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SSVg-Trainer John: Pokalhit gegen den MSV Duisburg genießen

Er führt die Zebras ins Pokalspiel in Velbert: Moritz Stoppelkamp (mitte), MSV-Kapitän und früherer Bundesliga-Spieler, rechts Leroy-Jacques Mickels, der frühere SSVg-Spieler.

Er führt die Zebras ins Pokalspiel in Velbert: Moritz Stoppelkamp (mitte), MSV-Kapitän und früherer Bundesliga-Spieler, rechts Leroy-Jacques Mickels, der frühere SSVg-Spieler.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Velbert.  SSVg Velbert empfängt am Samstag im Pokal den MSV Duisburg. Die Chancen des Oberligisten sind gering, die Vorfreude auf den Knüller ist riesig

Die Chancen, eine Runde weiter zu kommen, sind eher gering, die Freude auf die Partie ist bei der SSVg Velbert jedoch riesig: Am heutigen Samstag empfängt der Fußball-Oberligist in der 2. Runde des Niederrheinpokals den Drittligisten MSV Duisburg um 14 Uhr in der Christopeit Sport-Arena – die voraussichtlich mit einer stattlichen Besucherschar gefüllt sein wird.

Traditionsverein MSV Duisburg bringt Glanz in die Hütte

Vor wenigen Tagen trauerte die Fußball-Szene um die verstorbene Trainer-Legende Rudi Gutendorf. Als „Riegel-Rudi“ hatte er einst den Meidericher SV in der Gründungs-Saison der Fußball-Bundesliga zur deutschen Vizemeisterschaft geführt. Die „Zebras“ haben Tradition, spielten im Europapokal, standen im DFB-Pokalfinale, waren lange Bundesligist. Vor ein paar Monaten spielten sie noch in der 2. Liga, in die sie am liebsten auf direktem Wege zurück kehren möchten. Derzeit steht die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht auf Platz vier.

Die SSVg hat zwar in der vergangenen Saison gleich gegen zwei namhafte Vereine im Pokal gut gespielt – gegen RW Oberhausen gewonnen und gegen RW Essen 1:2 verloren. Die Duisburger sind allerdings noch eine Nummer größer, sie spielen zwei Ligen höher. „Man braucht auch nur die Markwert- und Transfer-Tabellen vergleichen, da sieht man den riesigen Unterschied“, sagt SSVg-Trainer Marcus John und nennt ein Beispiel: „Duisburg holt Compper von Celtic Glasgow, wir holen Spieler aus der Umgebung.“

Ex-Nationalspieler Marvin Compper kommt von Celtic Glasgow zum MSV

Der frühere Nationalspieler Marvin Compper, der für Leipzig, Hoffenheim und Mönchengladbach fast 200 Bundesliga-Spiele bestritten hat, gehört neben dem früheren Bundesliga-Spieler Moritz Stoppelkamp zu den prominentesten Zebras, die allerdings auch talentierte Spieler aus der Regionalliga oder der Oberliga geholt haben – so Leroy-Jacques Mickels von der SSVg. Er freut sich schon auf das Wiedersehen mit seinen früheren Mitspielern.

„Für sie ist dieser Pokalknüller ein schönes Bonus-Spiel“, sagt der Velbert Coach Marcus John. Sein Team sei nach den jüngsten beiden Siegen in der Liga, darunter der Prestige-Erfolg im Velberter Stadtderby gegen den TVD, gut drauf. „Klar haben wir nur geringe Chancen gegen solch einen Gegner wie Duisburg Aber wir werden alles reinlegen und wollen diese Partie genießen.“

Dem Genuss förderlich wäre es, wenn der Favorit dem Oberligisten nicht die Hütte voll haut. „Natürlich setzen wir auf konzentrierte Defensivarbeit und taktische Disziplin. Zumal unsere Chancen steigen, je länger es 0:0 steht“ betont Marcus John. Zugleich bekräftigt er aber, dass sein Team auch mutig agieren soll. „Wenn wir etwas holen wollen, müssen wir auch nach vorne spielen. Und dann muss es im Abschluss klappen. Denn viele Chancen dürften wir vorn nicht bekommen.“

SSVg plagen weiter Personalprobleme

Neben den Dauerverletzten Robin Hilger und Robin Claus fehlt Abwehr-Stratege Felix Haas, der sich einen Bänderriss zugezogen hat. Zudem musste Robert Nnaji zuletzt wegen Muskelproblemen passen. Der Einsatz des bislang treffsichersten SSVg-Spielers ist daher fraglich – wie bei den erkrankten bzw. verletzten Marius Ebener und Maximilian Wagener auch.

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