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SC Velbert: Lühr soll die Hilger-Lücke schließen

Stürmer Frederic Lühr (mitte), hier im Oberliga-Einsatz gegen den ETB, kommt vom FSV Vohwinkel zu den Clubberern

Stürmer Frederic Lühr (mitte), hier im Oberliga-Einsatz gegen den ETB, kommt vom FSV Vohwinkel zu den Clubberern

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Velbert.  Oberligist SC Velbert hat den Kader für die neue Saison praktisch schon komplett. Neben Torjäger Lühr kommen hauptsächlich U 19-Talente.

Kurz nachdem er die Oberliga-Saison 2018/19 beendete hat meldet der SC Velbert, dass er auch schon die Kaderplanungen für das neue Spieljahr abgeschlossen hat. Die Mannschaft, mit der das neue Trainergespann Patrick Knieps und Andre Adomat am 1. Juli die Vorbereitung aufnimmt, steht. Dabei bleiben die Clubberer ihrer seit Jahren bewährten Strategie treu: Der bewährte Kader bleibt weitgehend zusammen und wird mit jungen Spielern, möglichst aus dem eigenen Nachwuchs verstärkt. Für die neue Saison nutzten sie dabei auch die Kontakte des neuen Cheftrainers Patrick Knieps, der zuletzt den starken westfälischen Landesligisten SC Obersprockhövel sowie die B-Jugend des Ex-Regionalligisten TSG Sprockhövel trainiert hat.

Knieps übernimmt am 1. Juli für Ralf vom Dorp, der sich nach elf einhalb Jahren mit dem bestmöglichen Ergebnis verabschiedet hat: Aufstieg in die Oberliga mit geschafftem Klassenerhalt. Vom Dorps langjähriger Co-Trainer Andreas Berkenkamp bleibt dem SC erhalten, er unterstützt den sportlichen Leiter Jörg Scalet. Neuer Co-Trainer ist der langjährige Spieler der ersten Mannschaft, Andre Adomat, der sich in den letzten Jahren zugleich in der SC-Jugend engagiert hatte.

Ein halbes Dutzend sagt Adieu

Das neue Duo kann auf eine eingespielte Mannschaft aufbauen, wenngleich sechs Spieler, darunter einige Stammspieler, den Verein verlassen haben: Marc Flotho, Robin Hilger, Nico Rymarczyk, Ferhat Mumcu, Marcel Niehaus, Maximilian Eisenbach und Joshua Sumbuno. „Das ist für SC-Verhältnisse sicherlich viel, neben privaten Gründen müssen wir hier aber wohl auch den gehobenen Ansprüchen als Oberliga-Mannschaft Tribut zollen. Natürlich hätten wir gerne die eine oder andere Stütze behalten, aber leider hat man nicht bei allen das Heft des Handelns in der Hand. Bei uns kann man sich zwar sportlich weiterentwickeln, nicht aber finanziell, und damit meine ich ausdrücklich nicht den Wechsel von Robin zum Nachbarverein“, sagt Jörg Scalet.

Robin Hilger, zuverlässiger Torjäger und zudem als „Ur-Clubberer“ eine Identifikationsfigur, geht zur SSVg Velbert und wird sicher eine Lücke hinterlassen. Der SC hofft, sie mit einer durchaus namhaften Neuverpflichtung schließen zu können: Frederic Lühr kommt vom Landesligisten FSV Vohwinkel. „Er ist ein oberligaerfahrener Stürmer, an dem auch andere Vereine in der Oberliga interessiert waren. Ihn überzeugte hier wohl das Gesamtpaket SC Velbert“, so Scalet.

Die meisten anderen Zugänge fallen in die Kategorie „Junge Garde.“ Mit Marvin Blume, Kapitän des souveränen Niederrheinliga-Meisters Wuppertaler SV sowie Mike Lewicki, Duran Deniz und Max Michels (alle von Westfalenligist TSG Sprockhövel) verstärken die Clubberer vier U19 Talente aus der Region, mit Pier Nolte aus Iserlohn kommt ein weiterer Perspektivspieler. Hingegen können Raffaele Federico und Lamine Diame bei Obersprockhövel bzw. Spröckhövel schon auf ein bis zwei Seniorenjahre verweisen.

Clubberer geben sich weiter bescheiden

Maurice Horn (Obersprockhövel) komplettiert das Torwarttrio. Da sich die U19 ast ausschließlich aus Spielern des jungen Jahrgangs zusammengesetzt hat, schafft mit Jonas Weck nur ein Spieler aus der SC-Talentschmiede den Sprung in den Kader der Ersten, hinzu kommt allerdings noch Josip Buco, der sich mit guten Leistungen den Sprung aus der zweiten Mannschaft in den Oberliga-Kader verdient hat.

Mit diesem Team sieht sich der SC gut aufgestellt. „Wir sind mit Demut und Realismus an die Sache ran gegangen und haben uns für die tägliche Arbeit belohnt, so wollen wir es auch in der kommenden Saison halten“, sagt der Vorsitzende Dirk Graedtke. „Die Aufgabe wird in der neuen Saison gewiss nicht leichter, wir bleiben finanziell gesehen ein Leichtgewicht der Liga, zudem gilt die zweite Saison allgemeinhin ja als die schwierigere, aber wir werden wieder alles raushauen, um erfolgreich zu bleiben!“

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