Hallenhockey

HC Velbert scheitert hauchdünn im Spitzenspiel

Eine rasante Partie, die bis zur letzten Sekunde offen blieb. lieferten sich der HC Velbert, hier im Angriff, und der Tabellenführer DS Düsseldorf II. Die Landeshauptstädter hatten schließlich knapp die Nase vorne.

Foto: Uwe Möller

Eine rasante Partie, die bis zur letzten Sekunde offen blieb. lieferten sich der HC Velbert, hier im Angriff, und der Tabellenführer DS Düsseldorf II. Die Landeshauptstädter hatten schließlich knapp die Nase vorne.

Velbert.   Die Velberter Verbandsliga-Herren unterliegen nach einer mitreißender Partie an der Poststraße dem Tabellenführer DS Düsseldorf II mit 6:7.

Im Topspiel der 1. Verbandsliga mussten sich die Herren des HC Velbert dem Tabellenführer DS Düsseldorf II knapp mit 6:7 geschlagen geben. Es war das Duell der beiden Spitzenteams, die bislang noch keinen Punkt abgegeben hatten. Nun sind die Rot-Weißen gegenüber den Landeshauptstädtern etwas ins Hintertreffen geraten, was sie aber nicht schockt: „Es ist maximal eine kleine Vorentscheidung. Wir können spätestens im Rückspiel zurückschlagen“ lautet die Devise der Rot-Weißen.

Spiel erfüllt die Erwartungen

Sie hatten Spitzenspiel versprochen – und sie lieferten. Von der ersten Minute an entwickelte sich in der Halle an der Poststraße ein schnelles und rasantes Duell, zunächst mit Vorteilen für das Velberter Team, das sich sofort Torchancen erarbeitete. Die zweite Kurze Ecke nutzte Niklas Böhm per Ableger zur Velberter Führung bereits in der dritten Minute.

Danach hatte der HCV bei zwei weiteren Kurzen Ecken die Gelegenheit davonzuziehen, scheiterte aber am Düsseldorfer Schlussmann. Glück für Düsseldorf in dieser Phase, dass der Schiedsrichter nicht den fälligen Siebenmeter gab, als der Düsseldorfer Keeper Niklas Böhm beim Torschuss von den Beinen holte, sondern auf Kurze Ecke entschied — die Velbert nicht nutzen konnte. Die Landeshauptstädter kamen danach besser ins Spiel und glichen in der 7.Minute per Kurzer Ecke zum 1:1 aus. Eine Uneinigkeit in der Velberter Abwehr nutzen die Gäste in der 10. Minute zur erstmaligen Führung. Danach ging es bis zur Pause rauf und runter, beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten.

Den Ausgleich durch Luca El Sherif beantwortete Düsseldorf mit dem erneuten Führungstreffer. Ein Doppelschlag von Nick Dieckmeier und Niklas Böhm in der 23. und 24. Minute bracht wieder Velbert in Front, wurde aber umgehend von Düsseldorf nach einer weiteren Kurzen Ecke beantwortet.

So ging es leistungsgerecht 4:4 in die Pause nach einer mitreißenden ersten Hälfte. Nach dem Wechsel ein unverändertes Bild. Beide Mannschaften erzeugten bei gegnerischem Ballbesitz sofort Druck, beiden gelang es aber auch immer wieder sich durch geschickten Spielaufbau dem Druck zu entziehen und zu Chancen zu kommen.

Coach Jürgen Henning lobt sein Team

Velbert hatte zunächst ein Chancenplus, das nächste Tor erzielten jedoch die Landeshauptstädter. Doch nach der schönsten Kombination des Spiels über Nick Dieckmeier glich Niklas Böhm erneut aus. Die nächste Führung der Düsseldorfer konnte Fabian Dölle nach schönem Pass von Luca El Sherif egalisieren. Doch das Hin und Her ging weiter: In der 54. Minute fiel das 6:7.

Als Mathias Wilhelm in der nächsten Minute schon den Torwart ausgespielt hatte, lag der erneute Ausgleich in der Luft, doch der Velberter legte sich den Ball zu weit vor und konnte nicht mehr kontrolliert aufs Tor schießen.

Drei Minuten vor Schluss wechselte Velbert dann einen sechsten Feldspieler für den Torwart ein. Das zeigte sofort Wirkung. Velbert kam noch einmal zu zwei großen Torchancen, scheiterte jedoch zunächst aus dem Spiel heraus und dann bei einer Kurzen Ecke scheite am gegnerischen Torwart, der den knappen Sieg für DSD II festhielt.

Trainer Jürgen Henning war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „Natürlich sind wir enttäuscht, heute verloren zu haben. Wir haben ein, zwei unnötige Tore kassiert und hatten genügend Chancen das Spiel für uns zu entscheiden. Aber diese Chancen muss man gegen solch einen starken Gegner auch erst einmal herausarbeiten. Deshalb bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft hoch zufrieden.“

HCV-Herren: Rosenkranz, Dölle, Sander, Pfeifer, Ganssen, Böhm, Dieckmeier, Jülicher, Wilhelm, Heiber, L. El Sherif

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