu bringen: „Alle, die ich aufbiete, haben ja auch Ansprüche.“

Zuletzt stellte Voigt auch drei Spieler auf, die in dieser Saison noch bei den A-Junioren in der Niederrheinliga spielen. Aleksandar Jesic, Jonas Apostolos Frantzosas und Liridon Sahi — dieses Trio wird sich am Sonntag allerdings nicht auf die Oberliga, sondern auf ein wichtiges A-Jugendspiel konzentrieren: Das Endspiel um den Kreispokal. Es ist der niederbergisch-bergische Schlager, die SSVg trifft auf den Wuppertaler SV.

Pokalschlager für die A-Junioren

Das prestigeträchtige Pokalfinale wird um 15.30 Uhr an der Talburgstraße auf der Anlage der SSVg 09/12 Heiligenhaus angepfiffen.

Obwohl beide Teams in der Niederrheinliga spielen übernehmen die Wuppertaler die Favoritenrolle – sie stehen auf Platz eins mit 27 Zählern Vorsprung vor der SSVg, die sie in der Meisterschaft auch zweimal klar geschlagen haben.

Doch im Pokal habe die Velberter sicher eine Chance. Die B-Junioren haben es vorgemacht: Sie gewannen als krasse Außenseiter das Kreispokal-Finale im wuppertaler Zoo.-Stadion gegen den WSV nach Elfmeterschießen.

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