Fussball

SSVg Velbert feiert mit 1:0-Sieg die perfekte Premiere

Von seinem Mitspielern fast erdrückt: Axel Glowacki hat das 1:0 erzielt, Yasin Kaya, Massimo Mondello, Tristan Duschke (unten) und Kai Schwertfeger (v.li.) begraben ihn unter sich, links Robert Nnaji.

Von seinem Mitspielern fast erdrückt: Axel Glowacki hat das 1:0 erzielt, Yasin Kaya, Massimo Mondello, Tristan Duschke (unten) und Kai Schwertfeger (v.li.) begraben ihn unter sich, links Robert Nnaji.

Foto: Stefan Rittershaus

Velbert.  Die SSVg hatte die Ehre, die Oberliga-Saison eröffnen zu dürfen – im neu erbauten Stadion. Die Velberter gewannen gegen Schonnebeck mit 1:0.

Alle Mann auf den armen Axel Glowacki. Die Trainerbank um Chefcoach Marcus John sprang auf, Torwart Marvin Gomoluch rannte aus seinem Tor und die Mitspieler in der Nähe stürzten sich auf den jungen Stürmer, der seine Mannschaft gerade zum Sieg geschossen hatte, und begruben ihn unter sich.

Es waren zwar noch gut fünf Minuten zu spielen, aber alle spürten: Dieses eine Tor von Glowacki entscheidet das Spiel, das lange auf des Messers Schneide gestanden hatte.

Strahlende Velberter Gesichter im Schein des neuen Flutlichts

Dank des späten Treffers gewann die SSVg Velbert das Eröffnungsspiel der Fußball-Oberliga gegen die Spvg Schonnebeck mit 1:0 und feierte damit eine rundum gelungene Premiere: Erster Sieg beim ersten Pflichtspiel im neuen Stadion, strahlende Gesichter im Schein des neuen Flutlichts.

Allerdings lag ein hartes Stück Arbeit hinter den Velbertern. In der intensiven Partie hatten sich beide Mannschaften nichts geschenkt, sie lieferten sich bissige Zweikämpfe und langten bei Bedarf auch kräftig hin, weshalb Schiedsrichterin Isabel Steinke gut zu tun hatte.

Einmal lag sie zum Glück der Velberter ziemlich falsch: Als SSVg-Verteidiger Peter Schmetz nach gut einer halben Stunde vor dem eigenen Strafraum ausrutschte, kam der Schonnebecker Luka Bosnjak zu einer großen Möglichkeit. Schmetz konnte die Situation nur noch mit einem unsauberen Einsatz seiner Arme bereinigen. Doch der Elfmeterpfiff blieb zum großen Verdruss des Schonnebecker Trainers Dirk Tönnies aus.

Ex-SSVg-Keeper Philipp Sprengerrettet gegen Robin Hilger

Allerdings hätte es zu diesem Zeitpunkt auch schon 2:0 für die Velberter stehen können, zweimal hatten sie sich mit der gleichen Kombination große Chancen heraus gespielt: Massimo Mondello flankte von links auf den Kopf von Mittelstürmer Robin Hilger. Doch einmal klärte der frühere SSVg-Torwart in Schonnebecker Diensten, Philipp Sprenger, mit gekonnter Parade und einmal traf Hilger den Ball nicht richtig.

So ging es torlos in die Kabinen. Mit einer Nullnummer wollten sich die Velberter allerdings keineswegs zufrieden geben. Sie erhöhten in der zweiten Halbzeit das Tempo, erarbeiteten sich ein Übergewicht und weitere Chancen. Doch es sollte nicht klappen, einmal verzog Cellou Diallo aus aussichtsreicher Position, einmal retteten die Essener nach einem Getümmel im Strafraum auf der Torlinie.

Axel Glowacki trifft kurz nach seiner Einwechslung

Allerdings blieben die Gäste durch Konter stets gefährlich – einen davon hätte Kevin Barra eigentlich zum 0:1 abschließen müssen, doch er versiebte völlig frei vor Gomoluch. So nahm der Druck der Velberter dann immer mehr zu und provozierte die lange sehr kompakt stehende Essener Abwehr zu einigen Fehlern. Einer war dann entscheidend. Eine Flanke wehrten die Essener so schlecht ab, dass der Ball dem nur zwei Minuten zuvor eingewechselten Axel Glowacki vor die Füße fiel. Der junge Stürmer fackelte nicht lange und versenkte den Ball mit einem satten Schuss unhaltbar für Sprenger im langen Eck.

Der Rest war Jubel – ein schöne Geste der Velberter dabei: Die ließen nicht nur Glowacki hoch leben, sondern hielten auch ein Trikot mit der Nummer 10 hoch – ein Gruß an Stürmer Hasan Ülker, der wegen einer schweren Verletzung viele Monate pausieren muss.

SSVg: Gomoluch; Alabas (63. Schiebener), Schmetz, Duschke, Abdel Hamid (62. Kaya), Mondello, Nnaji, Schwertfeger, Machtemes, Diallo; Hilger (84. Glowacki). - Tor: 1:0 Glowacki (86.). - Schiedsrichterin: Isabell Steinke. - Zuschauer: 300.

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