Corona

Fußballverband Niederrhein: Darum wird noch einmal gespielt

Wolfgang Jades erhält bei der Sportgala am Freitag den 24.01.2020 in Moers den Preis für sein Lebenswerk. Auf der Gala werden die Sportler des Jahres ausgezeichnet. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Wolfgang Jades erhält bei der Sportgala am Freitag den 24.01.2020 in Moers den Preis für sein Lebenswerk. Auf der Gala werden die Sportler des Jahres ausgezeichnet. Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Region.  Wolfgang Jades erklärt, warum sich die Fußballer des FVN am Wochenende noch einmal treffen sollen und warum im Niederrheinpokal gespielt wird.

Der Druck auf den Fußballverband Niederrhein (FVN) war sicherlich nicht gering, nachdem der Bund die Entscheidung geschlossen hatte, auch den Amateursport ab dem 2. November komplett auszusetzen und die westfälischen Kollegen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) den Start ihrer Pause bereits auf den 29. Oktober vorzogen.

Der FVN hat sich dem nicht angeschlossen, er möchte die am Wochenende anstehenden Partien im Seniorenbereich durchführen. Im Jugendbereich wurden hingegen alle Spiele abgesetzt. Wolfgang Jades, der Vorsitzende des Fußballausschusses im FVN erklärt, warum die Entscheidung so gefallen ist.

Wolfgang Jades, die Senioren dürfen noch spielen, die Jugend nicht mehr. Warum werden die beiden Bereiche unterschiedlich behandelt?

Wir haben den Unterschied deshalb gemacht, weil im Seniorenbereich kein kompletter Spieltag ansteht, sondern nur ein paar Nachholspiele und Pokalspiele. Und ich bin der Meinung, dass der Fußball bisher sehr vertrauensvoll mit der Situation umgegangen ist. Sollten Corona-Verdachtsfälle auftreten, werden wir auch jetzt die Spiele direkt absetzen.

Warum handelt der FVN hier anders als der FLVW?

Das ist die Entscheidung jedes Landesverbandes. Eine andere Entscheidung hätten wir vielleicht getroffen, wenn ein kompletter Spieltag abgestanden hätte. Aber wir haben ja auch Niederrheinpokal-Spiele. Da sind die Vorbereitungen schon sehr weit und es sind ja auch immer besondere Partien.

Wie handelt der Verband, wenn Städte der Entscheidung zuvorkommen und ihre Sportanlagen schon vorher schließen?

Wenn das so ist, dann müssen wir das natürlich hinnehmen, das ist ja keine Frage. Aber ich möchte das nicht von vornerein einschränken. Die Politik hätte ja auch sagen können, das schon mit dem heutigen Tage alles dicht ist. Aber sie hat gesagt, dass die Verordnung ab dem 2. November gilt. Ich will den Jungs und Mädels, die spielen können auch die Möglichkeit geben, sich noch einmal zu sehen und sich noch einmal zu treffen. Der Fußball hat bisher für keinen Hotspot gesorgt und war vorbildlich unterwegs. Wir haben in den vergangenen sieben, acht Wochen alles dafür getan. Wir haben die Spiele bei jedem Verdachtsfall abgesagt, sodass es zu keinem Domino-Effekt kommt. Und so halten wir es auch bis zum 2. November.

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