Fussball

Nächste Heimpleite für die SSVg Velbert

Der A-Jugendliche Alexsandar Jesic schlug sich in der Sturmspitze wacker und erzielte sogar den Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Der A-Jugendliche Alexsandar Jesic schlug sich in der Sturmspitze wacker und erzielte sogar den Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Foto: Uwe Möller

Velbert.   Das letzte Aufgebot von Oberligist SSVg verliert mit 1:3 gegen Kleve. Trainer Voigt sucht die Gründe nicht bei der Personalnot. Gäste bissiger.

SSVg Velbert -
1. FC Kleve 1:3 (1:2)

SSVg: Ebener - Kubina, Abdel Hamid, Spinrath, Schiebener - Atyie (62. Frantzosas) - Wagener, Machtemes, Talarski, Nnaji (76. Yildiz) - Jesic. - Tore: 0:1 Wesendonk (19.), 1:1 Jesic (21.), 1:2 Kurikciyan (44.), 1:3 Wesendonk (54.). - Schiedsrichter: Tim Brüster. - Zuschauer: 110.

Für Mannschaften, die gegen den Abstieg in der Fußball-Oberliga kämpfen, ist die Velberter Christopeit-Sport-Arena inzwischen ein gutes Pflaster. Vor zwei Wochen verlor hier Gastgeber SSVg gegen den SC Düsseldorf-West mit 0:1, nun folgte die nächste Heimpleite mit 1:3 gegen den 1. FC Kleve.

Wieder hatten die Velberter dabei eine enttäuschende Leistung hingelegt, diesmal konnten sie allerdings mildernde Umstände geltend machen. Denn zehn Stammspieler waren ausgefallen, auf zwei hatte die SSVg dabei freiwillig verzichtet: Die erfahrenen Oguzhan Coruk und Ali Aydin unterstützten die vom Abstieg bedrohte zweite Mannschaft — was sich auszahlte: Beide gehörten zu den Torschützen beim 6:2-Erfolg der U 23 gegen Winfried Kray.

Die erste Mannschaft der SSVg mühte sich derweil mit dem allerletzten Aufgebot – auf der Bank saßen nur noch drei A-Jugenliche, ein vierter Junior stand in der Startformation: Alexsander Jesic ging in die Sturmspitze.

Er konnte zwar nicht die Lücken schließen, die Angreifer wie Aydin, Mickels oder Sahin hinterlassen hatten. Das hatte aber auch keiner verlangt. Jesic hängte sich voll rein und erzielte sogar ein Tor: Nach Vorarbeit von Max Machtemes, der zusammen mit Torwart Marius Ebner zu den besten Velbertern zählte, stand er richtig und lochte zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.

Allerdings: Nicht alle im SSVg-Team gingen so beherzt wie der Nachwuchsmann zur Sache. Deshalb befand der erste Vorsitzende Oliver Kuhn: „Die Personalsituation ist sicher auch eine Erklärung, sie darf aber keine Entschuldigung sein. Unterm Strich haben wir es dem Gegner, besonders bei den Gegentoren, zu leicht gemacht.“

Genau so sah es auch aus: Beim 0:1 durch Michel Wesendonk war von einer Innenverteidigung nicht viel zu bemerken, beim 1:2 hatte der Klever Levon Kurikciyan alle Freiheiten und auch beim 1:3 durch Wesendonks zweites Tor war die Defensive viel zu offen.

Hinten zu offen, vorne zu schwach

Hinzu kam „das alte Lied der letzten Heimspiele“, wie SSVg-Trainer Alexander Voigt bemängelte. „Im Spiel nach vorne fehlte die Durchschlagskraft.“ In der zweiten Halbzeit spielte sich sein Team kaum noch Chancen heraus, lediglich der eingewechselte A-Jugendliche Engincan Yildiz hatte noch zwei Möglichkeiten , traf aber in beiden Fällen den Ball nicht voll.

Aber an ihm lag es nicht — wie auch Voigt die Niederlage nicht an der Personalmisere festmachen wollte: „Die Klever haben verdient gewonnen, weil sie den Sieg einen Tick mehr wollten. Sie haben den Unterschied aufgezeigt zwischen einer Mannschaft, die noch unbedingt Punkte braucht – und uns.“

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