Fussball

SC Velbert ist im Derbyrausch

Die Party beginnt schon auf dem Spielfeld: Riesenjubel beim SC nach dem 1:0-Coup im Stadion des favorisierten Nachbarn SSVg.

Die Party beginnt schon auf dem Spielfeld: Riesenjubel beim SC nach dem 1:0-Coup im Stadion des favorisierten Nachbarn SSVg.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Der SC gewinnt mit dem 1:0 auch das zweite Velberter Stadtduell gegen die SSVg. Das Tor erzielt Robin Hilger, der im Sommer zur SSVg wechselt

SSVg Velbert -
SC Velbert 0:1 (0:0)

SSVg: Sprenger - Schiebener, Abdel Hamid, Haas, Mondello - Wagener (65. Sahin), Spinrath - Machtemes, Talarski, Coruk (65. Nnaii) - Aydin.
SC: Garweg - Stuckart (88. Flotho), Burczyk, Yildiz, Rec (70. Sumbunu ) - Lars Hilger, Lange, Schulz, Bayraktar (80. Mumcu) - Tekadiomona, Robin Hilger.
Tor: 0:1 Robin Hilger (64.). - Schiedsrichter: Michael Menden. - Zuschauer: 2200.

Abpfiff in der Christopeit-Sport-Arena, Anpfiff für die große Derbyparty des SC Velbert. Im Stadion des Nachbarn SSVg haben die Clubberer gerade zum zweiten Mal des Stadtduell in der Oberliga gewonnen. Nach dem 2:1 im Hinspiel in der BLF-Arena setzten sie sich nun auch vor gut 2200 Zuschauern im Rückspiel mit 1:0 (0:0) durch.

Der Fanblock tobte, Spieler, Trainer und Betreuer-Stab feierten sogleich auf dem Rasen. Zum zweiten Mal hatte es der Aufsteiger aus der Landesliga dem „großen“ Nachbarn gezeigt. Ein Spieler wurde besonders häufig geherzt und beglückwünscht: Robin Hilger. Er hatte nämlich in der 64. Minute das Tor des Tages erzielt — ausgerechnet er.

Im Sommer wird er die Clubberer verlassen und zur SSVg wechseln. „Ich habe es meinem Co-Trainer Andi Berkenkamp vorher gesagt: Der Fußball schreibt seine Geschichten. Wenn einer für uns das Tor macht, dann Robin“, erklärte SC-Trainer Ralf vom Dorp. „Robin gönne ich es von Herzen, denn er hat damit auch denjenigen, die ihn wegen seines Wechsels zur SSVg kritisch beäugt haben, die richtige Antwort gegeben.“ Hilger selbst betonte: „Mit dem Thema SSVg befasse ich mich erst im Sommer. Jetzt zählt jeder Punkt für den SC.“ Gleich sechs Punkte hat der Club nun gegen den Nachbarn geholt.

Damit war zwar nicht zwingend zu rechnen, damit wird die SSVg allerdings leben müssen. Denn wie schon im Hinspiel war der Erfolg der Clubberer keineswegs unverdient. Der Favorit hatte zwar mehr Ballbesitz und war ständig feldüberlegen, tat sich aber schwer, Chancen heraus zu spielen. „Es war ein Kampfspiel“, sagt Robin Hilger — und da fehlten der SSVg gegen die kampfstarken Clubberern Ideen und Durchsetzungsvermögen.

SSVg setzt sich vorne nicht durch

Am Ende wurde SC-Keeper Richard Garweg nur ein einziges Mal ernsthaft geprüft, fünf Minuten nach Wiederanpfiff rettete er gegen Pascale Talarski, der von Max Machtemes frei gespielt worden war. Doch unterm Strich besaßen die Clubberer bei ihren Kontern die klareren Chancen. So zielte Robin Hilger in der 59. Minute aus bester Position knapp vorbei. Fünf Minuten später war es dann aber soweit.

Nach einem verunglückten Abwehrschlag von Manuel Schiebener geriet die SSVg-Abwehr in Turbulenzen, Hilger erfasste sofort die Situation, setzte sich durch und schoss unhaltbar für SSVg-Keeper Philipp Sprenger ein.

SSVg-Trainer Alexander Voigt brachte daraufhin postwendend zwei frische Offensiv-Spieler – die sich aber nur dem Trott ihres Teams anpassten. Jeder schoss einmal weit über das Tor von Garweg, der sich ansonsten auf seiner Vorderleute verlassen konnte.

„Das war von der Mannschaft defensiv ganz stark gespielt “, lobte SC-Coach vom Dorp. Sein Kollege Voigt gestand im Gegenzug ein: „Das war offensiv von uns ohne richtige Durchschlagskraft.“ Und der beste Offensiv-Spieler dieser Partie trägt erst ab Sommer das SSVg-Trikot.

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