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Für den Langenberger SV wird es brenzlich

Vergeblich rannten die Langenberger, hier mit Almir Hajric (re.), dem Rückstand hinterher. Am Ende verloren sie 1:2 gegen den BV Azadi Wuppertal.

Vergeblich rannten die Langenberger, hier mit Almir Hajric (re.), dem Rückstand hinterher. Am Ende verloren sie 1:2 gegen den BV Azadi Wuppertal.

Foto: Carsten Klein

Langenberg/Wuppertal.  Der LSV rutscht in der A-Liga nach Heimpleite gegen Azadi auf einen Abstiegsplatz ab. SC Velbert II hält sich bei Spitzenreiter Germania wacker

Zwei Niederlagen, zwei unterschiedliche Befindlichkeiten. Während die SC-Reserve mit dem 2:3 bei Spitzenreiter Germania Wuppertal dank starker Leistung gut leben konnte, ist die Stimmung beim Langenberger SV nach der 1:2-Heimpliet gegen den BV Azadi höchst betrübt.


Langenberger SV - BV 1885 Azadi Wuppertal 1:2 (0:0).
Die Situation für den Langenberger SV wird immer dramatischer, denn nach der 1:2 Niederlage im „Kellerduell“ gegen BV Azadi Wuppertal rutschten die Bonsfelder auf einen direkten Abstiegsplatz ab.

In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Platzherren zunächst einmal Glück hatten, dass der Wuppertaler Torjäger aus 20 Metern nur die Latte traf. Dennis Ter Haar hätte wenig später sein Team in Führung schießen können, doch aus spitzem Winkel scheiterte aus kurzer Distanz am BV-Torhüter. Kurz nach dem Seitenwechsel trafen die Gäste zum 1:0, als ein Akteur nach einem Freistoß aus dem Halbfeld völlig unbedrängt einköpfen konnte. „Das ist auch der Grund, warum wir da unten stehen. Wir gehen in solchen Situationen einfach nicht mit unseren Gegenspielern mit“, stellte Trainer Rosario Sparacio fest. Kurz zuvor hatte Marco Sparacio für die Langenberger getroffen, doch der Schiedsrichter hatte eine Abseitsposition gesehen.

Trainer Sparacio vermisst Aggressivität

In der Folge stellte der LSV-Coach auf eine Dreierkette zugunsten eines weiteren Stürmers um, doch bei der einzigen Torchance hatte Giuseppe Sparacio Pech, als er den Torhüter bereits umkurvt hatte, ein Wuppertaler Abwehrspieler aber den Ball noch von der Linie „kratzen“ konnte. Im Bemühen um den Ausgleichs erhöhten die Gastgeber das Risiko, boten dabei aber Räume für Konter, von denen die BV-Auswahl einen zum 2:0 abschloss. Zwar gaben die Velberter nicht auf, doch mehr als der Anschlusstreffer durch Pierre Forster kurz vor dem Abpfiff gelang ihnen nicht mehr.

„Unsere Niederlage war verdient“, gab Rosario Sparacio zu. „Wenn du im Abstiegskampf bist, musst du aggressiver in den Zweikämpfen sein. Wir haben zu viele Akteure dabei, die immer noch schön spielen wollen“, stellte er fest.

LSV: Küper, Cichon (73. Bedkowski), Forster, A. Hajric, G. Sparacio, Flanz (69. El Ghanou), Ter Haar (80. Passaniti), Kotzek,
E. Hajric, M. Sparacio, N, Es-Sassi. - Tore: 0:1 (51.), 0:2 (68.), 1:2 Forster (89.)

SSC Germania Wuppertal – SC Velbert II 3:2 (1:1).

„Trotz der Niederlage war ich zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, denn wir haben super dagegengehalten und immer wieder Nadelstiche gesetzt“, resümierte „Bobby“ Schwarz, gemeinsam mit Justo Vazquez als Trainer für die SC-Zweitvertretung verantwortlich, nach dem unglücklichen 2:3 beim bereits feststehenden Bezirksligaaufsteiger. Der sorgte auch für den ersten Höhepunkt, als er nach einer abgefälschten Flanke und dem darauf folgenden ebenfalls abgefälschten Schuss mit 1:0 in Führung ging.

Die Clubberer zeigten sich unbeeindruckt und glichen wenig später aus: Julian Graedtke brachte einen Freistoß gefährlich vor das SSV-Tor, der nicht konsequent genug abgewehrt wurde, so dass Hasret Cakir mit einer erneuten Flanke den Kopf von Danny Kotyrba fand, der zwar zunächst am Torhüter scheiterte, im Nachsetzen dann aber doch das 1:1 erzielte.

Noch vor der Pause hatten sie zwei Chancen, die sie jedoch nicht zu nutzen wussten, hatten aber kurz nach dem Seitenwechsel dann bei zwei brenzligen Situationen etwas Glück. Das 1:2 konnten sie dann aber nicht verhindern, als ein Wuppertaler einen Freistoß von außen per Kopf ins lange Eck verlängerte. Die Velberter gaben nicht auf. Als Marcel Schlupkothen mit einem Diagonalball Jonas Güde bediente, leitete der per Kopf auf Marcel Wernicke weiter, der zum 2:2 traf.

„Leider haben wir uns am Ende nicht mit einem Punkt belohnt“, bedauerte Schwarz. Kurz vordem Abpfiff verhinderten seine Schützlinge eine Flanke aus dem Halbfeld nicht. Der Ball wurde immer länger, ein Wuppertaler war eingelaufen und erzielte aus kurzer Distanz das 3:2

SC II: Müller, Kniszewski, Bestler, Schlupkothen, Cakir (65. Iakovou), Graedtke (85. Akyüz), Karakas, Kotyrba, Güde, Tek, Bierwolf (76. Wernicke). Tore: 1:0 (13.), 1:1 Kotyrba (21.), 2:1 (58.), 2:2 Wernicke (83.), 3:2 (88.)

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