Fußball

SSVg Velbert: Nur nicht nachlassen gegen Niederwenigern

Max Machtemes (li ), hier auf dem Weg zu seinem Treffer gegen den MSV Duisburg, wird sich auf dem Platz mit  seinen Bruder Florian von den Sportfreunden Niederwenigern ein Familienduell liefern

Max Machtemes (li ), hier auf dem Weg zu seinem Treffer gegen den MSV Duisburg, wird sich auf dem Platz mit seinen Bruder Florian von den Sportfreunden Niederwenigern ein Familienduell liefern

Foto: Mark Bohla

Velbert.  Kontrast-Programm für die SSVg: Nach dem Pokalcoup gegen den MSV Duisburg erwarten die Velberter in der Oberliga Schlusslicht Niederwenigern

Nur nicht nachlassen gegen Niederwenigern – unter dieser Devise geht die SSVg Velbert in die Oberliga-Partie am Sonntag um 15 Uhr, wenn sie in der Christopeit Sport-Arena die Sportfreunde Niederwenigern empfängt.

Es ist die erste Partie seit dem sensationellen Spiel im Pokal, als die SSVg die Profis des MSV Duisburg mit einem 2:0-Erfolg aus dem Wettbewerb warf. Nun sind die Rollen völlig vertauscht, die SSVg ist nicht nur wegen des Pokalcoups klarer Favorit, sondern wegen des Tabellenstandes. Aufsteiger Niederwenigern hechelt als abgeschlagenes Schlusslicht der Konkurrenz hinterher. Erst einen einzigen Punkt haben die Hattinger geholt – am ersten Spieltag mit einem 1:1 gegen Turu Düsseldorf. Es folgten zehn Niederlagen in Serie, darunter auch das 1:3 gegen den SC Velbert und das 0:2 in der Vorwoche gegen den TVD Velbert.

Team von Trainer Marcus John siegte dreimal in Folge

Die SSVg hat hingegen zuletzt drei Pflichtspiele in Folge gewonnen, darunter zwei mit beflügelnder Wirkung: Das Derby gegen den TVD und das Niederrheinpokalspiel gegen Duisburg.

Das ist für die Velberter allerdings kein Grund, die Partie zu unterschätzen. Massimo Mondello, einer der besten Spieler beim Erfolg über den MSV, hatte bereits kurz nach dem Abpfiff gemahnt: „Nicht so ein Highlight, sondern die Meisterschaft ist unser täglich Brot, da müssen wir uns präsentieren.“

Vor allem müssen sie sich in guter körperlicher Verfassung präsentieren. Beim Spiel gegen die Zebras waren die SSVg-Spieler an ihre Grenzen gegangen, rannten und kämpften praktisch bis zum Umfallen. „Ich hoffe, dass sie bis zum Niederwenigern-Spiel wieder auf dem Damm sind“, sagt Trainer Marcus John, dabei lächelt er.

Denn er dürfte davon überzeugt sein, dass alle, so sie keine Blessuren davon getragen haben, auch gegen Niederwenigern wieder Gas geben können – zumal er das auch ausdrücklich einfordert: „Wir müssen die selben Tugenden, die wir gegen Duisburg so überzeugend gezeigt haben, auch am Sonntag auf den Platz bringen“, sagt Marcus John.

„Fitness, taktische Disziplin und Effektivität“ hatten sein Team zum Überraschungs-Erfolg im Pokal geführt, diese Tugenden sollen der SSVg nun zum Pflichterfolg in der Liga verhelfen.

Ein Wiedersehen feiern John und die Velberter dabei mit einem alten Bekannten: Jürgen Margref, der Trainer der Sportfreunde, hat zweieinhalb Jahre für die SSVg Velbert gespielt und ist hier in guter Erinnerung geblieben. Er war Kapitän und gehörte zur Mannschaft, die mit dem Gewinn des Niederrheinpokals Vereinsgeschichte geschrieben hat. Damals schlug sie im Finale den hohen Favoriten Fortuna Düsseldorf.

Sportfreunde-Trainer Margref wechselt einst von Rot-Weiss Essen zur SSVg Velbert

Als er zur SSVg kam, war Margref dank seiner Profikarriere bei Rot-Weiss Essen ein namhafter Spieler. Mit RWE war er gleich zweimal in die Bundesliga aufgestiegen, 1994 zog er mit den Rot-Weißen ins DFB-Pokal-Finale in Berlin ein. Auf dem Weg dorthin hatte er wichtige Tore erzielt, im Endspiel gegen Werder Bremen machte er die Partie spannend, indem er den 1:2-Anschlusstreffer vorbereitete. RWE-Freund und SSVg-Vorsitzender Oliver Kuhn holte Margref nach Velbert. „Es war eine schöne Zeit hier“, sagt Jürgen Margref, der auch SSVg-Trainer Marcus John, einst ebenfalls Velberter Spieler, schon lange kennt. Zu ihm hat er ein freundschaftliches Verhältnis. „Ich freue mich für ihn, dass er hier so gut gestartet ist.“

Aber auch deshalb sieht er seine Mannschaft als Außenseiter: „Die SSVg hat einen Lauf und ist sicher durch den Pokalerfolg beflügelt.“

Neben der Rückkehr Margrefs zur SSVg gibt es noch ein weiteres Wiedersehen, ein familiäres. Das Duell der Machtemes-Brüder: Max von der SSVg trifft auf Florian von den Sportfreunden.

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