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SC Velbert rückt großem Ziel bedeutend näher

Beschwingte Stimmung beim  SC Velbert nach dem wichtigen Sieg über TuRU Düsseldorf. Links

Beschwingte Stimmung beim SC Velbert nach dem wichtigen Sieg über TuRU Düsseldorf. Links

Foto: Alexandra Roth

Velbert.   Oberligist SC vergrößerte mit dem 4:2 über TuRU Düsseldorf den Abstand zu den Abstiegsplätzen. Ostermontag kommt der FC Kleve.

SC Velbert -
TuRU Düsseldorf 3:2 (1:0)

SC: Garweg – Sumbunu, Flotho, Buco, Mumcu, Tekadiomona, Fritsch, Spazier, L. Hilger, Bayraktar, Langen.
Tore: 1:0 Bayraktar (40., HE), 1:1 Langen (67., Eigentor), 2:1 Mumcu (68.), Tekadiomona (77.), 3:2 Rey Alonso (86.). - Zuschauer: 183. - Schiedsrichter: Maik Henkies.

Der SC Velbert bleibt in der BLF-Arena eine Macht. Der Oberliga-Aufsteiger fuhr gegen TuRU Düsseldorf am 28. Spieltag den siebten Heimsieg im 14. Spiel ein (bei nur drei Niederlagen). Das 3:2 gegen die Landeshauptstädter war sogar der dritte Dreier am Stück vor heimischem Publikum.

Das große Ziel Klassenerhalt liegt mittlerweile in greifbarer Nähe: Sieben Spiele vor Schluss beträgt der Vorsprung der Zwölften auf den 15. SC Düsseldorf-West, der gegen den am Ostermontag am Böttinger gastierenden 1. FC Kleve mit 0:4 unterlag, ebenso viele Zähler.

„Es sieht derzeit so aus, als könnten wir es tatsächlich packen. Man spürt, dass das Team hochentschlossen ist, das jetzt auch zu Ende zu bringen. Angesichts der vielen Ausfälle ist das noch viel höher zu bewerten als ohnehin schon“, ist auch Coach Ralf vom Dorp guter Dinge.

Zwölf Akteure, darunter Säulen wie Robin Hilger, Pier Schulz, Marcel Lange, fielen auch gegen TuRU aus, davon ließen sich die Clubberer aber nicht aufhalten. Gegen äußerst defensive Gäste kam der SC gut ins Spiel und hatte die ersten Abschlüsse zu verzeichnen. Doch weder der überraschte Josip Buco noch Aaron Langen nach einem Eckball brachten die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie. „Sie haben uns im Spielaufbau gewähren lassen, da war natürlich Geduld gefragt. Das haben die Jungs super umgesetzt“, freute sich der Trainer.

Die Führung erzielte Ibrahim Bayraktar per Handelfmeter (40.), das war gleichzeitig der Pausenstand. TuRU war nach Wiederbeginn um mehr Offensive bemüht und kam etwas glücklich auch zum Ausgleich, als Langen einen Schuss unhaltbar für Schlussmann Richard Garweg abfälschte (67.).

„Dass wir dann gleich geantwortet haben, war natürlich wichtig“, beschrieb vom Dorp die Bedeutung der erneuten Führung nur eine Zeigerumdrehung später. Ferhat Mumcu war nach einem Pass von Lars Hilger auf und davon und ließ sich die Chance nicht nehmen (68.). Es wurde gar noch besser für den SC: Knapp zehn Minuten später entwischte Mumcu erneut, scheiterte dann zwar am Torwart, doch Merveil Tekadiomona setzte nach und verwertete anspruchsvoll per Volley zum entscheidenden 3:1 (77.).

„Ich kann mich nur wiederholen. Wenn man sieht, wer auf dem Platz stand bzw. wer ausgefallen ist, kann man vor dieser Mannschaft nur den Hut ziehen. Es ist fast schon überraschend, wie gut die Jungs die Rückschläge wegstecken und hier gegen alles andere als Laufkundschaft den nächsten Sieg eingefahren haben. Ein Riesenspiel“, sparte der sonst eher zurückhaltende Coach nicht mit Lob für seine Mannen.

Ostermontag Nachholspiel gegen Kleve

Die nächsten drei Punkte sind im Sack, die Ausgangslage sieht für den SC Velbert richtig gut aus. Noch besser sähe sie aus, sollte im Nachholspiel am Ostermontag (15 Uhr, BLF-Arena) gegen den 1. FC Kleve gar ein vierter Heimerfolg nacheinander nachgelegt werden.

Trainer Ralf vom Dorp tritt aber auf die berühmte Euphoriebremse: „Wir müssen unsere Emotionen in dieser Partie im Griff haben, das wird ein ganz anderes Spiel. Passen wir nicht auf, laufen wir gegen eine der besten Umschaltmannschaften der Liga ins offene Messer. Das wird ein schweres Brett.“

Kleve fegte am Gründonnerstag mit 4:0 über den SC Düsseldorf-West hinweg und half dem SC damit, zusätzliche Hilfestellungen sind für Montag jedoch nicht zu erwarten. „Manchmal kann eben auch ein Punkt reichen“, lautet vom Dorps Devise, der „nicht abheben“ will, nur weil es derzeit gut läuft – zumal die Personalsorgen nicht weniger werden. Ein, zwei Spieler könnten aber für das Spiel am Ostermontag in Frage kommen.

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