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SSVg Velbert verschwendet ihre Möglichkeiten

Unermüdlich rannten Massimo Mondello und die Velberter an – die Belohnung fiel spärlich aus. Mit dem Remis können sie nicht zufrieden sein

Foto: Stefan Rittershaus

Unermüdlich rannten Massimo Mondello und die Velberter an – die Belohnung fiel spärlich aus. Mit dem Remis können sie nicht zufrieden sein Foto: Stefan Rittershaus

Velbert.   Oberligist SSVg Velbert macht aus seiner Überlegenheit gegen den FSV Vohwinkel zu wenig und muss sich mit einem enttäuschenden 1:1 begnügen.

SSVg Velbert -
FSV Vohwinkel 1:1 (1:1)

SSVg: Sprenger - Zent (87. Zent), Sealiti, Andersen, Mondello - Wagener, Schiebener - Kray (71. Giorgiu), Aydin (83. Lamidi), Coruk - Smykacz. - Tore: 0:1 Terada (15.), 1:1 Symkacz (34.). - Schiedsrichter: Lukas Luthe. - Zuschauer: 170.

Jede Mannschaft schießt ein Tor, jede Mannschaft bekommt dafür einen Punkt; doch während sich die einen über diesen Zähler freuen, kommen sich die anderen so vor, als haben sie gerade zwei Punkte verloren: Die SSVg Velbert konnte nämlich mit dem 1:1 (1:1) im Nachholspiel gegen den FSV Vohwinkel gar nicht zufrieden sein.

Zu wenig für die eigenen Ansprüche

Zum einen, weil sie den Anspruch hatte, die Heimpartie auf der Anlage am Berg gegen den Aufsteiger, der um den Klassenerhalt kämpft, zu gewinnen. Zum anderen, weil sie dazu auch genug Möglichkeiten besaß. Doch die Velberter machten aus ihrer zeitweise erdrückenden Überlegenheit zu wenig.

Die Gäste aus Vohwinkel werteten den einen Punkt hingegen als großen Gewinn. Indiz dafür war ihre Spielweise in der zweiten Halbzeit. Hier schien es ihnen nur noch darum zu gehen, das 1:1, mit dem es in die Pause gegangen war, zu verwalten und zu verteidigen — das gelang ihnen mit viel Einsatz und Können. Deshalb haben sie sich den Punkt auch redlich verdient.

Die Velberter rannten in der zweiten Halbzeit unermüdlich an, um noch den ersehnten Siegtreffer zu erzielen, fanden aber keine Lücke mehr. Vor allem zwei Ex-Velberter machten es der SSVg schwer.

Zum einen FSV-Trainer Marc Bach, der die Vohwinkler gut eingestellt hatte, zum anderen FSV-Kapitän Martin Lyttek, der seine Teamkollegen mitzog und der höchstpersönlich das Führungstor der Wuppertaler eingeleitet hatte. Mit einer schönen Vorlage setzte er Shun Terada ein, der in bester Mittelstürmer-Position einnetzten durfte. Die SSVg-Hintermannschaft sah in dieser Szene nicht gut aus. Der schnelle Konter hatte seine überraschende Wirkung nicht verfehlt. Zu diesem Zeitpunkt hätte die SSVg nämlich schon klar in Führung liegen können. Julian Kray (nach schönem Solo) und Oguzhan Coruk (per Freistoß) waren an FSV-Keeper Pascal Peinecke gescheitert, Niklas Andersen hatte den Ball nach einer Coruk-Ecke aus kurzer Entfernung über das Tor geköpft.

Der Treffer der Gäste stellte den Spielverlauf auf den Kopf und verwirrte die Gastgeber zunächst. Kurz danach kam Terada nämlich erneut frei zum Schuss, verzog aber knapp.

Dann fing sich die SSVg wieder, erhöhte den Druck und spielte sich die nächsten Großchancen heraus. Michael Smykacz verpasste die schöne Hereingabe von Erhan Zent und Aliosmann Aydin traf nach Vorarbeit von Kray aus kurzer Entfernung nur den Pfosten. Es war zum Mäusemelken. Aber die SSVg machte unverdrossen weiter: Erhan Zent schlug die nächste gute Flanke auf Mittelstürmer Symkacz, der die Kugel diesmal richtig erwischte und sehenswert zum 1:1-Halbzeitstand ins Netz beförderte.

Fruchtloses Spiel auf ein Tor

Nach Wiederanpfiff veranstaltete die SSVg dann ein Spiel auf ein Tor, kam aber gegen die klug verteidigenden Gäste kaum noch zu klaren Chancen. Aydin und der eingewechselte Giannis Giorgou zögerten in aussichtsreichen Situationen zu lange, Massimo Mondello scheiterte knapp mit einer energischen Soloeinlage. Viel mehr kam nicht.

Stattdessen hätten die Wuppertaler bei Freistoß-Chancen durch Lyttek (knapp vorbei) und Ryo Terada (Torhüter Philipp Sprenger war auf dem Posten) fast das Siegtor erzielt —das wäre aus Velberter Sich aber des Schlechten zuviel gewesen.

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