Fußball Oberliga

SSVg Velbert muss gegen den ETB konsequenter sein

Alexander Voigt (l.) und Manfred Wölpper treffen mit der SSVg Velbert und dem ETB Schwarz-Weiß Essen aufeinander.

Alexander Voigt (l.) und Manfred Wölpper treffen mit der SSVg Velbert und dem ETB Schwarz-Weiß Essen aufeinander.

Foto: Rittershaus/Oppitz, Montage: Schroers

Velbert/Essen.   Nach zuletzt zwei Unentschieden möchte die SSVg Velbert endlich wieder drei Punkte. Der ETB Schwarz-Weiß Essen braucht Punkte im Abstiegskampf.

Das Hinspiel zwischen dem ETB Schwarz-Weiß Essen und der SSVg Velbert war ein irres Fußballspiel. Velbert führte mit 2:0, in der Schlussphase drehte der ETB das Spiel. Die WAZ Redakteure Ralf Wilhelm und Maximilian Lazar haben mit den Trainern Manfred Wölpper (ETB) und Alexander Voigt (SSVg) gesprochen.

Hallo Herr Voigt, ist ein Spiel gegen den Schwarz-Weiß Essen ein besonderes Duell?

Alexander Voigt: Auf jeden Fall, das kann man so sehen. Allein schon wegen der geographischen Nähe. In der Mannschaft ist das auch ein Thema – und das ist gut so. Vielleicht kitzelt das noch das eine oder andere Prozent mehr an Motivation heraus. Aber unabhängig davon erinnern wir uns an das Hinspiel und haben noch etwas gut zu machen.

Hallo Herr Wölpper, hat das Spiel gegen die SSVg Velbert einen besonderen Reiz, weil es ein Derby ist?

Manfred Wölpper: Für uns ist es im Moment ein Spiel wie jedes andere, wir sind gezwungen, auch dort zu punkten. Aber Velbert ist für uns ein dickes Brett, die Mannschaft ist personell viel stärker als es der Tabellenstand besagt. Nach Homberg ist es für mich die spielstärkste Mannschaft.

Damals, Herr Voigt, haben Sie 2:0 geführt und am Ende verloren. In den beiden Spielen zuletzt lag ihr Team 0:2 zurück und hat am Ende 2:2 gespielt. Was muss sich ändern, dass es diesmal besser läuft?

Alexander Voigt: Im Hinspiel waren wir nach der Führung überheblich, und dann ist es im Laufe eines Spiels nicht möglich, so einfach wieder einen Gang hochzuschalten. Wir müssen konsequenter, konzentrierter und einfach besser verteidigen. Den Ball auch einfach mal dahin schlagen, wo es dem Gegner weh tut. Und wenn das heißt, ihn aus dem Stadion zu schießen. Wir müssen nicht immer die schönsten Lösungen suchen.

Der 3:2-Sieg im Hinspiel nach 0:2-Rückstand ist allen noch in bester Erinnerung.

Manfred Wölpper: So ein Spiel erwarte ich diesmal eher nicht. Velbert sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus und hat im weiteren Verlauf nur vergessen, den Sack zuzumachen. Wir sind damals ganz schwer in die Partie gekommen. In Velbert haben wir zuletzt immer schlecht ausgesehen, ich hoffe, dass wir endlich mal wieder auswärts punkten können.

Wölpper erwartet ein komplett anderes Rückspiel

Während ihre Mannschaft auf Tabellenplatz sieben liegt, zählt für den ETB im Abstiegskampf jeder Punkt. Was für einen Gegner erwarten Sie?

Alexander Voigt: Einen sehr aggressiven, unangenehm zu bespielenden Gegner. Eine Mannschaft, die um alles kämpft und versuchen wird, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Aber mit dem Verlauf wie im Hinspiel und dem glücklichen Ende könnten Sie sich doch sicherlich anfreunden, oder?

Manfred Wölpper: Das wird eine ganz andere Partie, Velbert ist spielerisch stark, gerade mit Mickels und Aydin in der Offensive brandgefährlich. Allerdings habe ich in Erinnerung, dass der Rasen nicht gerade Fußball-Feinkost zulässt, die Platzverhältnisse sind meistens schwierig. Wir werden einfachen Fußball spielen und versuchen müssen, mit langen Bällen hinter die Abwehr zu kommen.

Max Machtemes kehrt bei der SSVg zurück

Wie steht es um das Personal?

Alexander Voigt: Max Machtemes kehrt nach seiner Sperre zurück in den Kader, ansonsten sind alle Spieler fit. Wer am Sonntag dann aufläuft, wird sich noch zeigen. Ich habe mich noch nicht entschieden. Wichtig ist, dass wir das Spiel gewinnen. Denn jeder Sieg mehr, gibt uns ein gutes Gefühl und das ist auch mit Blick auf die nächste Saison wichtig.

Wie sieht es personell beim ETB aus, hat sich die Lage allmählich wieder entspannt?

Manfred Wölpper: Leider fehlt uns mit Robin Riebling unser wichtigster Mann in der Verteidigung, er hat es immer noch mit dem Ischiasnerv. Darum werden wir zur Vorwoche wohl nichts ändern und wie letzten Sonntag beginnen. Joel Zwikirsch ist am Freitag nach sehr langer Verletzungspause wieder ins Training eingestiegen, aber vielleicht hat er gehört, dass es bei uns danach Pizza gibt. Und auch Paul Voß kehrt zurück in unseren Kader.

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