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Königsblau triumphiert bei den Kultkickern

Immer noch heiß: Die Schalker Traditionsmannschaft, hier mit Kultspieler Willi Landgraf (mitte), gewann den ersten Kick’n Body Soccer-Cup.

Immer noch heiß: Die Schalker Traditionsmannschaft, hier mit Kultspieler Willi Landgraf (mitte), gewann den ersten Kick’n Body Soccer-Cup.

Foto: Socrates Tassos

Velbert.   Auftritt der Altstars beim Kick’n Body-Soccer-Cup. Beim Großturnier im Emka-Sportzentrum kommen die Nostalgiker und Schalke-Fans auf ihre Kosten

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Die Bundesliga-Mannschaft macht den vielen Fans des FC Schalke derzeit wenig Freude. Verlass ist hingegen auf die königsblaue Traditions-Mannschaft. Sie gewann nämlich den ersten Kick’n Body-Soccer-Cup, der mit prominenter Besetzung im Emka-Sportzentrum aus der Taufe gehoben wurde.

Neben dem Turniererfolg brachten die von Weltmeister Olaf Thon betreuten Schalke-Oldies auch noch den Derby-Sieg zu Stande, im Viertelfinale hatten sie nämlich den alten Rivalen Borussia Dortmund ausgeschaltet. Schalke war insgesamt der verdiente Sieger einer gelungenen Veranstaltung.

Die Asse hatten Spaß in einer „Klasse Halle“

So betonte es auch Willi Landgraf vom Siegerteam: „Es hat Spaß gemacht, es war ein gut organisiertes Turnier. Außerdem sind Soccer-Anlage und Sportzentrum in Velbert Klasse“, betonte der Publikumsliebling, der über 500 Zweitliga-Spiele bestritten hat und seine Karriere bei Königsblau ausklingen ließ.

Die deutschlandweit aktive Fußballschule Kick’n Body hatte das Turnier für zwölf Betriebssport- und vier Promi-Teams einfach mal in die Welt gesetzt, „weil wir hier gerne verrückte Sachen machen“, wie ihr Sprecher Kay Hoedtke erklärte. Die Traditionsteams von Schalke, Dortmund und Mönchengladbach sowie das Kick’n Body -Team um Ex-Profis wie Mike Rietpietsch und Ivan Klasnic waren als Köpfe der vier Vorrundengruppen gesetzt. Es wurde parallel auf den vier Plätzen der Soccer-Halle gespielt.

Und das ging in etwa so: Auf dem ersten Court zeigen die Gladbacher Peter Wynhoff, Kalla Pflipsen und Mike Hanke eine traumhafte Direktkombination, Tor. Der Anstoß des Wilka-Teams wird abgefangen, der Ball kommt zu Hanke: Tor. Auf dem Nebencourt sind gerade zweieinhalb Minuten gespielt, da hat Borussia Dortmund bereits das 3:0 geschossen, vor allem Breitzke und Federico ziehen ein unwiderstehliches Spiel auf, das Airport-Team Düsseldorf hinkt hinterher. Es wird wie das Wilka-Team 0:6 verlieren.

Auf dem dritten Court ist bereits die Betreuerbank prominent besetzt, neben Weltmeister Olaf Thon sitzt Ex-Nationalspieler und Bundesliga-Rekordspieler Klaus Fichtel, auf dem Parkett bahnen vor allem Ex-Nationalspieler Mathias Herget, Ex-Kapitän Tomasz Waldoch und Willi Landgraf den Weg zu den vielen Siegen.

Die Promi-Teams lassen sich nicht lumpen, erzielen Tore am Fließband, Ex-Nationalspieler Mike Hanke wird mit 16 Treffern Schützenkönig des Turniers. Die „großen vier“ stürmen alle ins Viertelfinale. Immerhin: Das erreichte auch das Velberter Emka-Team, auch wenn es in der Vorrunde mit 2:9 gegen die Gladbacher verloren hatte. Dann ist aber für das Team um SSVg-Routinier und U 23-Trainer Hüzeyfe Dogan Endstation gegen das Kick’n Body-Team.

Im Derby muss wird das Elfmeterschießen verlängert

Höhepunkt des Viertelfinales war selbstredend das Derby Schalke gegen den BVB — wie immer hart umkämpft. Nach der regulären Spielzeit hieß es 3:3, dann musste auch noch das Elfmeterschießen verlängert werden. Hier hatte Schalke schließlich mit 9:8 die Nase vorn.

„Wir sind zwar schon über 40, aber immer noch heiß. So ein Derby ist eine Prestigesache. Auch wenn wir uns untereinander gut verstehen — wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Willi Landgraf. Im Halbfinale schlug Schalke nach einem weiteren Elfmeterschießen das Kick’n Body-Team und stand somit im Finale gegen eine Überraschungsmannschaft: Die WEPA-Verpackungen hatten nämlich im Halbfinale die Mönchengladbacher überlistet. Im Endspiel waren die Schalker aber mit 3:0 klar überlegen.

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