Sportkegeln

Red Lions mit souveränem Heimsieg zum Saisonabschluss

Zeigte mit 902 Holz eine starke Leistung: Trotz Startschwierigkeiten sicherte sich Kerim Demirbag von dem SK Heiligenhaus die Tagesbestzahl.

Zeigte mit 902 Holz eine starke Leistung: Trotz Startschwierigkeiten sicherte sich Kerim Demirbag von dem SK Heiligenhaus die Tagesbestzahl.

Foto: Uwe Möller / FUNKE Foto Services

Velbert.  Für das Team um Kapitän Marcel Grote steht jetzt die Meisterrunde im Fokus. Die Red Lions treffen am Samstag auch auf Rekordmeister Oberthal.

Die Sportkegler aus Heiligenhaus gaben sich im letzten Spiel der regulären Saison in der 1. Bundesliga keine Blöße und besiegten die TG Herford deutlich mit 3:0.

Während die Red Lions das letzte Heimspiel nochmal nutzen wollten, um sich für die am Samstag beginnende Meisterrunde ein gutes Gefühl zu holen, hatte der 18. Spieltag für die Westfalen keinen sportlichen Wert mehr, da sie sich im sicheren Mittelfeld befanden und als Tabellen-Sechster auch nicht mehr in die Abstiegsrunde rutschen konnten. Dementsprechend war die Luft recht früh aus dem Spiel.

André Laukmann (890 Holz / 11 Einzelwertungspunkte) und Marcel Grote (875 / 7 EWP) legten solide vor ohne sonderliche Glanzpunkte zu setzen. Im Mittelblock zog Kerim Demirbag das Tempo nach einer schwachen Startbahn unwiderstehlich an und sicherte sich mit 902 die Tagesbestzahl und 12 EWP.

Alexander Ratzko wählte den umgekehrten Weg und entschied sich für eine extrem starke erste Halbzeit, um dann in der zweiten Hälfte des Spiels etwas nachzulassen (863 / 6 EWP). Der Schlussblock präsentierte sich dann wieder so geschlossen, wie man es von Holger Parassini (887 / 10 EWP) und Marcel Schneimann (885 Holz / 8 EWP) erwartet.

Florian Grohmann beendet Karriere

Letztlich war es auf Seiten der Gäste nur Uwe Hippert, der den Heiligenhausern Paroli bieten konnte und sich mit 885 Holz für einen guten Durchgang belohnte. Nach dem Wettkampf wurde es dann doch noch sentimental. Florian Grohmann, vor einigen Jahren noch in Heiligenhaus aktiv, beendete ein wenig überraschend seine erfolgreiche Kegel-Karriere, will er zuletzt auf Grund eines Bandscheibenvorfalls und familiären Verpflichtungen nicht mehr an seine Bestform anknüpfen konnte.

Sein Ex-Teamkollege und heutiger Red-Lions-Kapitän Marcel Grote lobt: „Flo ist ein Top Kegler - und noch viel wichtiger ein ganz feiner Kerl. Ich hoffe, dass er jetzt in Ruhe ein wenig Abstand vom Sport gewinnt und das Familienleben genießt. Wer weiß, wie es in ein paar Jahren aussieht – denn mit 36 Jahren stehen einem im Kegelsport noch alle Optionen offen. Bei uns ist er jedenfalls immer ein gerngesehener Gast.“

Eine weitere sportlich wichtige Überraschung gab es am 18. Spieltag: Der SK Münstermaifeld schaffte den Sprung in die Meisterrunde und konnte somit den KSV Riol auf der Zielgeraden abfangen. Das bedeutet, dass die diesjährigen Playoffs am Samstag um 12 Uhr auch gleich beim Tabellenvierten Münstermaifeld starten. „Wir haben schon vor dem Spieltag gesagt, wir nehmen es, wie es kommt,“ unterstreicht Grote.

Er und sein Team beschäftigten sich bereits kurz nach dem Spiel mit dem Thema Aufstellung und Einstellung: „Wir müssen diese Meisterrunde als vielleicht einmalige Chance begreifen, Deutscher Meister zu werden. Wir haben in dieser Saison auswärts sogar mehr Punkte als Oberthal geholt und waren nur zu Hause zweimal zu nachlässig, weswegen wir am Ende auch nur als Zweiter in die Playoffs gehen.“

Auch Düsseldorf nicht unterschätzen

Dass der Gegner immer noch KF Oberthal heißt und schier uneinholbarer Rekordmeister ist, dessen ist man sich in Heiligenhaus bewusst. Auch der Tabellendritte, SG Düsseldorfer Kegler, verfügt über einen jungen und guten Kader und wird von den Red Lions sicher nicht unterschätzt. Dennoch ist Grote überzeugt von seiner Mannschaft. Grote: „Wenn jeder alles für den Erfolg tut, darf auch jeder mal einen schlechten Tag haben – dafür kommen noch fünf Spieler, die für ihren Teamkollegen in die Bresche springen. Fakt ist aber auch: Oberthal wird uns den Titel nicht schenken! Gerade in solchen entscheidenden Spielen zeigen die Saarländer Jahr für Jahr ihre Klasse.“

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