Fussball

SC Velbert hat den Klassenerhalt fast sicher

Das 2:0 ist gefallen, zufrieden schreiten die Clubberer zur Mittellinie. Marc Flotho gratuliert dem Torschützen Ferhat Mumcu.

Das 2:0 ist gefallen, zufrieden schreiten die Clubberer zur Mittellinie. Marc Flotho gratuliert dem Torschützen Ferhat Mumcu.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Trotz Notbesetzung gewinnt Oberligist SC das zweite Spiel binnen vier Tagen und baut mit dem 3:1 über Kleve den Vorsprung auf zehn Punkte aus

SC Velbert -
1. FC Kleve 3:1 (2:0)

SC: Garweg; Buco, Sumbunu, Flotho, Langen, Fritsch, Spazier (65. Burczyk), Bayraktar (80. Yaya), Mumcu, Lars Hilger, Tekadiomona.
Tore: 1:0 Sumbunu (36.), 2:0 Mumcu (45. + 3), 3:0 Bayraktar (78.), 3:1 Yaya (87. Eigentor). - Bes. Vorkommnis: Garweg hält Foulelfmeter von Dragovic (63.). - Zuschauer: 180. - Schiedsrichter: Jan Oberdörster.

Das nennt man den Heimvorteil nutzen: Der SC Velbert hat seine beiden österlichen Partien in der BLF-Arena gewonnen. Dem 3:2 am Gründonnerstag gegen TuRU Düsseldorf ließen die Clubberer am Ostermontag den 3:1-Erfolg über den 1. FC Kleve folgen. Damit hat der Aufsteiger die Gefahr des Abstiegs weitgehend bannen können.

Der SC baute nämlich seinen Abstand zum ersten Abstiegsplatz, auf dem derzeit der SC Düsseldorf West rangiert, auf stattliche zehn Zähler aus. „Wir liebäugeln schon mit einer weitereren Oberliga-Saison“, meinte der Vorsitzende Dirk Graedtke schmunzelnd. Denn einerseits weiß er, dass rechnerisch noch nicht alles klar ist, anderseits sieht er aber auch, dass die Mannschaft nun ganz dicht vor dem großen Ziel, dem Klassenerhalt steht.

So sieht es auch Trainer Ralf vom Dorp: „Jetzt haben wir uns schon sehr viel Luft verschafft.“ War es am Donnerstag noch recht knapp zugegangen, so gewannen die Clubberer nun ziemlich sicher. Nach gut 80 Minuten hatten sie sich das entscheidende 3:0 erarbeitet. Dass sie sich kurz vor Schluss noch ein Gegentor einhandelten, weil Jordan Yaya einen Schuss des Klevers Klein-Wiehle ins eigene Tor abfälschte, regte niemanden mehr groß auf.

Nicht brillant, aber zweckmäßig

Denn zuvor hatten die Velberter eine solide Leistung hingelegt. Zwar nicht brillant, aber gut genug, um die Gäste weitgehend in Schach zu halten. „Wir zelebrieren derzeit nicht, wir spielen zweckmäßig. Und das funktioniert“, meinte Trainer Ralf vom Dorp trocken. Auch in der eigenen Arena hatte er auf eine stabile Abwehr und auf schnelle Konter gesetzt.

Eine Taktik, die aber wohl zwingend notwendig war, denn vom Dorp musste wie am Donnerstag gut zehn Stammspieler ersetzen, darunter Torjäger Robin Hilger, Spielführer Adrian Jeglorz, Regisseur Pier Schulz, Mittelfeldspieler Marcel Lange und mehrere gestandene Abwehrspieler.

Dennoch stellte die Notelf, in der sich u.a. der aus der Kreisliga A hochgerückte Josip Buco bravourös schlug, in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und ging verdient mit 2:0 in Führung. Joshua Sumbunu erzielte per Kopf nach einem Eckball von Lars Hilger das 1:0, kurz vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Ferhat Mumcu auf 2:0, da er gedankenschnell nachsetzte, als die Klever Abwehr einen Schuss von Lars Hilger nur abblocken konnte.

Weitere Tore waren möglich, so klärte ein Klever den Heber Merveil von Tekadiomona auf der Torlinie.

Nach dem Wechsel machten die Gäste mehr Druck, es gab aber nur noch eine Situation, in der die Partie hätte kippen können: Den Foulelfmeter nach gut einer Stunde. Doch der starke Keeper Richard Garweg holte den Ball Nedzad Dragovic mit toller Parade aus dem Eck.

Eine Viertelstunde später dann die Entscheidung. Bei einem Konterangriff wird Lars Hilger auf der linken Seite frei gespielt: Seine gefühlvolle Flanke verlängert Ibrahim Bayraktar per Kopf zum 3:0 ins Netz.

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