Fussball

SC Velbert siegt in letzter Sekunde

In einer von Kampf geprägten Partie hatten die Clubberer (re.) das bessere Ende für sich.

In einer von Kampf geprägten Partie hatten die Clubberer (re.) das bessere Ende für sich.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Jubel bei Oberligist SC: Nach dem 2:1-Erfolg bei Jahn Hiesfeld dürften die Clubberer den Klassenerhalt in der Tasche haben.

TV Jahn Hiesfeld -
SC Velbert 1:2 (1:1)

SC: Schäfer – Sumbunu, Burczyk, Tekadiomona, Fritsch, Spazier, L. Hilger, Rymarczyk (77. Jeglorz), Yildiz, Bayraktar (22. Mumcu), Langen (88. Buco).
Tore: 1:0 (22.), 1:1 Mumcu (35.), 1:2 Fritsch (90.+4). - Schiedsrichter: Sven Heinrichs. - Zuschauer: 120.

Jetzt legt sich auch der Trainer fest. Mit einem in allerletzter Sekunde herausgeschossenen 2:1-Sieg beim TV Jahn Hiesfeld sammelte der SC Velbert am 31. Spieltag der Oberliga seine Zähler 44 bis 46 und klettert damit inzwischen sogar auf Platz acht.

Die Clubberer haben weiter acht Punkte Vorsprung auf den gefährlichen Platz 15 (schafft der SV Straelen am letzten Spieltag der Regionalliga den Klassenerhalt, wird es die Relegation, sonst Abstieg), liegen im Gegenzug aber nur drei Punkte hinter Platz vier. Bei dieser komfortablen Position ließ sich dann auch Ralf vom Dorp hinreißen: „Rechnerisch ist es noch nicht ganz durch, aber ich sage, das war jetzt der Klassenerhalt. Nur feiern können wir ihn noch nicht. Aber schon jetzt hat die Mannschaft mit 46 Punkten eine bemerkenswerte Leistung hingelegt.“

Keine allzu hochklassige Partie

In Dinslaken bot sich dem SC-Coach aber kein allzu hochklassiges Spiel, in das sich seine Team nach anfänglichen Problemen hinein kämpfte. Für den ersten Aufreger sorgte Nico Rymarczyk, dessen Schuss im Sechzehner jedoch mit dem Arm geblockt wurde – die Pfeife des Schiedsrichters blieb jedoch stumm. Wenig später konnten die Gastgeber nach einem unterschätzten langen Ball in Führung gehen. Zudem musste Ibrahim Bayraktar verletzt runter, der angeschlagene Ferhat Mumcu kam.

Und der sorgte gleich für Wirbel. Den Ausgleich leitete er mit einem Ball zu Rymarczyk selbst ein, die Flanke landete dann von Merveil Tekadiomona verlängert am langen Pfosten beim mitgelaufenen Mumcu, der zum 1:1-Pausenstand einköpfen konnte (35.).

Nach einer zweiten Halbzeit, in der beide Seiten noch aussichtsreiche Gelegenheiten hatten und in der Schlussmann Daniel Schäfer mit einer starken Fußabwehr wenige Minuten vor dem Ende das Remis hielt, war dann Leon Fritsch der gefeierte Held. Auf Vorlage Mumcus zog er nach dessen Ballgewinn tief in des Gegners Hälfte in den Strafraum und schloss in der letzten Aktion des Spiels eiskalt zum 2:1 ab.

„Für den Zuschauer war es schwere Kost, aber wir hatten das glückliche Ende für uns und konnten einen ganz wichtigen Sieg einfahren“, resümierte vom Dorp mit auch mit Blick auf die konstant punktende Konkurrenz.

SC Düsseldorf-West gewann genau wie Mitaufsteiger Union Nettetal, der nächste Gegner der Clubberer (So. 15 Uhr). Hätte der SC also verloren, wären es vor dem Gastspiel in Nettetal fünf Punkte Vorsprung gewesen – eine ganz andere Drucksituation mit dem Wissen, dass es danach noch gegen das Spitzenduo Homberg und Baumberg geht.

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