Tanzsport

Formation peilt wieder eine WM-Medaille an

Die starke Vorstellung bei der Deutschen Meisterschaft, hier Simon Siecksmeier und Nicole Güttler in Aktion, gibt der Formation Auftrieb für die WM am Wochenende.

Foto: nordphoto/ Witke

Die starke Vorstellung bei der Deutschen Meisterschaft, hier Simon Siecksmeier und Nicole Güttler in Aktion, gibt der Formation Auftrieb für die WM am Wochenende. Foto: nordphoto/ Witke

Bochum/Velbert.   Das Lateinteam Bochum/Velbert startet am Samstag bei der Weltmeisterschaft. Trainerin Astrid Kallrath setzt in Österreich auf den DM-Schwung.

Vier ganz intensive Wochen hat die Lateinformation der FG Bochum/Velbert hinter sich. Bei der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft, die am Samstag (ab 14 Uhr) im Multiversum von Schwechat vor den Toren Wiens über die Bühne geht, hat das Trainerteam um Astrid Kallrath wie gewohnt nichts dem Zufall überlassen, die Anforderungen noch einmal erhöht. Das Ziel ist klar formuliert: Ein Treppchenplatz soll es sein – so wie im vergangenen Jahr.

Im Vorjahr hatte es Bronze gegeben

Damals gab’s überraschend die Bronze-Medaille für die Lateinformation aus Nordrhein-Westfalen, Weltmeister wurde einmal mehr der Grün-Gold-Club aus Bremen. Der hat sich unlängst seinen 13. nationalen Meistertitel geholt, die FG Bochum/Velbert konnte mit der Silbermedaille ganz gut leben. Und am Samstag in Österreich? „Unser Anspruch hat sich gegenüber dem vorigen Jahr nicht verändert. Wir wissen, was wir zu leisten imstande sind. Es gibt im Prinzip vier Mannschaften, die vom Leistungsvermögen alle für den WM-Titel infrage kommen – auch wir gehören dazu“, sagt die Trainerin ganz selbstbewusst.

Die exzellenten Auftritte mit dem neuen Musikthema „One World“ bei der Deutschen Meisterschaft haben die Euphorie noch einmal in die Höhe schnellen lassen bei den acht Paaren der Formations-Gemeinschaft. Neben dem Rivalen von der Weser erwartet Astrid Kallrath auch die starken russischen Teams von Vera Tyumen und dem „Due Team“ aus Perm weit vorne. „Ich finde es gut, dass es bei der WM nicht wirklich vorhersehbar ist, wer die einzelnen Plätze dort vorne belegen wird.“ Sie sieht das Rennen um die Medaillen offener als noch 2016.

Mit dem Leistungsstand ihrer Mannschaft ist sie „sehr zufrieden. Wir haben nach der DM noch mal eine ordentliche Schüppe draufgepackt.“ Vor allem in Sachen Formations-Technik, einer der Bewertungs-Bereiche, habe man ganz intensiv gearbeitet. „Das war auch nötig, das haben wir nach den Video-Studien erkannt.“

Inzwischen könne die 49-Jährige feststellen, „dass eine gewisse Automatisierung jetzt vorhanden ist, die einzelnen Durchgänge werden im Training immer kontrollierter, sind längst keine Wundertüte mehr.“

Verletzungspech zwingt zur Änderung

Personell war allerdings eine Änderung nötig. Nach dem Turnier in Bremen musste Julia Hartmann mit einer Kreuzband-Verletzung passen, wird voraussichtlich auch die Bundesliga-Saison sausen lassen müssen. Für sie ist die Essenerin Nicole Zborowski (27) ins Team gerückt - eine erfahrene Formationstänzerin, die schon länger zum Kader des Bundesligisten gehört. „Ich hoffe einfach, dass es uns gelingt, die gute Stimmung im Team und die Vorfreude auf diesen Saisonhöhepunkt mit ins WM-Turnier zu nehmen. Im vergangenen Jahr hat das vor der Weltmeisterschaft in Bremen hervorragend geklappt und uns zu drei hervorragenden Durchgängen und zu einer Medaille verholfen“, erinnert sich Kallrath.

Den Bronzerang würde die Velberterin auch diesmal nicht von sich weisen - dann hätte sie endgültig die Gewissheit, dass die Entscheidung für das vielbeachtete Thema „One World“ auch für die internationale Ebene genau die richtige war.

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