Fussball

SSVg Velbert findet die Spielfreude zurück

Der zweite Streich:  Max Machtemes erzielt nach Pass von Oguzhan Coruk das 2:0, Hiesfelds Tembu Muyuk (li.) kommt zu spät.

Der zweite Streich: Max Machtemes erzielt nach Pass von Oguzhan Coruk das 2:0, Hiesfelds Tembu Muyuk (li.) kommt zu spät.

Foto: Socrates Tassos

Velbert.   Oberligist SSVg stürmt mit verjüngter Mannschaft zum 5:0 über Jahn Hiesfeld und holt sich damit den ersten Heimsieg nach einem halben Jahr

SSVg Velbert -
TV Jahn Hiesfeld 5:0 (3:0)

SSVg: Ebener - Kubina, Haas (20. Atiye), Spinrath, Abdel Hamid - Schiebener, Wagener - Jesic (46. Frantzozas), Machtemes, Coruk (78. Yildiz) - Nnaji. -Tore: 1:0 Nnaji (18.), 2:0 Machtemes (26.), 3:0 Nnaji (38.), 4:0 Nnaji (75.), 5:0 Yildiz (86.). - Zuschauer: 125. - Schiedsrichter: Robin Schuffelen.

Es hat lange gedauert, aber es hat doch noch geklappt. Im vorletzten Heimspiel der Saison brachte die SSVg Velbert den ersten Heimsieg der Rückrunde der Fußball-Oberliga zu Stande. Der schwungvoll und locker heraus gespielte 5:0 (3:0)-Erfolg über den Abstiegskandidaten TV Jahn Hiesfeld bedeutete den ersten dreifachen Punktgewinn in der Christopeit Sport-Arena seit mittlerweile gut einem halben Jahr.

Dabei hatte die Velberter wieder das letzte Aufgebot auf den Rasen geschickt: Mickels, Mondello, Sprenger, Sahin, Uzun und Claus fehlen schon länger, kurzfristig fielen auch noch Talarski und Aydin aus. Abwehrstratege Felix Haas gab nach seiner Verletzungspause sein Comeback, das er nach 20 Minuten abbrechen musste – damit waren neun Stammspieler ausgefallen.

Trainer Voigt hätte nicht zum Altersschnitt gepasst

„Schade, dass ich keinen Spielerpass mehr habe“, meinte SSVg-Trainer Alexander Voigt ironisch. Ein Einsatz des früheren Bundesliga-Profis wäre sicherlich spielerisch interessant gewesen — hätte allerdings diesmal nicht ins Konzept gepasst. Die SSVg machte nämlich aus der Not eine Jugend. „Wir hatten am Ende einen Alterschnitt von ungefähr 21,5 Jahren auf dem Platz“, erklärte der Vorsitzende Oliver Kuhn.

„Und es hat heute Spaß gemacht, der jungen Mannschaft zuzuschauen“, lobte der Vereinsvorsteher.

In Person von Alexsandar Jesic stand ein A-Jugenlicher in der Start-Formation, zwei weitere wurden eingewechselt. Wie Jesic vor einer Woche traf auch diesmal eines der Talente ins Tor: Engincan Yildiz schoss zum Endstand ein, kurz zuvor hatte er noch eine Riesenchance ausgelassen, auch A-Junior Jonas Frantzozas hätte nach gekonnter Einzelaktion fast ein Tor gemacht.

Überhaupt hätten die Velberter gegen die harmlosen Gäste noch weitaus mehr Tore schießen müssen. Das war aber die einzige Sache, die man bemängeln könnte — was allerdings niemand tat.

Denn fünf Tore sind immer noch eine schöne Ausbeute. Für den Löwenanteil war der überragende Robert Nnaji verantwortlich. Vergangenen Sonntag hatte er noch auf seiner Stammposition auf der rechten Seite eine enttäuschende Leistung geboten, nun ging er in die Spitze und trumpfte hier als Torjäger und Vorbereiter auf.

Gleich drei Treffer erzielte der Stürmer selbst: Das 1:0 nach Anspiel von Max Machtemes, das 3:0 mit einem schönen Kopfball auf Flanke von Sebastian Spinrath und das 4:0 nach Vorlage von Max Wagener. Obendrein legte er noch das 5:0 für Yildiz auf. Alle Tore waren schön heraus gespielt, ebenso wie das 2:0, das Machtemes mit einem gefühlvollen Lupfer nach Vorarbeit von Oguzhan Coruk erzielte. Trainer Alex Voigt konnte zufrieden sein: Seine Mannschaft hat die Spielfreude, die er zum Saisonende sehen wollte, wieder gefunden.

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