Volleyball

Der nächste Aufstieg: Die LSG trotzt allen Hindernissen

Der entscheidende Moment: Die Spielerinnen auf dem Feld springen vor Jubel auf, die Bank fällt sich in die Arme – die LSG hat den Aufstieg sicher.

Foto: LSG

Der entscheidende Moment: Die Spielerinnen auf dem Feld springen vor Jubel auf, die Bank fällt sich in die Arme – die LSG hat den Aufstieg sicher. Foto: LSG

Langenberg.   Als Aufsteigerinnen marschieren die Langenbergerinnen in die Bezirksliga durch. Vor dem entscheidenden Spiel war die Lage aber schwierig.

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Als die Spielerinnen des SV Bayer Wuppertal bemerkten, wie gut ihr Gegner war, war es schon zu spät. Das Volleyballteam der Langenberger SG war nur zu sechst zu diesem Relegationsspiel angereist, spielte ohne feste Positionen – was Bayer offensichtlich dazu verleitete, die LSG zu unterschätzen.

Nach 25:20 und 25:22 für Langenberg in den beiden ersten Sätzen kam auch der SV Bayer ins Spiel, gewann einen Satz, verlor dann aber den nächsten, wodurch es amtlich war: Die Volleyballerinnen der Langenberger SG spielen nächste Saison in der Bezirksliga. Ein Aufstieg, von dem die LSG kaum geträumt, geschweige denn ihn geplant hätte.

Denn die Langenbergerinnen waren als Aufsteigerinnen ganz unbedarft ins Abenteuer Bezirksklasse gestartet – und gewannen Spiel um Spiel.

Insgesamt zwölf Siege in 14 Spielen nach dem Aufstieg

In zehn der ersten zwölf Spiele ging die LSG als Sieger vom Platz, so dass sich am vorletzten Spieltag die große Chance bot: Während Tabellenführer ASV Wuppertal sein Spiel verlor, bezwangen die Langenbergerinnen die zweitplatzierte SG Langenfeld II und rückten dadurch selber auf Rang zwei vor. Nach einem 3:0 gegen Gerresheim eine Woche später war klar, dass es für die Meisterschaft zwar nicht reichen würde, da Langenfeld sich mit einem ebenfalls deutlichen Sieg zum Meister gemacht hatte. Trotzdem war es ein Riesenerfolg.

Denn nicht einmal ein Jahr nach dem Bezirksklassen-Aufstieg war plötzlich der nächste Aufstieg zum Greifen nah, wenn auch erst in der Relegation – und dort kam es eben zum Duell mit dem klassenhöheren SV Bayer Wuppertal II. Diese Chance wollte die LSG nutzen.

Ausfälle machen der LSG nichts aus

„Wir waren in der Rolle, dass wir nichts zu verlieren hatten. Das hat uns sicher in die Hände gespielt“, schildert Teamsprecherin Sandra Koschnick. „Wir wollten diese erfolgreiche Saison noch erfolgreicher beenden.“ Allerdings konnten die Langenbergerinnen nur zu sechst anreisen.

„Wir sahen uns einem breitaufgestellten Bayer-Kader und Fans samt Trommeln gegenüber. Aber auch von uns waren zahlreiche Fans mit, bei denen wir uns für die Unterstützung über die gesamte Saison bedanken müssen“, erinnert sich Koschnick an das entscheidende Spiel. „Es kam uns sicher zugute, dass Bayer uns unterschätzt hat.“

1:0, 2:0, anfangs ging es ganz leicht. Doch als Wuppertal das Spiel in den Griff bekam, wurde es eng für die LSG.

„Spielerinnen und Zuschauer haben im vierten Satz noch einmal richtig aufgedreht“, so Koschnick. Mit einem beeindruckenden 25:12 fegte Langenberg den SVB im vierten Satz aus der Halle und feierte den Aufstieg. Koschnick: „Unser Trainer hat immer wieder betont, dass wir Spaß haben sollen. Wir hatten nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen. Und so kam es ja auch.“

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